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Rekordversuch: "Baumgartner hat Fifty-fifty-Chance"

09.10.2012 | 09:11 |  von Siobhán Geets (Die Presse)

Die größten Risken bei Baumgartners Sprung aus 36 Kilometer Höhe sind mögliche Schäden am Raumanzug und unkontrolliertes Trudeln während des Falls. Der Extremsportler hat sich darauf fünf Jahre lang vorbereitet.

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Roswell/Wien. Fünf Jahre lang hat er sich vorbereitet, am Dienstag soll es so weit sein: Um 14 Uhr MESZ will der Salzburger Extremsportler Felix Baumgartner in einer Raumkapsel von Roswell, New Mexico, abheben und danach in 36.576 Meter Höhe abspringen. Der 43-Jährige will der Erste sein: Nur durch einen Raumanzug geschützt, soll er im freien Fall die Schallmauer durchbrechen und mit bis zu 1200 km/h zurück Richtung Erde rasen. Läuft alles wie geplant, könnte er knapp 4300 Meter mit dem Kopf voran zurücklegen, bis er schließlich von dichterer Atmosphäre abgebremst wird.

Hier geht es zum Live-Bericht.

Doch in der extremen Höhe lauern zahlreiche Gefahren. Verlässt Baumgartner die Raumkapsel 36 Kilometer über der Erdoberfläche, befindet er sich in der Stratosphäre – dort ist die Luft extrem dünn und bietet auch keinen Widerstand. Sein Raumanzug dürfte ihn zwar vor der extremen Kälte von minus 60 Grad schützen, die größte Gefahr ist jedoch der „Flat Spin“, das sind unkontrollierte Drehungen im freien Fall. „Wenn man im Raum ohne Luftwiderstand eine Bewegung einleitet, dann setzt sie sich fort“, erklärt Wolfgang Köstler von der österreichischen Akademie für Flugmedizin. „Das Drehen in eine Richtung ist eine extreme Belastung für Kreislauf und Hirn, die zur Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen kann.“

Vom Aufstieg zum freien Fall
Felix Baumgartner wird am heutigen Dienstag bei seinem Sprung aus einer Raumkapsel aus 36.576 Metern Höhe versuchen, die Schallmauer im freien Fall zu durchbrechen. Gefahren lauern dabei sowohl beim Aufstieg als auch im freien Fall.

>> Mehr: Die Zahlen zum Rekordsprung

Bewusstlos Richtung Erde

Eine Kostprobe davon, was es bedeutet, mit einer Drehgeschwindigkeit von etwa 300 Kilometern die Stunde Richtung Erde zu rotieren, bekam der damalige Testpilot der US-Airforce Joseph Kittinger bei Vorbereitungen zu seinem Sprung aus 31.333 Metern im Jahr 1960. Zuvor war Kittinger bei einem Testsprung ins Trudeln geraten, die Fliehkraft war so stark, dass er seine Arme nicht mehr anziehen konnte, um sein Höhenmessgerät zu überprüfen. Kittinger wurde ohnmächtig, sein Fallschirm öffnete sich automatisch.

Auch Baumgartners Schirm wird sich von allein öffnen, doch verhindert dies keine Langzeitfolgen durch den Spin. „Es könnten schwere Störungen entstehen, die bleiben könnten“, sagt Köstler. Bei seinem Testsprung aus 29,6 Kilometer Höhe schaffte Baumgartner es zwar, einen Spin zu vermeiden, doch „sieben Kilometer mehr machen dort oben einiges aus“, sagt Köstler: Die Wahrscheinlichkeit des Trudelns sei noch größer.

Die zweite große Gefahr ist, dass Baumgartners Raumanzug der Schallgeschwindigkeit nicht standhält: Das kleinste Loch im Material und Baumgartners Blut würde durch den geringen Luftdruck zu sieden beginnen. Ob der spezielle Raumanzug der Belastung durch die Geschwindigkeit standhalten wird, weiß niemand.

Stratos-Projekt: Wie Felix Baumgartner vier Weltrekorde brechen will

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Gigantisches Marketingprojekt

„Baumgartner hat eine Fifty-fifty-Chance, dass alles gut geht“, schätzt Köstler. „Er hat ein gutes Team, aber es gibt viele Unbekannte, die man nicht kalkulieren kann“, sagt der Experte. Über Red Bulls PR-Maschinerie wird zwar immer wieder betont, dass der Versuch wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse für die Weltraumfahrt liefern könnte, doch handelt es sich in erster Linie um ein gigantisches Werbe- und Marketingprojekt. Überlebt Baumgartner den Sprung, ist es der größte Erfolg in einer Reihe von Red-Bull-gesponserten Events rund um den Extremsport. „Es wäre eine Sensation“, sagt Köstler, „vor allem für Baumgartner.“

Der zeitplan (MESZ)
- 7 Uhr - Vorbereitung und Auslegung des Ballons.
- 14 Uhr - Startfenster öffnet sich
- Der Aufstieg dauert etwa drei Stunden
- ca. 18 Uhr - Absprung aus der Kapsel
>> Mehr ...

