Die Stiftung "Right Livelihood Award" ("Preis für richtige Lebensführung") hat am Donnerstag die Alternativen Nobelpreise nach Afghanistan, Großbritannien sowie in die USA vergeben. Die drei Preise sind mit insgesamt 150.000 Euro dotiert.
Die britische Anti-Rüstungsexportkampagne Campaign Against Arms Trade (CAAT) werde "für ihren innovativen und effektiven Widerstand gegen den globalen Waffenhandel" ausgezeichnet, teilte die "Right Livelihood"-Stiftung in Stockholm mit. Dank CAAT habe "das öffentliche Bewusstsein für den Waffenhandel zugenommen", meinen die Juroren für den Alternativen Nobelpreis.
Weitere Preisträger sind die Vorsitzende der unabhängigen Menschenrechtskommission von Afghanistan, Sima Samar, und der amerikanische Politikwissenschafter Gene Sharp.
Samar gilt als "Ärztin der Armen", Vorkämpferin für die Ausbildung von Menschen am Rand der Gesellschaft, Verfechterin der Gleichberechtigung von Frauen und Verteidigerin der Menschenrechte für alle. Seit 2002 ist sie Vorsitzende der unabhängigen Menschenrechtskommission von Afghanistan. Dies sei "ein Engagement, das sie ständiger Lebensgefahr aussetzt", schreibt die Stockholmer Preisstiftung.
"Dieser Preis ist für afghanische Frauen", sagte Samar der Nachrichtenagentur dpa in Kabul. Sie seien weiterhin Menschenrechtsverletzungen und Gewalt ausgesetzt. Als "Machiavelli der Gewaltlosigkeit" feiern die Preisjuroren den 84 Jahre alten Gene Sharp. Seine Studien zum gewaltfreien Widerstand seien im Dschungel von Burma genauso angewandt worden wie auf dem Kairoer Tahrir-Platz.
Der 90-jährige türkische Unternehmer und Umweltschützer Hayrettin Karaca erhielt den undotierten Ehrenpreis für "sein lebenslanges Eintreten für den Schutz der Natur, das den eigenen unternehmerischen Erfolg mit dem erfolgreichen Einsatz für die Umwelt verbindet".
Die Right Livelihood Awards wurden 1980 von dem deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll ins Leben gerufen und werden jedes Jahr kurz vor der Bekanntgabe der traditionellen Nobelpreise vergeben. Die diesjährige Preisverleihung findet am 7. Dezember im Schwedischen Reichstag statt.
(APA )
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