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Adelsmayr: „Ich dachte: Das war's, erschießt mich!"

21.10.2012 | 09:33 |  von Siobhán Geets (DiePresse.com)

Am Sonntag wird in Dubai das Urteil gegen den österreichischen Mediziner Eugen Adelsmayr verkündet - in Abwesenheit. Im schlimmsten Fall wird er zum Tod verurteilt.

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Wien/Dubai. Eugen Adelsmayr wirkt gefasst. Er nimmt sich Zeit, erklärt in Ruhe seine Situation und spricht über seine Erwartungen für das Urteil in einem Prozess, der bereits 461 Tage andauert. Dem 53-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird vorgeworfen, im Februar 2009 einen Patienten in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), durch unterlassene Hilfeleistung und eine erhöhte Dosis Opiate getötet zu haben. In seiner Anklage forderte der Staatsanwalt die Exekution des Bad Ischlers. Das Urteil soll am Sonntag in Abwesenheit Adelsmayrs verkündet werden (Chronologie des Falles).

Herr Adelsmayer, was erwarten Sie sich von dem Urteil?

Ich wäre überrascht, wenn es ein Urteil gibt. Bisher kam immer alles anders als erwartet oder vorhergesagt. Ich kenne das System und weiß mittlerweile, wie die denken und reagieren. Es hat auch vom Mitangeklagten kein Plädoyer gegeben. Als hätte jemand gesagt: Macht jetzt Schluss, und die Notbremse gezogen. Das ergibt rein rechtlich überhaupt keinen Sinn.

Sie sagen, nie die Anweisung zur Unterlassung einer Reanimation gegeben zu haben und sprechen von einer Krankenhaus-internen Intrige gegen Sie. Wie ist das Ihrer Ansicht nach abgelaufen?

Der Auslöser war die Mitarbeiterbeurteilung des Jahres 2008. Zwei Ärzte waren extrem unzufrieden mit meiner Beurteilung. Die haben sich dann zusammengetan und gegen mich intrigiert.

Haben Sie konkrete Drohungen gegen Sie ausgesprochen?

Mit dem Oberarzt hat es schon lange gekriselt. Jetzt fand er eine verwandte Seele in dem zweiten Arzt, sie grüßten mich nicht mehr und saßen immer beisammen. Einmal sagte Hassan F. zu mir: „Wenn ich dich absteche, kriegst du nichtmal mit, dass ich es war". Mittlerweile hat er sich nach Australien abgesetzt, nachdem er merkte, dass es auch für ihn brenzlig werden könnte.

Und dieser Arzt hat auch die Klage gegen Sie eingereicht?

Beide. Ein Patient starb, eine medizinisch völlig unspektakuläre Geschichte, aber die beiden Ärzte fingen an, einen Fall zu konstruieren. Sie sagten, ich hätte mündlich angeordnet, dass der Patient nicht wiederbelebt werden soll und ich durch einige Therapieanweisungen den Tod herbeigeführt hätte. Meine Berufung wurde schon vom Higher Committee for Medical Liability behandelt, da haben die beiden Ärzte in Vertretung der Dubai Health Authority (DHA) parallel zu den laufenden Untersuchungen Anzeige bei der Polizei erstattet. Keiner kannte sich mehr aus, wie das rechtlich überhaupt möglich ist, denn die höchste Bundesinstanz untersuchte ja bereits den Fall und sprach mich später auch von allen Vorwürfen frei.

Was geschah als nächstes?

Mir wurde der Pass abgenommen, die Sache landete beim Staatsanwalt. Anfang Juli 2011 wurde der Akt ans Gericht weitergegeben. Während die Untersuchungen sich vorher mit Fahrlässigkeit beschäftigte, hieß es dann, es wäre geplanter Mord gewesen.

Aber Sie wurden entlastet: Die Krankenschwestern sagten, so eine Anweisung dürfe gar nicht mündlich erfolgen. Dann wurde klar, dass die Anklage auf einem manipulierten Dokument beruht. Wie erklären Sie sich, dass all das nichts genutzt hat?

