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Vierfachmord in Frankreich: Angeblich Geld beschlagnahmt

05.10.2012 | 17:14 |   (DiePresse.com)

Vor einem Monat wurde in den französischen Alpen eine britische Familie regelrecht hingerichtet. Die Ermittler konzentrieren sich nun auf die Schweiz.

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Im Zusammenhang mit dem mysteriösen Vierfachmord in den französischen Alpen vor einem Monat ist einem Medienbericht zufolge Geld auf einem Bankkonto in Genf beschlagnahmt worden. Es gebe "eine Verbindung" des Geldes zur Opferfamilie, berichtete die Genfer Zeitung "Tribune de Genève" am Freitag auf ihren Internetseiten. Demnach war der ermordete Familienvater "kurz vor dem Drama" in Genf. Es soll einen Zusammenhang zu dem Genf-Besuch, dem beschlagnahmten Geld und dem Vierfachmord geben.

Der aus dem Irak stammende Brite Saad, seine Ehefrau, deren Mutter und ein offenbar zufällig vorbeikommender französischer Radfahrer waren am 5. September auf einem Waldparkplatz nahe der ostfranzösischen Ortschaft Chevaline bei Annecy mit Kopfschüssen getötet worden.

Die Familie machten in der Region Urlaub. Die vierjährige Tochter überlebte unverletzt, ihre siebenjährige Schwester wurde schwer verletzt. Die Hintergründe der Tat, die international für Entsetzen sorgte, liegen im Dunkeln.

Zeugen weiterhin gesucht

Nun wollen die französischen Behörden nach Angaben des Staatsanwalts von Annecy, Eric Maillaud, einen neuen Zeugenaufruf starten. "Wir versuchen jemanden zu finden, der vielleicht etwas für die Ermittlungen Wichtiges gesehen hat, etwa das vorbeifahrende Auto der Familie oder andere Fahrzeuge, und sei es nur um genau feststellen zu können, wo die Familie wann entlanggefahren ist." Demnach werteten die Ermittler auch Fotos der Familie aus, die diese wenige Stunden vor der Tat machte.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Familienvater zum Ziel des Angriffs wurde. Mögliche Hintergründe sind laut den Ermittlern sein Beruf als Ingenieur im sensiblen Luft- und Raumfahrtsektor, seine irakische Herkunft und ein möglicher Disput um Geld mit seinem Bruder, den dieser aber bestreitet.

Flüchtete Täter in die Schweiz?

Die französischen Ermittler interessierten sich für die Schweiz bisher vor allem, weil dorthin die Flucht des oder der Täter geführt haben könnte. Die französischen Behörden haben die Schweiz um Amtshilfe gebeten, ein Genfer Staatsanwalt ermittelt in dem Fall.

(APA/AFP)

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1 Kommentare
Gast: gast009
05.10.2012 18:17
0 0

Mein Beileid

der Familie des franz. Radfahrers.