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Stratos: Baumgartner liefert Denksport für Forscher

19.10.2012 | 14:37 |   (DiePresse.com)

Seit Jahrzehnten tüftelt die Wissenschaft an autonomen Rettungssystemen für den Weltraum. Nicht nur dabei könnte sie "Stratos" weiter bringen.

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Selbst fünf Tage nach dem Rekordsprung von Felix Baumgartner sorgt das Abenteuer noch für Wirbel - auch in der Welt der Wissenschaft. Diese beschäftigt sich nach der Aktion des Extremsportlers mit den Auswirkungen, die wahnwitzige Geschwindigkeiten und Höhen auf den menschlichen Körper haben können. Auf neue Erkenntnisse, die zur Entwicklung verbesserter Raumfahrtanzüge, neuer Trainingsmethoden und medizinischen Behandlungsansätzen führen könnten, wird gehofft.

Beim Gedanken an Baumgartners Wagemut gerät Nasa-Ingenieur Dustin Gohmert ins Schwärmen. Die Mission habe "für uns alle eine gute Grundlage" zur Verbesserung der Überlebenschancen von Astronauten, Weltraumtouristen sowie Piloten und Passagieren in extremen Höhenlagen gelegt, sagt er.

Rettungssysteme für Weltraum gesucht

Schon seit Jahrzehnten tüftelten Wissenschaftler etwa an autonomen Rettungssystemen für den Weltraum. Seit sich Joe Kittinger 1960 aus 31 Kilometern Höhe in die Tiefe stürzte, jedoch mit einem Tempo von 988 Stundenkilometern die Schallgeschwindigkeit verfehlte, gab es dazu keine nennenswerten Fortschritte zu vermelden.

Mit Baumgartners Rekordsprung aus einer Höhe von etwa 39 Kilometern könnte sich das nun ändern. Dass der Extremsportler dabei mit einem viel höheren Wert als Mach 1 (Verhältnis der Fluggeschwindigkeit zur Schallgeschwindigkeit in der Luft) die Schallmauer durchbrach, lässt vor allem den früheren Nasa-Chirurgen Jonathan Clark frohlocken.

"Das war Mach 1,24, was wirklich sehr viel ist. Das ist viel höher, als wir es jemals erwartet hätten. Dadurch haben wir viel über Geschwindigkeiten und Höhen gelernt." Clark leitete das Ärzteteam um Baumgartner. Sie seien immer noch dabei, alle Daten zu analysieren, die die Sensoren von Baumgartners Körperströmen gesammelt hätten, sagt der Mediziner.

Schlüsse für kommerzielle Raufahrt

Als lehrreich könnte sich auch Baumgartners Körperhaltung erweisen. So geriet der Extremsportler während des Sprungs für etwa 40 Sekunden ins Trudeln, bevor er sich wieder aufrichtete. Für Unternehmen wie Virgin Galactic, die Raumschiffe für Touristenreisen ins Weltall entwickeln, könnte sich diese Technik als hilfreich entpuppen. Denn solche Konzerne sollten ihren Kunden auch einen Notfall-Plan anbieten können.

(APA)

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5 Kommentare

Fragt Jo Kittinger

Der hatte noch das wahre Feeling.

Gast: HAns Adenauer
19.10.2012 17:44
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Theoretische Berechnungen

Es ist schon erstaunlich, dass man nicht einmal die Freifallgeschwindigkeit exakt berechnen konnte. Da kann man über die viel konmplexeren Wetterberechnungen für die kommenden 50 Jahre nur lauthals lachen. Es geht nichts über Experimentalphysik!Vergessen wir alle Theorien, sie sind nicht bewiesen!

Gast: AUMO 4711 (aua mondflug 4711)
19.10.2012 16:49
2 0

meine damen und herren

aufgrund eines technischen gebrechens, werden wir diesmal entsprechend unseres Plan B landen .
für die sportlich interessierten, sie haben die gelegenheit den rekord der vor 18 jahren aufgestellt worden ist um das dreifache zu überbieten.
ankunftszeit in 15 minuten ...
geniessen sie den sprung, und vergessen sie nicht die helmkamera einzuschalten .. und selbstverständlich gewähren wir ihnen auch einen rabatt auf den flugpreis :-):-)

Gast: vito c
19.10.2012 15:28
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hab ich schon gesehen

ist doch nichts neues. im letzten star trek film machen kirk und sulu das auch. springen aus dem weltraum mit dem fallschirn ab.

Antworten Gast: Jimmy
22.10.2012 09:39
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Ja, aber das passiert erst in der Zukunft

und das konnten sie nur weil der Felix es vorgemacht hat und sie von seinen Sprungdaten profitieren konnten.