Das kann ich nicht erklären. Wir durften diesen Untersuchungsbericht der DHA, auf dem der Staatsanwalt seine Anklage aufbaute, nicht sehen. Es war eine private Übersetzung vom Englischen ins Arabische, nicht autorisiert, die mit dem ursprünglichen Dokument nichts mehr zu tun hatte. Wir haben bewiesen, dass das Gutachten eine massive Fälschung ist und dass der Arzt Ashraf H., ein guter Freund von Hassan F., es manipuliert hatte. Aber das Gutachten wurde im Auftrag der DHA gemacht und gegen die darf als staatliche Behörde per Erlass vom Herrscher nicht ermittelt werden. Das Original hält fest, ich nichts mit dem Tod des Patienten zu tun hatte, in der Übersetzung heißt es dann plötzlich, dass ich die Anweisung gegeben hätte, nicht zu reanimieren. Die Zeugen der Anklage sagten auch, dass ich die Anweisung nicht gegeben hätte, dass sie nur davon gehört hätten, auf der Station. Das einzige, was blieb, ist das gefälschte Dokument.

Was für einen Eindruck bekamen Sie von der Justiz der VAE?

Das Justiz zu nennen, ist fast eine Übertreibung. Es war nicht möglich, auch nur eine Prozessordnung zu erfragen. Da wird nach Gutdünken, völlig freihändig agiert. Das ist nicht so wie bei uns, wo oben der Richter sitzt und unten Staatsanwalt und Verteidigung sich Duelle liefern. Der Richter ist nichts anderes als der verlängerte Arm des Staatsanwaltes. Die arbeiten ganz eng zusammen und sitzen auch auf der Richterbank neben einander. Der Zugang ist der, dass man primär schuldig ist und beweisen muss, dass man unschuldig ist.

Glauben Sie, es wäre auch soweit gekommen, wenn Sie Einheimische gewesen wären?

Nie, das ist völlig undenkbar. Das ist eine zwei Klassen Gesellschaft. Die Herrenrasse sind die Emiratis und der Rest muss sich unterordnen. Sie stehen in einer extremen Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften. Das ist ihnen bewusst, daher kommt diese Hass-Abhängigkeit. Sie halten sich die Experten, wie man sich ein exklusives Haustier halten würde.

Was war der größte Schockmoment für Sie?

Nach meiner Einvernahme sagte der Staatsanwalt, ich sei der vorsätzlichen Tötung angeklagt. Anfangs hatte er gesagt, ich werde einvernommen wegen Vorwurfs auf Fahrlässigkeit. Meine Anwältin sackte in sich zusammen. Draußen sagte sie mir, darauf stehe der Tod. Das war ein schwerer Schock, ich brauchte drei Tage, um wieder halbwegs zu funktionieren. Dann kam heraus, dass meine Frau todkrank ist. Zuvor hatte ich gedacht, ich kann selbst auf mich aufpassen und dass meine Frau daheim schon über die Runden kommt. Ich dachte also: Das war's, erschießt mich jetzt, wenn ihr wollt. Ich fand mich damit ab. Durch das Akzeptieren des möglichen Todes schaffte ich Abstand und konnte wieder agieren. Durch die Sache mit meiner Frau haben diese Überlegungen aber nicht mehr gepasst. Die Ärzte gaben meiner Frau noch sechs bis 12 Wochen zu leben. Ich dachte, ich sehe sie nie wieder.

Wieso kehrten Sie trotz allem drei Mal nach Dubai zurück?

Ich wollte primär meine Unschuld beweisen und auch rechtlich zurück schlagen. Beim dritten Mal knallte meine Anwältin die Fälschung auf den Tisch, daneben das Original. Wir gingen alle davon aus, dass die Fälscher jetzt fällig sind, aber dem war nicht so. Ich will die Verantwortlichen aber auch jetzt nicht davon kommen lassen, ich komme erst zur Ruhe, wenn sie zur Rechenschaft gezogen werden. Das war meine Motivation, immer wieder hinunter zu fahren. Außerdem hatte ich vor der Ausreise mein Wort gegeben, wieder zu kommen.

Ab wann war klar, dass Sie nicht mehr zurück kehren würden?

