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Fall Adelsmayr: Urteil wird am Sonntag verkündet

19.10.2012 | 14:06 |   (DiePresse.com)

"Ich bin zunehmend angespannt", sagt Adelsmayr. Wird nicht das vom Staatsanwalt geforderte Urteil gesprochen, würde der Prozess weitergehen.

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Im Mordprozess gegen den in Dubai angeklagten oberösterreichischen Arzt Eugen Adelsmayr soll der Richter am 21. Oktober das Urteil verkünden. Am Sonntag sind dann genau 462 Tage seit Prozesseröffnung vergangen, es ist der insgesamt 20. Verhandlungstermin. Der Mediziner wird nicht in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) reisen. "Ich bin zunehmend angespannt", sagte Adelsmayr im Gespräch mit der Austria Presse Agentur. So wie der Prozess bisher verlaufen ist "habe ich für das Finale keine Erwartungen - weder positiv noch negativ."

Allerdings: "Schuldig müssen sie mich fast sprechen." Ein Ende der Causa ist noch nicht absehbar: "Wird die vom Staatsanwalt geforderte Strafe nicht verhängt, wird automatisch berufen", sagte der 53-Jährige. Welche Konsequenzen eine Verurteilung haben wird, hängt laut dem Mediziner von der Strafe ab. "Im schlimmsten Fall lande ich auf einer internationalen Fahndungsliste und meine Reisetätigkeit wird eingeschränkt."

Dem 53-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zur Last gelegt. Der Staatsanwalt im Wüstenstaat forderte in seiner Anklage die Exekution des Bad Ischlers.

Prozess dauert seit Juli 2011

Vor mittlerweile 15 Monaten, am 17. Juli 2011, war der Prozess gegen den Bad Ischler eröffnet worden. Ende Dezember 2011 war der 53-Jährige das bisher letzte Mal in Dubai, um der Verhandlung beizuwohnen. Im Jänner 2012 musste er einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: Seine Frau verstarb im 57. Lebensjahr.

Unterdessen hat der Bad Ischler ein Buch über seine Zeit in den VAE geschrieben. "Von einem, der auszog" ist seit 27. September im Handel erhältlich, mittlerweile wird bereits die dritte Auflage gedruckt. "Weil ich vor Gericht völlig machtlos bin, war meine Wahl der Waffen das geschriebene Wort", sagte Adelsmayr. Allerdings führte das Niederschreiben seiner Geschichte nicht zu jenem Abschluss, den er erhofft hatte. "Es geht nur auf einer anderen Ebene weiter."

Seit März 2012 arbeitet der 53-Jährige als selbstständiger Anästhesist in einer Salzburger Privatklinik. Beruflich wieder ins Ausland zu gehen kann sich der Bad Ischler vorstellen - allerdings nicht mehr in den arabischen Raum. Das sei emotional zu belastend, "ich glaube, das würde ich mir nicht mehr antun."

(APA)

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8 Kommentare
Gast: total crash
19.10.2012 15:10
1 0

Ich bekam als Küchenchef ein Angebot nach Dubai

zu gehen.

Um nichts in der Welt wird man mich dort jemals sehen,in den anderen Sandburgen auch nicht.

Es reichte mir die Mentalität der muslimischen "Mit" Arbeiter in den europäischen Betrieben in denen ich war ,um ein für alle mal diese Hemisphäre zu streichen;o)

Heut brauch ich zum Glück nix mehr machen und bin G`sund & G`frei mi.

Pensi,is oba ah kah guda Job,den hod nemlich ah no nie ana überlebt ;o)

Antworten Gast: Sheik Yerbouti
19.10.2012 17:47
0 0

Re: Ich bekam als Küchenchef ein Angebot nach Dubai

Ich kenn den gesamten arabischen Raum, von Marokko bis Dubai.
Gottseidank muss ich dort nicht mehr hin.
Um nichts in der Welt würd ich dort einen Job annehmen, soviel Geld gibts gar nicht, dass ich mir das antun würde.

In Wahrheit sitzen die Herrschaften durch einen geologischen Zufall auf einem See aus flüssigen Gold. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit sind die dort neben den Schuhen gegangen......
Und das werden sie auch wieder nach der Energiewende.

Halbwilde

Tut mir leid - aber das Rechtssystem in diesen Ländern ist auf dem Niveau von "Halbwilden"

Gast: M. Wolf
16.10.2012 07:05
1 18

"ich glaube, das würde ich mir nicht mehr antun."

Eine weitere Adelsmayrbelangsendung.
Kann hierzuland jeder des Mordes Angeklagte die
Presse als sein Forum in Anspruch nehmen?
Wieso darf dieser des Mordes Angeklagte als
selbstständiger Anästhesist in einer Salzburger Privatklinik arbeiten?

Re: "ich glaube, das würde ich mir nicht mehr antun."

weil nicht immer alles so einfach gestrickt ist, wie schlichte gemüter es sich vorstellen.

Re: "ich glaube, das würde ich mir nicht mehr antun."

Weil es eine Anklage von Barfüssigen ist

Antworten Antworten Gast: Werner Breitenfurt
16.10.2012 11:19
8 0

Re: Re: "ich glaube, das würde ich mir nicht mehr antun."

ich wünsche ihm einen Freispruch (mangels an Beweisen)..
diese Blossfüssigen wissen nicht einmal was ein Rechtsstaat ist..
zumindest in Öst. wäre das anders gelaufen
eine Warnung an alle die nur die Spitzengehälter sehen aber nicht die Probleme eines anderen fremden Kulturkreises

Antworten Antworten Antworten Gast: uq1
19.10.2012 17:33
2 0

Re: Re: Re: "ich glaube, das würde ich mir nicht mehr antun."

Wie kommen Sie dazu, den arabischen Raum als Kulturkreis zu bezeichnen?

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