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London: Mit Alkoholverbot gegen Sexattacken?

14.10.2012 | 18:20 |  Von unserer Korrespondentin JULIA KASTEIN (Die Presse)

Um Vergewaltigungen zu verhindern, will die Londoner Polizei "problematischen" Pubs und Klubs den Zapfhahn zudrehen - Branchenvertreter rebellieren.

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London. Kneipen und Nachtklubs galten schon vor fast 100 Jahren Puritanern und den Verfechtern der Prohibition als sündige Lasterhöhlen, in denen der „Teufel“ Alkohol fließt und Kriminalität sprießt. Dieser Logik folgend hat nun der frisch gebackene Chef der Sondereinheit für Sexualdelikte bei der Londoner Polizei Pubs und Klubs in der Hauptstadt ins Visier genommen.

Kneipen, in deren Räumen oder in deren Umfeld statistisch gesehen besonders viele Sexualstraftaten vorkämen, würden künftig ihre Alkohollizenz verlieren und geschlossen, sagte Michael Duthie in einem Interview mit dem „Guardian“: „Wenn einer nachts auf der Hauptstraße von Lewisham (Stadtteil von London, Anm.) eine Glasflasche in den Hals gerammt bekommt, dann würden wir auch die Lizenzregeln nutzen, um den Laden zu schließen. Nur für Sexualstraftaten haben wir das bislang nicht getan.“

In Großbritannien werden Frauen nach einer Erhebung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2010 fast dreimal so häufig Opfer einer Vergewaltigung wie etwa in Österreich. Zwar ist die Zahl der gemeldeten Fälle in London im vergangenen Jahr um 15 Prozent gesunken, doch Duthie vermutet, dass viele Frauen schlicht das Vertrauen in die Polizei verloren hätten und gar nicht erst Anzeige erstatten würden.

 

Ungewöhnliche Methoden

Seine Sondereinheit machte jüngst Schlagzeilen, weil ein Beamter über Jahre ein Dutzend Vergewaltigungsfälle nicht untersuchte, Beweismittel unterschlug und so Verurteilungen verhinderte.

Duthie will nun das Image seiner Einheit aufpolieren und mit ungewöhnlichen Methoden auch nie überführte Sexualstraftäter aus dem Verkehr ziehen: „Das sind ,Al-Capone-Taktiken‘. Wir werden sie vermutlich wegen etwas anderem als Vergewaltigung verurteilen. Aber wir wollen sie nicht da draußen haben und zulassen, dass sie Sexualstraftaten verüben – und wenn sie den Führerschein entzogen bekommen oder wegen Waffenbesitzes eingesperrt werden, dann hilft das auch, Vergewaltigungen zu verhindern.“

Die „British Beer and Pub Association“ reagierte verstört auf die Pläne: „Wir sind schon etwas verwundert“, erklärt Sprecher Neil Williams im Gespräch mit der „Presse“. „Schließlich gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass solche Verbrechen besonders häufig in Kneipen und Bars stattfinden. Außerdem klingt das ja fast so, als ob die Polizei die Kneipenbetreiber mitverantwortlich machen würde.“ Der Branchenvertreter weiter: „Aber bei einer Vergewaltigung ist schließlich nur der Täter selbst verantwortlich.“

 

„Frauen wird nicht geglaubt“

Auch die Opferorganisation „Women Against Rape“ wies die neue Strategie als „Ablenkungsmanöver“ zurück. Frauen scheuten sich, zur Polizei zu gehen, weil ihnen zu oft nicht geglaubt und in 90 Prozent der Fälle die Täter nicht verurteilt würden. „Die Opfer wollen, dass die Täter wegen Vergewaltigung verurteilt werden und nicht wegen irgendetwas anderem“, sagt eine Sprecherin.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2012)

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24 Kommentare
Gast: gast999
15.10.2012 22:36
0 0

schon irre diese aussage

schon irre diese aussage

Auch die Opferorganisation „Women Against Rape“ wies die neue Strategie als „Ablenkungsmanöver“ zurück. Frauen scheuten sich, zur Polizei zu gehen, weil ihnen zu oft nicht geglaubt und in 90 Prozent der Fälle die Täter nicht verurteilt würden.

