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Stierkämpfe dürfen in Frankreich weiter stattfinden

21.09.2012 | 10:57 |   (DiePresse.com)

Der Verfassungsrat hat in Paris entschieden, dass die in bestimmten Regionen zulässigen "Corridas" nicht gegen die Verfassung verstoßen.

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Begeisterung bei Stierkampf-Fans, Empörung und Wut bei Tierschützern: In Frankreich dürfen weiterhin Stierkämpfe stattfinden. Das hat der Verfassungsrat in Paris am Freitag entschieden. Die höchste Instanz in Verfassungsfragen wies damit eine Beschwerde von Stierkampf-Gegnern gegen eine gesetzliche Ausnahmeklausel für bestimmte französische Regionen ab.

Im Süden Frankreichs haben Stierkämpfe viele Anhänger und gelten dort als traditionsreiches Kulturgut. Für Städte wie Nimes, Arles und Bayonne sind sie auch ein wichtiger Touristenmagnet und Wirtschaftsfaktor. Zwar ist in Frankreich jeder "Akt der Grausamkeit" gegen Tiere verboten. Ausnahmen macht das Strafgesetzbuch aber bei Stier- und Hahnenkämpfen in Regionen, in denen es sich um eine "örtliche Tradition" handelt. Der Verfassungsrat entschied nun, dass diese Ausnahmeklausel verfassungsgemäß ist.

Ausnahme auch für Hahnenkämpfe auf Antillen

Tierschutz-Organisationen hatten Beschwerde gegen die Ausnahmeregelung für Stierkämpfe eingelegt, die sie als brutale Quälerei ansehen. Der Beschluss des Verfassungsrates stieß nun auf wütende Kritik. Die frühere Schauspielerin Brigitte Bardot, die seit Jahren als Tierschützerin in Erscheinung tritt, nannte die sogenannten "Weisen" in dem Gremium "Feiglinge". Sie fügte hinzu: "Wir leben in einem Land, das ein großes Schlachthaus ist."

Der Verfassungsrat begründete seine Entscheidung damit, dass die Ausnahmeklausel, die auch für Hahnenkämpfe auf den französischen Antillen gilt, "präzise, sachlich und vernünftig" sei. Solche Ausnahmeklauseln gebe es im Gesetz auch in anderen Bereichen, etwa im Arbeitsrecht. Es stehe dem Gesetzgeber aber frei, die Gesetze zu ändern.

(APA/AFP)

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1 Kommentare
Gast: Wasserlaeufer
21.09.2012 13:34
0 0

Dreht man den Fernseher an

dann rinnt das Blut in Stroemen.

http://fcs.okstate.edu/parenting/issues/tv.htm

Freilich sind es meinst Zombies, Deutsche,
Muselmanen, Vampire, Monster, Kriminelle,
Drogendealer, Gunslingers und Kommunisten
also generell Volksschaedlinge die da den gerechten Tod erleiden duerfen.

Dann kommen noch die Komputerspiele als
zusaetzliche Volksbelustigung dazu.
Das Sterben als Unterhaltung ist
somit gang und gaebe und niemand
schaemt sich dafuer.

"When it bleeds it leads"

heisst der Wahlspruch
der Medien. Wer kann schon die Drohnenangriffe
und Selbstmordattentate Vergeltung und "gezielte Toetungen" zaehlen von denen er gehoert oder gelesen hat; sie sind Legion.
Menschen sind vom Morden und von Moerdern
offenbar faszieniert. "Come on" "Make my day".

http://de.wikipedia.org/wiki/Assassinen

Warum sollte das bei Stierkaempfen anders sein.

Was waere schon das Christentum oder Sokrates ohne den Selbstmordtod des jeweiligen Erloesers.
(Sie haetten ja schliesslich beizeiten fliehen koennen.)

Der Anblick des Sterbenden macht uns die
eigene Vergaenglichkeit bewusst.
"Aber besser die Anderen zuerst".
Sie sterben damit wir vergnueglich leben koennen.
(Extremsportarten)

Es ist auch nicht der Tod der so fasziniert,
es ist der Todeskampf gegen den Gegner oder
gegen den eigenen Selbsterhaltungstrieb
der das Ganze so ganz und garnicht in die
toedliche Langeweile des Altersheimsterbens
abgleiten laesst.
Heuchler sind jene die diesen Umstand negieren.