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Geld, Frau und Kabrio: Flüchtiger Mönch in Zagreb gefasst

18.10.2012 | 09:57 |   (DiePresse.com)

Der Ordensmann aus Dalmatien verkaufte ein Grundstück ohne das Wissen der Kirche und verschwand samt Geld und Frau im Kabrio.

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Ein kroatischer Priester, der mit 1,3 Millionen Euro und einer Frau im Cabrio geflüchtet sein soll, ist am Mittwochabend in Zagreb verhaftet worden. Die Polizei hatte sein Handy geortet. Der Mann wurde nach Split überstellt, wo weitere Untersuchungen zu dem Fall stattfinden werden.

Der Mann soll geheim ein Grundstück der Erzdiözese Split-Makarska verkauft haben. Bei der Frau handelt es sich angeblich um eine Bankangestellte.

Der 34-jährige Priester hatte sich nach ersten Berichten in den Medien bei Journalisten gemeldet. Er beteuerte, nicht auf der Flucht zu sein und wollte seine Sicht der Dinge darlegen.

Die Diözese hat Medienberichten zufolge bereits ein Anwaltsteam engagiert, das damit beschäftigt ist, den Verkauf des Grundstücks rückgängig zu machen und das Geld auf das Konto der Pfarre des Priesters, Bast in Baska Voda, zurückzuleiten. Die Erzdiözese hatte in einem Schreiben die Öffentlichkeit um Verzeihung gebeten.

(APA)

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12 Kommentare
Gast: gast12535
20.10.2012 15:18
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Das besagte Grundstück ist Eigentum der Pfarre...

...und das ist in Kroatien auch völlig legal. Das die Diözese der Pfarre übergeordnet ist, ist eine Kirchenrechtliche Verordnung.

In Kroatien ist die Kirche dazu ermächtigt ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Wenn dabei geschlampt wird oder wenn auf Disziplin von Priestern vertraut wird, ist das ebenfalls sache der Kirche.

Desswegen auch die öffentliche Entschuldigung.

...die „unersättliche Gier“

zieht sich eh durch die gesamte Geschichte der Katholiken und deren Amtskirche - und dies beileibe nicht nur im Hinblick auf momentan genannte Franziskaner.

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das land kommt in Kürze in die EU...

und hat ganz offensichtlich dieselben Probleme mit Grundbuch und Kataster wie Griechenland...
Ansonsten ist es nicht zu erklären, wie jemand, der nicht zeichnungsberechtigt ist, ein Grundstück verkaufen kann....

Antworten Gast: gast12535
19.10.2012 23:36
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Re: das land kommt in Kürze in die EU...

völliger unsinn was sie da schreiben.
Das Grundstück gehörte seiner Pfarre und als Pfarrer war er sehr wohl zeichnungsberechtigt.
Er durfte aber nicht verkaufen ohne seinen Bischof zuvor zu konsultieren.
Das ist aber sache des internen Kirchenrechtes und hat mit den Staatlichen Grundbüchern nichts zu tun.

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Re: Re: das land kommt in Kürze in die EU...

sabbeln sie keinen Unfug. Ein dahergelaufener Pfarrer kann nicht eine Immobilie der 'Erzdiözese Split-Makarska" verkaufen, genausowenig wie ein Billa-Marktleiter seinen Laden verkaufen kann. FYI, in Österreich dürfen nicht mal Prokuristen Immo-KV unterzeichnen. Ich gehe also mal stark davon aus, dass der Bischof als "GF" der Diözese der einzig zeichnungsberechtigte ist. Sollte dies in Kroatien wider erwarten anders sein, bleibt meine ursprüngliche Aussage aufrecht und korrekt, dass HR in diesem Punkt nicht ansatzweise EU-würdig ist. Und sollte es nicht so sein, gilt diese Aussage ironischerweise ebenso...

Antworten Gast: hmm
18.10.2012 23:05
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Re: das land kommt in Kürze in die EU...

Diese Problemne bestehen in allen ehemaligen "sozialistischen" Ländern. Zumeist wurden ganz bewusst Schrottgesetze eingeführt um diese Situation noch zu perpetuieren. Paradebeispiel ist Ungarn dessen Grundbuchsgesetz (es ist bis auf die Folgen etlicher Novellen praktisch ident mit dem geltenden österreichischen, nur um fast 20 Jahre älter) im Zuge oder wegen der Talonprivatisierung nicht wieder einfach in Kraft gesetzt worden sondern durch einen ziemlichen Schmarren der an das damals bereits fast 1 1/2 Jahrhunderte alte traditionelle ungarische Grundbuchsgesetz in der juristischen Qualität nicht einmal annähernd herankommt. Das war wohl Absicht! Ebenso ist es vermutlich Absicht in Kroatien und war es sicher Absicht in Rumänien! Die "neuen Eliten" haben sich so "neue Pfründen" gesichert ...

Gast: _gast_
18.10.2012 19:25
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kriminelle Energie in der Kirche

wehe wenn sie losgelassen :o(

Gast: Harald K., 1040 Wien
18.10.2012 18:42
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1,3 Millionen Euro


Die katholische Kirche verzeiht alles – Kindesmissbrauch, Lügen, Vertuschen… – bis auf eines: wenn jemand an ihre Finanzen geht…


Gast: hmm
18.10.2012 14:58
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eigenartig!