na eine aussage einer frau kann nun mal auch nicht für eine verurteilung ausreichen, es gibt nicht wenige frauen, die diesbezüglich lügen -
und das nicht nur im falle von sorgerechtskonflikten

http://www.noen.at/news/chronik/Echt-oder-vorgetaeuscht;art151,140095

Leo Lehrbaum, Leiter der Gruppe „Sitte“ des Landeskriminalamts NÖ sagt
Dennoch, unabhängig aller realen Missbrauchsfälle, hat er im Rahmen seiner Erhebungen in letzter Zeit eine bedenkliche Entwicklung festgestellt. „Durchschnittlich vier von fünf Anzeigen entpuppen sich nach den Befragungen als erfunden!“

Gast: nina blum
15.10.2012 16:23
1 1

Wow! Die Polizei versagt planmäßig wie immer und überall. Und dann wollens auch noch den Alkoholausschank verbieten und vegessen, dass ohne diesen der Polizeidienst zusammenbricht

Sollen mal was hackeln.

6 2

Wer beim Thema "Sexattacken"

einen unmittelbaren Zusammenhang zur sogenannten "Religion des Friedens" herstellt, hat zwar recht, wird aber gnadenlos 10siert.

Antworten Gast: Huni
15.10.2012 19:10
0 0

Re: Wer beim Thema "Sexattacken"

Meinen Sie jetzt Christen, die saufen dürfen, oder meinen Sie Muslime die nicht saufen düfen ?;-)

aufreizend

gekleidete halbnackte Frauen angucken sollte man verbieten
visuelle Vergewaltigung

Die Personalreserven bei den Briten

dürften schon ziemlich aufgebraucht sein. Anders kann man es nicht erklären, wie es dieser Kreuzritter des Guten in die Chefetage bei der Polizei geschafft hat. In einem halbwegs ordentlich regierten Land würden solche Kapazunder wohl gerade mal als Dorfdeppen durchgehen... ;-)

Hätte auch 2 Vorschläge

Sämtliche Briten müssen Ihr Werkzeug abgeben. Heimwerkerläden werden zugesperrt. Dann gibts sicherlich weniger Einbrüche.

Sämtliche Briten müssen Ihr gesamtes Vermögen abliefern. Dann gibts auch kein Glücksspielproblem mehr.

Re: Hätte auch 2 Vorschläge

Die Briten sind nicht das Problem bei dem im Artikel erwaehnten Delikt.


1984

England kommt der Vision des gläsernen Menschen mittlerweile schon verdammt nahe. Angeangen von flächendeckender Videoüberwachung, bishin zu "ethnic profiling", präventiver Sippenhaftung, usw.
Nach der Theorie aller Vertreter der Ich-hab-doch-nichts-zu-verbergen-Theorie, müsste es in England die wenigsten Verbrechen weltweit geben.
Aber irgendwie ist das Gegenteil der Fall.

Egal, hauptsache alle anderen Länder steuern unreflektiert auf dasselbe Chaos zu.

Antworten Gast: gast999
15.10.2012 17:40
1 0

Re: 1984

das stimmt leider aber wahr zu 100%

und immer dann wenn die polizei versagt, dann kommen solche personen zu tage und machen solche vorschläge, die dann auch noch umgesetzt werden, wie von dem polizisten

Gast: London und Alkohol ?!?
15.10.2012 10:48
10 0

SirLawrenceO

Das ich nicht lache! Versuchen Sie einmal in London nach 22 Uhr Alkohol (damit ist auch Bier gemeint) zu bekommen. Sie werden verdursten, wenn sie nicht einen Nightclub aufsuchen oder sich bereits Nachmittag in einem speziellen Shop vorsorglich eingedeckt haben.
Sie Sexattacken müssen andere Gründe haben als öffentlich ausgeschenkten Alkohol.

Antworten Gast: Altkater1
15.10.2012 13:32
4 0

Re: SirLawrenceO


Die Gründe oder besser die Verursacher dieser "Sexattacken" (ich schreib das extra in Anführungszeichen, das klingt zu verharmlosend, Vergewaltigungen sagt man normal zu sowas, das klingt in manchen Vertuscher-Ohren aber zu grob) sind sehr wohl bekannt!