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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138 Kommentare
 
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Gast: aufmerksamer123
16.10.2012 08:09
2 0

5 Milliarden Zuseher

da sieht man wieder mal wie sehr man der Presse (im Allgemeinen) glauben darf: es ist doch eher unwahrscheinlich das fast die komplette Weltbevölkerung dieses Video gesehen hat...

Re: 5 Milliarden Zuseher

Na so hoch oben werden's auch welche von Außerhalb sein können. Marsianern & Co. wird ja sonst noch fad, wenn's nicht die Erdlinge gäbe.

Gast: fredel
15.10.2012 11:55
0 0

hitzeschild

wie wurde der baumgartner gebremst. hatte er ein hitzeschild??

Gast: LordRade
14.10.2012 19:18
0 1

Pilot

hijodeputin kannst du nicht lesen du armer? wasn los mit dir? immer nur leute kritisieren anstatt selber was schlaues zu sagen...traurig.

rough_rider
Der schnellste Ausstieg aus einen Flugzeug war z.bsp. von einem Russischen Piloten bei 2,6 Mach. Der Fallschirm ging dann bei 900 km/h auf, der Pilot hat überlebt.

der satz ist für mich völlig schlüßig und gut verständlich, also völlig unnötig dein übertriebenes handeln. und dafür drückst du honk dem noch ein minus auf? haha peinlich bist du.

by the way....joseph kittinger hat das auch absolviert...mit der technik der 1960er. und felix? meint ihr es ist vergleichbar mit der heuteigen hightech? wohl eher nicht. felix wird allenfalls etwas nachmachen und leicht verbessern. aber besser als kittinger ist er nicht. dazu müßte er den gleichen sprung aus seiner wahlhöhe mit der alten technik absolvieren...dann wäre es eine neuheit.

so ist es nur abgekupfert und nachgemacht.

mfg
LR


Gast: LordRade
14.10.2012 19:15
0 1

Pilot

hijodeputin kannst du nicht lesen du armer? wasn los mit dir? immer nur leute kritisieren anstatt selber was schlaues zu sagen...traurig.

rough_rider
Der schnellste Ausstieg aus einen Flugzeug war z.bsp. von einem Russischen Piloten bei 2,6 Mach. Der Fallschirm ging dann bei 900 km/h auf, der Pilot hat überlebt.

der satz ist für mich völlig schlüßig und gut verständlich, also völlig unnötig dein übertriebenes handeln. und dafür drückst du honk dem noch ein minus auf? haha peinlich bist du.

by the way....joseph kittinger hat das auch absolviert...mit der technik der 1960er. und felix? meint ihr es ist vergleichbar mit der heuteigen hightech? wohl eher nicht. felix wird allenfalls etwas nachmachen und leicht verbessern. aber besser als kittinger ist er nicht. dazu müßte er den gleichen sprung aus seiner wahlhöhe mit der alten technik absolvieren...dann wäre es eine neuheit.

so ist es nur abgekupfert und nachgemacht.

mfg
LR


Ich hab' jetzt...

...den Fernseher während der Übertragung des Hypes vor den Ofen gestellt. Bis jetzt habe ich meinen Hund noch nicht hervorgelockt!

Gast: Sickrät Servies
09.10.2012 15:24
4 0

Gegen den James Bond ist der Baumgartner ein Zumpferl!


Gast: Wappler
09.10.2012 15:23
1 0

Ob är äs schavvt ???


Der brafe bua ...

Hätten nicht schon vor ihm...

vergleichbare Leistungen bei weitaus schlechterem Material vollbracht, wärs ja richtig kuuhl. Leider wird seitens Red Bull/Baumgartner gerne auf solche Stories verzichtet und das Projekt/das Ego gehypt.

http://artofmanliness.com/2010/10/07/skydiving-from-space-part-ii-nick-piantanidas-magnificent-failure/

Project Strato-Jump II, February 2, 1966
123,500 feet (21.21 miles)

===

Der schnellste Ausstieg aus einen Flugzeug war z.bsp. von einem Russischen Piloten bei 2,6 Mach. Der Fallschirm ging dann bei 900 km/h auf, der Pilot hat überlebt.

===


"...von einem Russischen Piloten..."

