Nach der Schiffskollision in Hongkong mit 37 Todesopfern und mehr als hundert Verletzten hat die Polizei sechs Besatzungsmitglieder der beiden beteiligten Schiffe festgenommen. Den Verdächtigen werde Gefährdung des Lebens anderer vorgeworfen, sagte Hongkongs Sicherheitsminister Lai Tung Kwok am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Polizeichef Tsang Wai Hung schloss weitere Festnahmen nicht aus. Regierungschef Leung Chun Ying gab bei der Pressekonferenz bekannt, dass die Zahl der Todesopfer auf 37 gestiegen sei. 100 Menschen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht.
Der Unfall hatte sich am Vorabend ereignet. Das Schiff "Lamma IV" mit 124 Menschen an Bord ist mit einer Fähre mit etwa 100 Menschen vor der Hongkonger Insel Lamma aus noch unbekannter Ursache zusammengestoßen. Das Schiff sank binnen weniger Minuten zur Hälfte, nur sein Bug ragte aus dem Wasser. Die Fähre konnte leicht beschädigt zum Hafen zurückkehren.
An Bord der "Lamma IV", die dem Energieunternehmen Hong Kong Electric gehört, waren Angestellte des Konzerns und ihre Angehörigen unterwegs, um vom Wasser aus ein spektakuläres Feuerwerk anlässlich des chinesischen Nationalfeiertags zu sehen.
(APA/dpa)





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