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Dutroux-Komplizin trifft Vater eines ermordeten Mädchens

18.10.2012 | 20:52 |   (DiePresse.com)

Die Exfrau und Komplizin des Kindermörders will den Vater eines Opfers teffen. Das Gericht hat nun zugestimmt, auch der Vater will das Treffen.

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Die Exfrau und Komplizin des Kindermörders Marc Dutroux, Michelle Martin, darf den Vater eines der von ihrem Mann getöteten Mädchen treffen. Ein Gericht im westbelgischen Mons entschied am Donnerstag, sie dürfe Jean-Denis Lejeune empfangen.

Die Richter mussten zustimmen, da es eine Bewährungsauflage ist, dass sich Martin von den Angehörigen der Opfer fern hält. Das Treffen soll unter Leitung eines Mediators in dem Klarissen-Kloster stattfinden, in das Martin nach ihrer vorzeitigen Freilassung gezogen war.

"Der Weg, den ich seit 17 Jahren gehe"

Lejeune, Vater der vor 17 Jahren in Dutroux' Haus verhungerten Julie, sagte, das Treffen "gehört zu dem Weg, den ich seit 17 Jahren gehe, um die Wahrheit herauszufinden". Martin hatte es ihm Ende September angeboten.

Die Einladung habe ihn "destablisiert", sagte Lejeune. Daher habe er zunächst abgelehnt. "Ich wollte sie lieber nicht treffen, weil ich Angst vor meinen Reaktionen hatte. Ich glaubte, dass sie mich manipulieren würde wie sie es mit anderen gemacht hat."

Dann habe er sich jedoch in der Hoffnung besonnen, "ein Stück Menschlichkeit" in ihr zu entdecken, sagte Lejeune. Er halte Martin allerdings weiterhin für direkt verantwortlich am Tod seiner im Alter von acht Jahren gestorbenen Tochter.

Offenbar kein Anschlag auf Kloster

Nach einem möglichen Anschlag auf das Kloster, in dem Martin lebt, gab außerdem der Staatsanwalt der Stadt Namur teilweise Entwarnung. Einer der beiden Umschläge, die das Kloster am Montag und Dienstag erhalten hatte, habe keine Milzbrand-Erreger oder andere gefährliche Stoffe enthalten. Der zweite werde derzeit noch geprüft.

Martin war 1996 mit Dutroux festgenommen und 2004 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Juli gab ein Gericht in Mons ihrem Antrag auf vorzeitige Entlassung aus der Haft statt, im September verließ sie das Gefängnis.

Zu den Auflagen für die Freilassung gehört, dass Martin sich in dem Kloster nahe der Stadt Namur aufhalten muss. Ihr damaliger Mann Dutroux hatte zwischen Juni 1995 und August 1996 sechs Mädchen entführt und vier von ihnen getötet.

(APA/AFP)

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11 Kommentare

Durch und durch korrupt ...

man hofft, dass sich der belgische Staat bald auflöst!

Gast: Knaller
19.10.2012 14:14
2 0

2004 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt

im Juli 2012 vorzeitig entlassen.

Kein Kommentar.

Gast: Opa
19.10.2012 09:53
0 2

So entsetzlich es ist...

So entsetzlich diese Taten auch sind, einige der unten stehenden Kommentare lassen eine gewisse "Geistesverwandtschaft" mit den Tätern erkennen. Sich über Unmenschlichkeit entrüsten (mit Recht!) - aber selbst unmenschlich argumentieren.....

Geistesverwandt ist,

wer solche Untaten entschuldigt oder nicht hinreichend ahndet. Hinreichend : life long prison!

Antworten Gast: ralph giordano bruno
19.10.2012 10:36
3 0

Re: So entsetzlich es ist...

jaja, ist schon gut. hier meine erkenntnisse aus einem halblangen Leben:

Gewisse Leute stehen über den Dingen - sind moralisch höherstehend, weil sie zum Verzicht auf Gerechtigkeit aufrufen - solange Sie nicht selbst betroffen sind.

4 2

Todesstrafe, sonst nichts.


Wie kommt der Steuerzahler dazu, für solche Individuen für den Unterhalt aufzukommen.

Darf er auch ...

... einen Vorschlaghammer mitnehmen?

bei einem solchen verbrechen...

könnte ich mir die todesstrafe schon wieder vorstellen.

Sprache ist etwas schönes,

aber auch etwas sehr manipulatives. Wer käme bei einem männlichen Mörder je auf die absurde Idee, die Tat mit "...verantwortlich am Tod seiner im Alter von acht Jahren gestorbenen Tochter" zu umschreiben?

Antworten Gast: no maso
19.10.2012 05:10
1 0

Re: Sprache ist etwas Schönes, Agent Orange,

dennoch kann jemand zwar verantwortlich sein FÜR, nicht jedoch an etwas, wohl aber Schuld tragen AN einer Sache - den Begrifflichkeiten fehlt zudem Kongruenz.

"Von einer Verantwortlichkeit für den Tod einen Menschen" bedeutet hier unabhängig vom Geschlecht, dass jemand das Ableben einer Person zwar aus Günden des Selbstschutzes in Kauf nimmt, nicht jedoch per se befürwortet, plant oder anstrebt.

Re: Re: Sprache ist etwas Schönes, Agent Orange,

Vielen Dank für die schöne Erklärung in Sachen Kongruenz. Packen sie diese bitte in ein Stanitzel und schicken sie dieses der Presse Redaktion.Der unter Anführungszeichen gesetzte Text ist ein wortwörtliches Zitat aus dem Presse-Beitrag.

Wissentlich zwei im Keller gefangene Kinder qualvoll verhungern zu lassen, während das Monster in Haft war, als "Selbstschutz" zu bezeichnen, sagt viel über den Vertreter solch einer Meinung aus.