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Proteste wegen brutaler Gefängnis-Folter in Georgien

21.09.2012 | 13:57 |   (DiePresse.com)

Videos mit brutalen Szenen aus georgischen Gefängnissen sorgen für Massenproteste. Es hagelt Kritik aus Europa, der Innenminister ist zurückgetreten.

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Videos mit brutalen Vergewaltigungsszenen und Folter von Gefangenen haben in der Südkaukasusrepublik Georgien Tausende Menschen zu Protesten auf die Straße getrieben. Die Staatsanwaltschaft ließ zehn Mitarbeiter des Strafvollzugs festnehmen. Die zuständige Ministerin reichte ihren Rücktritt ein. In der früheren Sowjetrepublik wird am 1. Oktober ein neues Parlament gewählt.

Mittlerweile haben Häftlinge in der Südkaukasus-Republik die schweren Vorwürfe bekräftigt. Täglich hätten die Justizbeamten zwei Gefangene ausgesucht und heftig verprügelt, berichteten Insassen am Freitag im Gefängnis Nr. 8 in der Hauptstadt Tiflis. Sie hätten ihre Wärter nie ansehen dürfen. Zudem seien ihnen für die Zeit nach der Parlamentswahl am 1. Oktober noch heftigere Prügel angedroht worden.

Der neue Strafvollzugsminister Georgi Tuguschi versprach, hart gegen die Verantwortlichen durchzugreifen. Studenten kündigten unterdessen neue Massenproteste gegen die brutalen Taten an, vor den Gefängnissen versammelten sich am Freitag besorgte Angehörige von Häftlingen. Die Videos zeigen auch Vergewaltigungen von Häftlingen.

Ex-Präsident Eduard Schewardnadse (84) verurteilte die Vorfälle scharf. "Ich wünschte, ich hätte das nicht mehr erlebt", sagte der Vorgänger des amtierenden Staatschefs Michail Saakaschwili der Deutschen Presseagentur in Tiflis. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich "empört". Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Regierung zu einer "gründlichen und unabhängigen Untersuchung" auf.

EPA/ZURAB KURTSIKIDZE

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Innenminister zurückgetreten

Innenminister Batscho Achalaja hatte am Vorabend die "moralische und politische Verantwortung" übernommen und seinen Rücktritt erklärt. Auch Saakaschwili gerät immer stärker unter Druck. Seit Tagen demonstrieren landesweit Zehntausende gegen Gewalt.

Studentenorganisationen forderten, die Täter zu bestrafen und die Verantwortlichen aus Regierungsämtern zu entlassen, wie ein Sprecher der Agentur Interpressnews sagte. Erst dann würden die Proteste beendet. Einige Medien berichteten, der zurückgetretene Achalaja sei ins Ausland geflohen. Dutzende Anhänger der Regierungspartei griffen Berichten zufolge Journalisten an, die Achalajas Vater um eine Stellungnahme gebeten hatten. Dabei seien mehrere Menschen verletzt worden.

(APA/dpa)

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5 Kommentare
Gast: Daimler
26.09.2012 20:18
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Billige Hetze

Wer sich als "Gast" so abfällig über Georgien äußert, hat sich schon selbst disqualifiziert. Gebildeten Menschen fallen bei Georgien Namen wie Rustaweli, Ilia Tschawtschawadse, Otar Isseliani, Tengis Abuladse, Gia Kantscheli, Lisa Batiaschwili, Paata Burtschuladse, Lado Ataneli oder Nino Machaidse ein. Bei Politikern kommen einem Namen wie Noe Schordania oder Herrscher wie Königin Tamar oder König David der Erbauer in den Sinn. Aber das ist natürlich alles eine Frage der Bildung.

Oh wie schön ist Georgien!

Der österreichische Asylgerichtshof, beurteilt Georgien als sehr sicheres Land und lehnt Asylanträge von Georgiern daher grundsätzlich ab. Erst unlängst hatte ich einen negativen Asylbescheid eines georgischen Armeniers vorliegen, der bereits 2007 von derartigen Vorfällen in einem Gefängnis in Tiflis berichtet hat. Sein Cousin wart dort inhaftiert und hat ihn während des Versuchs einer Revolte aus dem Gefängnis angerufen. Nur aufgrund dieses Anrufs wurde dieser Mann von der georgischen Polizei verhört, verprügelt und verfolgt. Nacdem er und seine Familiemit dem Tod bedroht wurden, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu fliehen.
Der Asylgerichtshof begründete Anfang 2012 den negativen Bescheid u.a. damit, daß solche Vorfälle aus Georgien nicht bekannt wären, ja nicht einmal Medienberichte darüber gäbe und die Schilderungen des Mannes über solche Zustände in den Gefängnissen nicht glaubwürdig seien...

Gast: Über die Lieblinge des Westens
22.09.2012 23:38
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Saakashvili, Tyrann, Folterchef und Liebling des Westens, vor allem der Deutschen

aber solche Lieblinge hatte der Westen immer:
Mobutu, Rios Montt, die diversen Pakistanischen Regierungen und Völkermörder (in Bengalen), Pinochet, Suharto, Trujillo, Batista (in Cuba vor Castro), wenn ich jetzt eine Stunde weiterdenke kommen ich sicher auf 100 Namen - und übrigens: auch Osama Bin Laden war mal im Sold der CÍA, das wurde vergessen

Gast: Armes Georgien
22.09.2012 22:47
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Außer Schewardnadse hatte Georgien entweder Verrückte oder Schurken zum Präsidenten

Gamsakurdia war verrückt, eine Schizophrener mit Größenwahn. Saakashvili ist eine Schurke und Mafiosi und wahrscheinlich auch verrückt, und Georgien wurde unter ihm zu einem Folterzentrum, das auch ausländische (westliche) Staaten benutzen.
Und was wird jetzt kommen, ein korrupter Milliardär ?
In irgendeiner Weise ist dort der Geist eines gewissen Herr Dschugashvili, genannt Stalin, noch präsent, auch wenn das Land jetzt prowestlich ist.

Gast: Armes Georgien
22.09.2012 22:43
0 0

Außer Schewardnadse hatte Georgien entweder Verrückte oder Schurken zum Präsidenten

Gamsakurdia war verrückt, eine Schizophrener mit Größenwahn. Saakashvili ist eine Schurke und Mafiosi und wahrscheinlich auch verrückt, und Georgien wurde unter ihm zu einem Folterzentrum, das auch ausländische (westliche) Staaten benutzen.
Und was wird jetzt kommen, ein korrupter Milliardär ?
In irgendeiner Weise ist dort eine gewisser Herr Dschugashvili, genannt Stalin, noch präsent, auch wenn es prowestlich ist.