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"Stratos": Auch am Donnerstag kein Baumgartner-Sprung

10.10.2012 | 20:11 |   (DiePresse.com)

Das Wetter macht dem Extremsportler Felix Baumgartner wieder einen Strich durch die Rechnung. Der nächste Versuch soll am Sonntag oder Montag erfolgen.

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Weiterhin warten heißt es für Felix Baumgartner. Auch am Donnerstag kann der Salzburger Extremsportler keinen Sprung aus 36 Kilometern Höhe wagen, wurde vor kurzem bekanntgegeben. Die Chance, am Donnerstag zu starten, wurde zuänchst noch auf 50 zu 50 geschätzt, hieß es von Red Bull. Der nächste Versuch für den Stratosphären-Sprung wird vermutlich am Sonntag oder Montag stattfinden. Wie "Red Bull Stratos"-Wetterchef Don Day am Mittwochvormittag (Ortszeit) vor Medien sagte, gebe es Ende dieser bzw. Anfang nächster Woche wieder ein gutes Zeitfenster.

Das Team bereitet sich nun für den Sonntag für den Sprung von Baumgartner vor, erklärte der technische Leiter Art Thompson. Der Sprung soll kurz vor Sonnenaufgang gegen 6.30 Uhr (14.30 Uhr MESZ) erfolgen, so Don Day. "Technik kann man kontrollieren, das Wetter leider nicht", meinte Thompson. Day hat das mögliche Wetterfenster mit einem Computermodell geplant, das die nächsten 15 Tage voraussagen kann. Wie es dann sonntags oder montags aussehe, könne erst kurz vor dem Sprung gesagt werden. "Bezüglich Windgeschwindigkeiten schaut es aber gut aus."

"Zu bewölkt ... und der Wind ist zu stark"

Am Dienstag hatte Wind das Vorhaben vereitelt, kurz vor dem geplanten Sprung erfolgte der Abbruch. Der zunächst geplante Launch am Donnerstag findet nicht statt. "Es ist zu bewölkt, es regnet und der Wind ist zu stark", sagte Day weiters. Der Mittwoch kam aus mehreren Gründen gar nicht infrage: "Das Wetter wird schlechter, der Wind nimmt weiter zu und unsere Crew muss sich erholen. Wir können das Team nicht eine weitere Nacht durcharbeiten lassen", erläuterte Thompson.

"Dachte, das sei ein Scherz"

Auf den Abbruch vom Dienstag hat der Salzburger Extremsportler Felix Baumgartner überrascht und enttäuscht reatgiert. "In der Kapsel konnte ich nicht sehen, was mit dem Ballon passiert. Als mir Art mitteilte, dass wir abbrechen müssen, dachte ich zuerst, das sei ein Scherz. Niemals hätte ich daran gedacht, dass die Bedingungen nicht passen könnten", sagte der Salzburger.

Wind- und Funkprobleme

Der Rekordversuch in Roswell war ursprünglich schon für Montag angesetzt, wurde wegen starken Windes und kalter Temperaturen aber auf Dienstag verschoben. Auch da verzögerte sich der für 6 Uhr Ortszeit geplante Start zunächst für mehrere Stunden. "Anfangs waren die Bedingungen am Boden ruhig, aber in einer Höhe von 200 Metern war der Wind für den riesigen Ballon zu stark. Daher entschieden wir uns den Countdown zu stoppen und abzuwarten. Wie berechnet, wurden die Winde schwächer und wir setzten die Mission fort", erläuterte "Red Bull Stratos"-Metereologe Don Day.

