Ein 32-jähriger Burgenländer sitzt wegen des Verdachts des Waffenschmuggels bereits seit 2. November des Vorjahres in Kairo in Untersuchungshaft. Nun ist er im ägyptischen Gefängnis an einer Lungenentzündung erkrankt. Entgegen anderslautender Medienberichten schwebe Hannes F. aber nicht in Lebensgefahr, teilte seine Ehefrau am heutigen Dienstag der Austria Presseagentur mit. Ihr Mann werde ärztlich betreut, ihm wurden Medikamente verabreicht. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut", berichtet Lisa F.
Vergangene Woche habe sich offenbar schon eine Erkältung angekündigt. Vor kurzem sei dann eine Lungenentzündung diagnostiziert worden, erklärte die Ehefrau. "Ich habe in Österreich auch noch Rücksprache mit einer Ärztin gehalten, die mir bestätigt hat, dass die Medikamente, die er bekommt, passen. Sie hat allerdings empfohlen, ein weiteres Medikament dazu zu verabreichen, das ihm nun durch einen Vertreter der Botschaft in Ägypten besorgt und am Donnerstag bei einem Besuch gebracht wird", sagt Lisa F.
Ihr Mann habe bereits seit längerer Zeit gesundheitliche Probleme. Schon vor einigen Wochen bzw. Monaten habe er mitgeteilt, dass er auf keinen Fall in das Gefängniskrankenhaus gebracht werden wolle, hielt sie fest.
Gewehre und Munitionim Gepäck
Hannes F. war im vergangenen November mit vier deklarierten Gewehren und 200 Schuss Munition zur Bewachung eines Schiffstransports nach Ägypten gereist. Noch am Flughafen klickten die Handschellen. Seither befindet er sich in U-Haft. Der Prozess gegen ihn soll am 27. November (dabei handelt es sich um die zehnte Verhandlung, Anm.) fortgesetzt werden. "Hannes Anwalt wird nun beantragen, die nächste Verhandlung aufgrund seines gesundheitlichen Zustands vorzuziehen und im Oktober den Prozess fortzusetzen", sagt Lisa F.
(APA)
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