Eine Meteorit von der Rückseite des Mondes ist in den USA für 330.000 Dollar (250.000 Euro) versteigert worden. Ein anonymer Bieter kaufte nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions den Stein, der zu Forschungszwecken in zwei Hälften geschnitten worden war.
Der fast 1,8 Kilogramm schwere und knapp 24 Zentimeter hohe Meteorit war in Libyen gefunden worden. "Er ist von einer Qualität, die jedem Naturkundemuseum alle Ehre machen würde", sagte Chefauktionator Ed Beardsley.
Der Stein war nur ein Teil einer ganzen Meteoritenschar, die am Sonntagabend (Ortszeit) in New York für mehr als eine Million Dollar versteigert wurde. "Wir haben hier Zeugnisse aus dem ganzen Sonnensystem, die überall auf der Erde gefunden wurden", sagte Beardsley.
"Jeder hat eine faszinierende Geschichte. So wurde ein Stein, der 1492 über Deutschland niederging, in einer Kirche fest verschlossen - damit er nicht wieder wegflog", sagte der Auktionator.
Ein anderer Meteorit hatte in russischen und deutschen Archiven gelegen - die alten Beschreibungen zeugen noch davon - und war auch US-Präsident Thomas Jefferson (Amtszeit von 1801 bis 1809) gezeigt worden. "Jefferson war ein großartiger Naturforscher", sagte Beardsley. "Aber hier erkannte er die Bedeutung nicht. Für den großen Jefferson war das "einfach nur ein Stein"."
(APA/dpa)
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