Schwierigkeiten bereiteten auch Funkprobleme zwischen dem Mission Controll Center und Baumgartner, der bereits in seiner Druckkapsel saß, diese konnten aber bereinigt werden. Der Salzburger war schließlich noch wenige Minuten von seinem Aufstieg in die Stratosphäre entfernt, als eine Windböe von etwa 40 km/h den fast 200 Meter hohen Heliumballon an seiner Spitze erfasste. Dabei drehte sich der mit 850.000 Kubikmetern Helium gefüllte Ballon um sich selbst, weshalb eine Beschädigung des sehr dünnen Polyäthylens nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Ballon-Hülle ist zehnmal dünner als das Material eines gewöhnlichen Plastiksackerls. Um 11.42 Uhr Ortszeit (19.42 MESZ) erfolgte schließlich der Abbruch. "Es war nur ein kleines Fenster, das wir knapp verpasst haben", resümierte Day.

"Ab diesem Moment konnten wir die einwandfreie Funktion des Ballons nicht mehr garantieren. Es war unklar, wie er sich beim Start verhalten würde. Daher kam er für die weitere Verwendung bei einem bemannten Flug keinesfalls infrage", begründete Thompson die Entscheidung.

"Wir sind bereit."

Aufgeben kommt für den Salzburger auf keinen Fall infrage: "Wir sind so weit gekommen, es gibt jetzt kein Zurück. Ob morgen oder nächste Woche ist mir egal, aber ich will noch dieses Jahr in die Stratosphäre. Wir sind bereit", sagte der 43-Jährige.

"Das Glück war heute nicht auf unserer Seite", resümierte Baumgartner nach der Absage auch auf seiner Facebook-Seite. Sicher sei, dass es einen neuen Versuch geben würde. "Keep your fingers crossed", schrieb der Salzburger und hoffte damit auf weitere Unterstützung seiner zahlreichen Fans.

Baumgartner bereitet sich seit fünf Jahren auf das Projekt vor. Bei einem erfolgreichen Sprung würde der Salzburger gleich vier Rekorde brechen: die höchste bemannte Ballonfahrt, den längsten freien Fall, das Durchbrechen der Schallmauer als erster Mensch im freien Fall sowie den höchsten Absprung der Welt.

(APA)

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72 Kommentare
 
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Gast: Take ONE und es ist ein klax to be free
11.10.2012 21:07
0 0

Warum ist der Ballon so derartig dünn?

Warum muss der Ballon so dünn sein? Ich meine, wenn die Dicke etwas stärker wäre, wäre auch der Ballon sicherer.

In diesen Höhen kann es zu Luftlöchern kommen und zu Turbulenzen die jeder kennt, der öfter fliegt.

Wäre da eine Ballonwand von 1 mm Dicke nicht wesentlich sinnvoller?

Gast: geh anders
11.10.2012 15:14
0 0

!

naja, sieht zumindest nicht aus wie tür nr 16. auf den zweiten blick für mich.

Gast: Kaffeehäferlexperte
11.10.2012 14:29
1 0

Zu viel

Respekt vor dem Mut und der Professionalität des Hrn. Baumgartners, aber langsam wird mir der Lärm um diese Aktion doch etwas zu viel.

Gast: vito c
11.10.2012 11:25
0 0

wag the dog

das alles erinnert ein wenig an den film wag the dog, an das warten auf old shoe.

und deshalb meine frage: gibt es diesen baumgartner überhaupt in wirklichkeit?
oder handelt es sich vielmehr um einen rein fiktionalen charakter?
un findet das angebliche spektakel dort in der wüste in den usa wirklich statt. schön langsam halte ich das ganze für ein rein fiktionales konstrukt.


Re: wag the dog

Es gibt ihn angeblich wirklich, zumindest soll er einmal von einem Yeti gesehen worden sein.

Pardon, da habe ich ihn wohl jetzt mit einem anderen Menschen verwechselt.

2 0

Liest man sich die Kommentare druch ....

... kommt man zu dem Schluss:
Für den Österreicher kommt der Strom aus der Steckdose und der höchste Grad an wissenschaftlicher Forschung findet am Sonntag im Fussballstadion statt.

Traurig.

Antworten Gast: Bergbauer
11.10.2012 11:44
0 0

Auch am Freitag

wird es keinen Start geben.

Literaturtipp

Baumgartner kann ja in der Zwischenzeit "Warten auf odot" lesen.