Nur traut sich das keiner öffentlich auszusprechen!

Antworten Antworten Gast: gäst
15.10.2012 14:40
0 1

Re: Re: SirLawrenceO

Was, Kachelman?

Antworten Antworten Antworten Gast: Altkater1
15.10.2012 15:09
2 0

Re: Re: Re: SirLawrenceO

Sie finden sowas lächerlich?

oder schon blunzenfett zu um die Uhrzeit?

Antworten Antworten Gast: ZARA
15.10.2012 13:44
2 6

Re: Re: SirLawrenceO

Nur trinken die keinen Alk, weil haram.

Antworten Antworten Antworten Gast: Altkater1
15.10.2012 14:52
3 0

Re: Re: Re: SirLawrenceO


NAAAAAAAAAAA!!!!

Die ZARA stellt hiermit die "Nicht-Alk=haram-trinker" unter Generalverdacht!

Das ich das noch erleben darf!

Hat die eigentlich wer auch nur mit einem Wort erwähnt, daß gleich eine Verteidigungsrede schwingen müssen?

Außerdem brauchen die von ihnen angesprochenen haram-Trinker keinen Alk um Vergewaltigungen durchzuführen.

Schauens was sich in den nordischen Staaten abspielt, was nicht publik gemacht werden darf, was sich in England abspielt, auch schon vermehrt in Deutschland.

UND SIE VERTEIDIGEN DAS AUCH NOCH???

Populäre Irrtümer, meinerseits!

1.) Ich war bisher der Meinung, daß ein großer Alkohlkonsum erfolgreiche Vergewaligungen eher verunmöglicht!

2.) In Kulturen, die keinen Alkohol trinken-diese sind in GB mittlerweile weit verbreitet- darf es auch keine Vergewaltigungen geben. Tut es aber!

3.) Nach obiger Logik sollte man eher das Autofahren verbieten, es gibt nicht wenige Unfälle, knapp nachdem ein Brite sein Pub verlassen hat. Außerdem würde die Luft reiner!

Gast: Blankensteiner Husar
15.10.2012 08:34
2 11

Ja, das ist die super Polizei-DrDr-Logik, die wir so schätzen! Wo sind wohl um eins in der früh noch Menschen?

Sie sind im Pub oder kommen von dort her und gehen nach Hause!
Wird wohl kein Sexualstraftäter am Land auf einem Acker lauern, wo nie wer vorbeikommt, oder?
Man könnte auch die Polizei wegsperren, dann werden weniger Schüsse auf Jugendliche Kremser abgegeben.

Re: Ja, das ist die super Polizei-DrDr-Logik, die wir so schätzen! Wo sind wohl um eins in der früh noch Menschen?

@ Blankenstein Husar

Dieser Jugendliche Kremser den Sie meinen ist aber an seiner eigenen Dummheit gestorben.

Da besteht eindeutig ein Zusammenhang.

Reality Check:

Ich habe englische Pubs oft genug von innen gesehen.

Diese Frauen WILL niemand vergewaltigen! Sie sind im Gegenteil ziemlich offensiv darin, sich - meist selbst im Vollrausch - an Männer heranzumachen, die sich definitiv nicht freiwillig für sie interessieren.

Antworten Gast: ZARA
15.10.2012 09:09
1 18

Re: Reality Check: Sie sind in Ihren Aussagen ekelhaft!

Wer hat die Frauen dort wohl so alkoholisiert?
Denkens mal nach!

6 0

Re: Re: Reality Check: Sie sind in Ihren Aussagen ekelhaft!

Die besaufen sich schon gezielt selbst. Oft ganze Gruppen von Frauen, die solcherart auf Männerfang gehen.

Re: Re: Reality Check: Sie sind in Ihren Aussagen ekelhaft!

wie wäre es wenn Sie denken? nur ienmal im Leben bitte, BITTE!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kibietz
15.10.2012 10:59
0 0

Re: Re: Re: Reality Check: Sie sind in Ihren Aussagen ekelhaft!

Jawohlll!
Hicks!