Das war Ende Jänner. Ich hätte an dem Tag, als meine Frau starb, abfliegen sollen, das kam überhaupt nicht in Frage. Ich blieb dem Verfahren unentschuldigt fern. Wäre ich danach noch geflogen, hätten sie mich noch am Flughafen verhaftet, ich hätte den Prozess als Gefangener mitverfolgt. Nachdem klar wurde, dass die Fälscher des Dokumentes ungeschoren davon kommen, wäre es auch nicht mehr mutig gewesen, sondern nur noch dumm, wenn ich, bei Androhung der Todesstrafe, wieder herunter geflogen wäre.

Was würden Sie tun, wenn Sie freigesprochen werden?

Das ist unwahrscheinlich, aber dann würde ich mit meiner Anwältin besprechen, wie wir zum Gegenschlag gegen Ashraf H. und Hassan F. ausholen können.

Würden Sie im Falle eines Schuldspruches berufen?

Das kann ich nicht, weil ich nicht im Land bin. Meine Anwältin will, dass ich für ein Berufungsverfahren nach Dubai fliege und wenn nötig ein oder zwei Jahre dort im Gefängnis sitze, weil wir ein Berufungsverfahren sicherlich gewinnen würden. Das ist verrückt, das werde ich sicher nicht tun.

Wie zufriedenstellend war die Unterstützung durch die österreichischen Behörden?

Ich habe mir natürlich mehr erwartet, aber sie haben getan, was sie konnten. Sie sind natürlich dort unten auch sehr eingeschränkt, sie haben nicht viel Handlungsspielraum. Elisabeth Ellison-Kramer (Chefin der Rechtsabteilung im Außenministerium, Anm.) hat knallhart für mich verhandelt, damit ich ausfliegen durfte.

Raten Sie jetzt davon ab, in die VAE zu fahren?

Ich rate jedem, beim geringsten Anzeichen von Schwierigkeiten das Weite zu suchen. Vor allem als Österreicher sind wir international unter der Wahrnehmungsgrenze. Für einen Briten oder Amerikaner hätte das anders ausgesehen. Österreich kennt niemand, da hat die Intervention wenig Gewicht. Präsident Heinz Fischer hat ja auch angeboten, mit Scheich Muhammad zu sprechen (Muhammad bin Raschid Al Maktum, Herrscher Dubais und Premierminister der VAE, Anm.). Doch der Scheich ließ ausrichten, Fischers Anruf sei nicht erwünscht.

Zur Person
Eugen Adelsmayr (* 1957) studierte in Wien Medizin. 2006–2009 war er Leiter der Intensivmedizin am Rashid Hospital in Dubai. Adelsmayr ist verwitwet und Vater zweier Söhne. Derzeit lebt er in Bad Ischl, Oberösterreich. Im September erschien sein Buch „Von einem, der auszog“ (Seifert Verlag, 248 Seiten, 22,90 Euro).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20. Oktober 2012)

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79 Kommentare

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Zuerst verließ er Österreich um richtig fette Kohle zu machen,...

Ach, hier geht's doch nicht um Muslime im Allgemeinen.
Frage: Wenn Ihnen Ihr Nachbar unsympathisch ist, gehen Sie doch mit ihm auch nicht einen Çay trinken, oder?

5 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Zuerst verließ er Österreich um richtig fette Kohle zu machen,...

Wie gesagt, ich gebe ihnen Recht in dem Punkt, dass man zu niemandem geht, den man nicht mag. Aber sie verallgemeinern sehr stark und schreiben sehr abwertend.
Sie unterstellen Dr. Adelsmayr schwere moralische Defizite, weil er seinem Beruf in Dubai nachgegangen ist. Dass er dabei auf 2 Menschen trifft, die auf so schwerwiegende Art und Weise gegen ihn intrigieren hat er nicht vorher sehen können.
Hätte ihm auch in Österreich passieren können, nur mit anderen Folgen.
Ich sehe da moralisch gesehen einfach nichts verwerfliches von seiner Seite.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Zuerst verließ er Österreich um richtig fette Kohle zu machen,...

Okay, ich bin ja nicht Kritikresistent - war vielleicht wirklich ein dummer unangebrachter Kommentar.