Mich würde interessieren wie das Verhältnis vom RedBull Sportsponsoring zu den Spenden der Firma RedBull für Hilfsorganisationen verhält.

5 1

Man fragt sich was bei manchen Österreichern falschläuft

wenn man sich die negativen Kommentare hier durchliest.

Immer wieder diesen Artikel anzuklicken nur um dann den x-ten Kommentar darüber abzugeben, wie sinnlos, langweilig und was für eine Geldverschwendung diese Aktion doch sei, lässt höflich formuliert auf eine gewisse Verhaltensoriginalität schließen.

Manche Dinge macht man einfach weil es für manche Menschen reizvoll ist die Grenze des menschenmöglichen auszuloten. Erinnern möchte ich da nur einmal an die Antwort von George Mallory auf die Frage eines Reporters warum er den Mount Everest besteigen wolle: "Weil er da ist."

Ich finde es jedenfalls interessant dieses Abenteuer zu verfolgen und wünsche Felix Baumgartner, dass es glückt.

Gast: gast:1
11.10.2012 06:42
3 6

Image

Ich halte diese Aktion für eine masslose Verschwendung an Zeit und Geld - kaum vorzustellen, was man mit diesen Ressourcen "Positives" bewirken könnte...

Deswegen wirkt dieses Unterfangen bei mir so, dass meine Wertschätzung der Firma RedBull sinkt, statt steigt; sorry.

2 0

Re: Image

Das ist wenigstens "Red Bull" Geld und nicht die Milliarden, die unser Staat verantwortungslos versenkt - nur hier ist auch mein Steuergeld dabei.

Gast: the raptor
11.10.2012 05:21
1 0

Gä...

...hn.

4 0

Das ist der letzte Wink des Himmels!

Er sollte besser nicht springen,

Gast: Der Wind
10.10.2012 20:32
1 16

Wem interessiert diese Prolo-Aktion?


3 0

Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Neidquatscher

9 0

Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

wem? Danke setzen

Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Ihnen wahrscheinlich nicht. Mir auch nicht besonders. Bestimmt vielen anderen Leuten.

Antworten Antworten Gast: UKW
10.10.2012 23:39
1 0

Re: Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Lieber Herr Pfefferstreuer,

ich habe ein Fehlersuchrätsel zusammengestellt.

Wen interessiert diese Prolo-Aktion?

Sie wahrscheinlich nicht. Mich auch nicht besonders. Bestimmt viele andere Leute.

Re: Re: Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Kleiner Tipp: Suchen Sie den Fehler in "Wem interessiert ...".

Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Wenn man "prolo" gleichsetzt mit schlechten Deutsch, dürften Sie sehr interessiert an der Sache sein...

Re: Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Wieso "Prolo"?

Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

mich zb .

Antworten Gast: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
10.10.2012 21:39
7 0

Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

Wen....

1 0

Re: Re: Wem interessiert diese Prolo-Aktion?

mir auch!!

Gast: UKW
10.10.2012 20:30
0 5

Ab sofort trinke ich wieder Milch statt Redbull

Sonst mache ich mich auch noch ins Bluserl.

Milch verleiht Vlügel!!!

Gast: habemus nikodemus
10.10.2012 19:44
2 6

Die Neidgesellschaft,

der alte österreichische Mythos, der so nie existiert. Was existiert, ist eine Art "Abschaugesellschaft", die als Neidgesellschaft verstanden wird, man braucht nur in dieses Forum zu sehen: wer (berechtigt) kritisiert, wird runtergestrichelt und als Neider verhetzt.

Was ist der Antrieb dafür? Die Hoffnung stolz im Ausland sagen zu können: I am from Austria. Und dann zu hören: WOW, so you are from Felix country?!?! Do you happen to know him? OMG OMGOMG!!!!!

Kaum. 3 Tage nach dem Sprung ist Baumgartner vergessen, außer vielleicht in der öst. Abschaugesellschaft. Oder wer kennt noch den bisherigen Rekordhalter?

 
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