Hat ein so erzkatholisches Land wie Kroatien nicht eine Rechtseinrichtung wie die Ordinariatsklausel?

Außer der Reigionsunterschied römisch-katholisch/serbisch-orthodox mit all seinen Ausflüssen unterscheidet so gut wie nichts die Kroaten von den Serben. ohne römisch-katholischen Glauben gäbe es wohl kein Kroatien. Die paar minimalen dialektalen Unterschiede zwischen Serbisch und Kroatisch sowie die unterschiedliche Priorierung mancher Teile beiden Sprachen im Grunde völlig gemeinsamer Lexikalisierung (z.B. susjed-komsija/das von türkischen komsu kommt) sind an den Haaren herbeigezogene Unterscheidungen.

Da stellt sich zwingend die Frage ob denn ein derartig vom Katholizismus geprägtes Land welches diese Religionsvariante quasi als staatsnotwendiges Element benötigt keine Ordinariatsklausel in der staatlichen Rechtsordnung kennt wie z.B. Österreich.

Hat Kroatien keine Konkordate mit dem Vatikan abgeschlossen? Ist die römisch-katholische Kirche in der kroatischen Rechtsordung minderprivilegiert als in der österreichischen?

Oder ist gar die gesamte kroatische Rechtsordnung bloß eine Schimäre, wenn ein kleiner Pfaffenunterläufel mir nicht dir nichts nennenswerte Teile des Kirchenvermögens rechtswirksam verscherbeln kann?

Antworten Gast: Österreicher
26.10.2012 19:27
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Re: eigenartig!

Ohne römisch-katholischen Kroaten gäbe es wohl keine Europa.

Die Kroaten haben in der sogenannten Heiligen Liga den größten Last in Abwehrkriegen gegen Türken-Osmanen getragen. Hier ein Beispiel: Im Jahre 1566 Sultan Süleyman der Prächtige führte persönlich einen Feldzug mit cca 100.000 an. Sein Ziel war Wien. Auf dem Feldzug nach Wien stand kleine Stadt Szigetvar unter der Leitung von Nikola Šubić Zrinski mit etwa 2.500 kroatischen Soldaten. Die Belagerung dauerte einen Monat lang. Resultat war der Tod des Sultans, die Osmanen hatten Gesamtverluste bei der Belagerung von etwa 30.000 Mann und das veranlasste das osmanische Heer zum Rückzug nach Istanbul.

Kroaten haben nicht gemeinsames mit Serben. Die Serben und Kroaten hatten einst völlig unterschiedlieche Sprachen und konnten sich nicht mal miteinander verständigen. Jedoch, durch die Jahrhunderte hat sich die Serbische dem Kroatischen angepasst. Kroatische Sprache hat sich in letzten tausend Jahren kaum verändert. Serbische, dagegen, hat sich dramatisch verändert. Serben brauchen Experten um z. B. serbische Sprache aus dem Mittelalter zu deschifrieren und verstehen.

Auserdem, die Mehrzahl der "Türken" im Sultansheer waren jedoch nicht die turksprachigen Muslime aus Anatolien, sondern von Beginn an Bulgaren, Albaner und Serben. So, die Serben haben viel mehr Gemeinsames mit Bulgaren und Türken, als mit Kroaten. Neuere DNK-Forschungen beweisen das auch.

Kroaten sind eine der ältesten staatlichen Nationen in EU.

Antworten Gast: _gast_
18.10.2012 19:30
9 1

Re: eigenartig!

Wenn ein Kirchenmann die Kirche bestielt, landet er flux im Häfn. OK. Wie viele Kindesmissbraucher wurden festgenommen?

:o(

Antworten Antworten Gast: hmm
18.10.2012 23:14
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Re: Re: eigenartig!

Da verwechseln Sie mal wieder Birnen mit Äpfeln.

Ob ein geiler missbrauchender Pfaffe eingelocht wird oder nicht ist sicher wichtig um speziell andere Pfaffen von solchen Missetaten abzuhalten bzw. im Sinne der Generalprävention.

Ob ein fraudulöser Pfaffe Kirchenvermögen unbefugt verscherbeln darf ist zwar im Bezug auf den Verlust für die Kirche relativ egal, denn die wird so was schon aushalten.

Nicht egal ist es in Hinblick auf Rechtssicherheit und wirtschaftliche Folgen (Anfechtung, Belästigungen jeglicher Art, etc.) für die jeweiligen konkreten Vertragspartner bei so einem Rechtsgeschäft.

So ein komischer wirtschaftlich reichlich verschachtelter und mit Absicht unübersichtloch gestalteter Verein wie die römisch-katholische Kirche ist sonst als Vertragspartner nahezu unbrauchbar.

Na ja, wenn die "Tote Hand" noch "toter" wird, dann ist das schon ein gesellschaftliches Problem das über wixende und grabschende oder gar missbrauchende geile Pfaffen hinausgeht ...