Wer oder was ist aus dem "Russischen Piloten" ausgestiegen?
"Der schnellste Ausstieg aus einen(sic!) Flugzeug war z.bsp.(wieso zum Beispiel?) von einem Russischen(sic!) Piloten bei 2,6 Mach." = falsch
"Der schnellste Ausstieg aus einem Flugzeug erfolgte durch einen russischen Piloten bei 2,6 Mach. Geschwindigkeit."

Gast: hansibua
09.10.2012 14:39
0 0

bond

hoffentlich wird das keine werbung für den neuen james bond film "skyfall" ;-)

Gast: Hmm.
09.10.2012 14:27
4 1

50/50??

Red Bull kann es sich gar nicht leisten, dass etwas schiefgeht. Das Geplapper von 50/50 ist ein künstliches Hochtreiben der Gefährlichkeit der "Mission".

Warum nennen die das überhaupt so? Es schickt sie ja keiner rauf...

Gast: elli
09.10.2012 14:23
4 0

Baumgartner

Ich hoffe vür felix das er es Schafft

Antworten Gast: bad boy
09.10.2012 15:16
1 2

Re: Baumgartner

Mir ist der Baumgartner sowas von Wurst.

Aber ich hoffe, elli, du lernst vielleicht einmal die Rechtschreibung.

Gast: grazerin
09.10.2012 13:55
2 0

Laut Servus TV wird der Sprung abgesagt!


Antworten Gast: hkl.e
09.10.2012 15:21
0 0

Re: Laut Servus TV wird der Sprung abgesagt!

Aber geh, der Surm hupft schon.

3 2

brzzzl

Also ich finde es toll, dass mal wieder so etwas gemacht wird...vor allem die Daten die die Wissenschaft daraus ziehen wird können.
Hoffe es zahlt sich aus für zukünftige Technologien.

Gast: Ösi
09.10.2012 13:17
9 5

Lächerlich!

Joe Kittinger sprang mit Skianzug und Wollhaube! Das war 'ne Leistung!!!

good riddance

Ösi

Get rich or die tryin'

Einzig fahler Beigeschmack ist, dass Herr Baumgartner etwas viel Vorbereitungszeit benötigte. Ich denke, dies liegt daran, dass Red Bull das Geschehen rund um den Sprung noch mehr Medial ausschlachten kann.

PS: Den Sprung zieh ich durch, selbst wenn ich an einer Influenza leide und noch die Essigpatscherl umgewickelt habe.

Uje, all in vain!

"...mehr Medial..."(sic!)
Sie wickeln sich die Essigpatscherln um und wir ziehen uns Windeln an, da wir uns bei Ihrer Rechtschreibung vor lauter Lachen ansch...en!

Antworten Gast: Das dritte Auge
09.10.2012 13:22
5 0

Re: Get rich or die tryin'

Wer sich Informiert ist klar im Vorteil.

Red Bull bzw. Baumgartner hat ursprünglich gedacht dass er sich da einfach mit einem Ballon hinauf lässt. Abspringt und das wars.

Dem war aber nicht so. Je mehr er sich damit beschäftigt hat desto schwieriger wurde alles (auf Grund der Gegebenheiten)

Schließlich hat sich die NASA und sogar die US-Air-Force mit eingeschalten. Und nun wurde aus einem Weltrekortversuch ein Forschungsprojekt.

Eines von den wenigen wo Österreich wenigstens einmal an der Spitze steht.

Weder Wissenschaft noch das Verteidigungsministerium haben auch nur einen Cent dazu geschenkt.
Dietrich Mateschitz hat einen großteil aus der Werbekasser von Red Bull gezahlt.

Aber selbst jetzt wo wir uns alle einfach zurücklehnen könnten und einem Österreicher alles Gute Wünschen und uns mit ihm freuen könnten für sein Projekt gibt es noch genug Leute die Felix Baumgartner oder Red Bull alles mögliche vorwerfen, unterstellen und Neid erster Klasse sprühen lassen.

Re: Re: Get rich or die tryin'

Mein Kommentar war ironisch gemeint. Was den Sprung betrifft bin ich ganz bei Ihnen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Das dritte Auge
09.10.2012 14:27
0 0

Re: Re: Re: Get rich or die tryin'

Na gut!

Nur es ist inzwischen sehr Schwer davon zu unterscheiden. Da manche tatsächlich Felix und Red Bull alles mögliche unterstellen oder vorwerfen.

Wenigstens weiß man bei diesem Projekt wofür man all die kleinen und großen Dosen getrunken hat :-)

Re: Re: Re: Re: Get rich or die tryin'

Wie wahr, wie wahr! Ich trink's auch gern - vor allem nach dem Sport.

"Ich trink's auch gern..."

Wie interessant! Vielleicht können Sie uns auch an Ihren Ausscheidungsvorgängen teilhaben lassen?

Re: "Ich trink's auch gern..."

Das hätten Sie wohl gerne, hm?

 
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