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Europäischer Raumfrachter im All verglüht

03.10.2012 | 06:28 |   (DiePresse.com)

Der europäische Weltraumfrachter ATV-3 "Edoardo Amaldi" mit 1,2 Tonnen Abfällen an Bord wurde gezielt zum Absturz gebracht.

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Der europäische Weltraumfrachter ATV-3 "Edoardo Amaldi" ist in der Nacht zu Mittwoch gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht worden und in den dichten Schichten der Atmosphäre verglüht. Um 3.23 Uhr habe das automatische Raumschiff mit 1,2 Tonnen Abfällen an Bord zu existieren aufgehört, teilte das ESA-Kontrollzentrum im französischen Toulouse mit.

Der Frachter hatte am Freitagabend nach sechsmonatigem Gemeinschaftsflug von der Internationalen Raumstation ISS abgekoppelt. Als drittes von fünf europäischen Versorgungsraumschiffen hatte "Edoardo Amaldi" Ende März 6,6 Tonnen Nachschub zur Station gebracht.

Mission kostete rund 450 Millionen Euro

Das nach dem italienischen Physiker Edoardo Amaldi benannte Modell ist bereits der dritte ATV. Im August 2011 hatte er Bremen verlassen und war in Containern verpackt per Schiff nach Kourou in Französisch-Guayana gereist. Über mehrere Monate hatten Ingenieure ihn dort zusammengebaut, beladen und die Systeme immer wieder getestet. Dann hob das unbemannte Versorgungsschiff an Bord einer Ariane 5-Rakete vom Weltraumbahnhof ab und dockte an der ISS an.

Die Mission kostete rund 450 Millionen Euro. Bis 2014 sollen weitere Modelle folgen. Dann stellt die Europäische Weltraumbehörde ESA den Bau dieser Versorgungsschiffe ein. "Wir wollen weitergehen", betonte der Vorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Johann-Dietrich Wörner, per Telefonschaltung aus Kourou. "Dafür brauchen wir Unterstützung - auch finanzielle von Mitgliedstaaten, die bisher nicht so begeistert davon sind." Im November sollen die Esa-Mitgliedsländer auf einer Konferenz über die Zukunft des ATV entscheiden.

(APA/sda)

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7 Kommentare
Gast: Leider kein Kosmonaut
03.10.2012 16:22
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Das ist SO ungerecht!

Wenn ich meinen Restmüll in der Öffentlichkeit verbrenn' heissts immer "Tatbestand" "Illegal" "Kommens amal mit aufs Revier" balblablababla! Aber ISS Besatzung kommt weltweit in die Zeitungen für ihre Heldentaten.

ATV

transportiert nicht nur im All jede Menge Mist, sondern auch in Televisionsgeräten...

Gast: xxxx
03.10.2012 13:54
0 0

Wie kann in einem luftleeren und sauerstofffreien Raum was "Verglühen"????

Geht wohl physikalisch irgendwie nicht. Oder chemisch. Oder sonstwie.

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
03.10.2012 09:23
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Was mich dabei fasziniert:

Niemanden stört es, wenn dieses Ding mit nicht näher definiertem Schrott in unserer Athmosphäre verglüht. Verglühen bedeutet nicht verschwinden, sondern oxidieren! Da verteilen sich ein Haufen unbekannter Schadstoffe in der Athmosphäre und der Rest stürzt in den Pazifik. Wäre doch intelligenter, den ausgedienten Frachter in Richtung Sonne zu schicken.

Re: Was mich dabei fasziniert:

...zur Sonne schicken, wäre schön, zum Mond würde auch reichen, aber da sich dieser Raumfrachter nie aus dem Gravitationsfeld der Erde hinausbewegt hat, wäre dafür enorme Energie notwendig um das Ding aus der Umlaufbahn auf die lange Reise zu schicken.

Antworten Gast: X15TN
03.10.2012 09:46
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Re: Was mich dabei fasziniert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kosmische_Geschwindigkeiten#Erste_kosmische_Geschwindigkeit_oder_Kreisbahngeschwindigkeit

Informieren Sie sich bitte über den Unterschied zwischen der Kreisbahngeschwindigkeit und der Fluchtgeschwindigkeit der Erde.
Wieviel Energie braucht es um einen mehre Tonnen schweren Satelliten von 7,91 km/s auf 11,2 km/s zu beschleunigen?
Der notwendige Treibstoff muss erst mit in den Orbit, dann wäre eine stärkere, teurer und größere Trägerrakete, die selbst auch wieder verglüht...
Vom ökologischen Standpunkt aus macht das Verglühen in der Atmosphäre durchaus Sinn.

Gast: X15TN
03.10.2012 09:15
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Im All verglüht?

Wohl eher in der Erdatmosphäre.