Sieben Monate nach seiner Gesichtstransplantation kann der Amerikaner Richard Lee Norris wieder ein normales Leben führen. "Mir geht es gut", sagte der aus Hillsville im US-Staat Virginia stammende Norris. Er war seit einem Schussunfall 1997 entstellt. "In den vergangenen 15 Jahren habe ich wie ein Einsiedler gelebt", berichtete der 37-Jährige. So sei er nur nachts einkaufen gegangen, um den Blicken und den Kommentaren fremder Menschen zu entgehen.
Das sei nun vorbei: "Heute verbringe ich viel Zeit mit Fischen und Golfspielen. Ich genieße es auch, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen", schilderte der Mann sein neues Leben.
Lippen und Nase verloren
Bei dem Unfall hatte Norris auch Lippen und Nase verloren, wie das Medizinische Zentrum der Universität von Maryland mitteilte. Seinen Mund konnte er den Angaben zufolge kaum noch bewegen. Sein neues Gesicht stammt von einem anonymen Spender. Die Ärzte transplantierten Norris außerdem in mehreren Eingriffen Kiefer, Zähne und Zunge.
"Die Leute hatten mich wegen meiner Entstellung angestarrt", berichtete Norris. Nun könnten sie ihn voller Bewunderung anschauen.
(APA/dpa)
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