Bleiben's daheim, Herr Adelsmayr,

und bieten's Ihre medizinischen Fähigkeiten einer zivilisierten Gesellschaft an.

Es mag ja schön sein in einem Land

wo Frauen nicht Autofahren dürfen, und an jeder Ecke die Sitten/Religionswächter lauern. Vor allem weil es sich um seeehr betuchte Leute handelt (also zmd jene, die sich einen Arzt leisten können).
Mit der Justiz dort hat man als Ungläubiger halt schlechte Karten, salopp gesagt.
An seiner Stelle würde ich in Europa bleiben und die das sein lassen was die sind.

Re: Es mag ja schön sein in einem Land

Offenbar verwechseln Sie da UAE mit Saudi-Arabien ...

Kritik ist ja gerechtfertigt,

sie sollte sich aber an Tatsachen halten. In Dubai dürfen Frauen sehr wohl Auto fahren und es gibt auch keine "Sittenwächter an jeder Strassenecke", sondern Bikini Strände und Alkohol im Hotel.
Einen Arzt kann sich jeder Emirati leisten da das Gesundsheits-System kostenlos ist.

Re: Kritik ist ja gerechtfertigt,

Versuchen sie abseits der Touristenregionen Ihre Frau (ohne Kopftuch) auf offener Straße zu küssen. Viel Spaß!

Das würde ich auch in Hollabrunn nicht tun.


normal

kein normaler Europäer begibt sich in so ein Land.

Was macht man in Dubai?

Noch nicht geschnallt, daß dort andere Gesetze herrschen? Missionarisches Sendungsbewusstsein oder doch reine Geldgier?
Turban bleibt Turban und der soll dort sein, wo er hingehört, auch wenn er sich bei uns noch so "weltoffen" zeigt.

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Dubai

Einen Österreicher in ein unzivilisiertes, rückständiges Land der Rechtlosigkeit ausliefern? - No way!

Nicht zum ersten Mal bin ich stolz ein Europäer zu sein.

28 0

Nur weil Menschen...

...den Bau von Hochhäusern in Auftrag geben können, heißt das noch lange nicht das sie zivilisiert sind!

Gast: gast1000
20.10.2012 07:38
2 0

gecheckt

na der hat's kapiert, lange hat's gedauert

Re: gecheckt

????

Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

...aber der Mann ist doch auch Bürger der Europäischen Union. In solchen Fällen sollte Europa als Ganzes agieren und den Scheichs klarmachen, das wir ein anderes Rechtsverständnis haben als sie.

Re: Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

da muss ich ihnen 100% zustimmen. auch paradox, dass die union, die keinen aufwand und keine verordnung scheut, um kollektive identität zu schaffen bzw. zu stärken, in einem solchen fall untätig verharrt - sozusagen selbst unter der wahrnehmungsgrenze, auch für "ihre"bürger.

Re: Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

Das ist den Scheichs auch klar, aber es ist ihnen wurscht!

1 17

Re: Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

das ist eben das schöne auf der welt. jedes land hat das recht auf eine eigene judikatur, dass die primitiven und zum teil nicht mehr zeitgemäßen gesetzen österreichs einem anderen land als vorbild dienen sollte, finde ich nicht nur obszön sondern auch prätentiös! hier gibt es noch gesetze aus der zeit der maria theresia bitte, and WAS soll die dort damit anfangen? mord bleibt aber mord, und fahrlässiges töten bleibt auch das was es ist! der strafrahmen ändert sich von land zu land. es gibt länder wo du 20 jahre bekommst, und wegen guter führung nach 12 jahren wieder draußen bist (österreich), woanders wirst du erhängt oder mit der giftspritze getötet. ein auge für ein auge. also... erlaube bitte den arabern ihre Rechtsprechung! ;-)

Re: Re: Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

sie haben aber schon ein kleinen "Dachschaden" - mit ihren Argumenten sollte man auch für das Rechtssystem des 3. Reichs Verständnis aufbringen

Re: Re: Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

haben sie sich über diesen fall einmal grundlegend informiert oder zumindest adelsmayers diesbzgl. darstellung in dem artikel gelesen?

ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass sie dann in diesem kontext noch von rechtssprechung schreiben würden...

aber andererseits: natürlich, auch totalitäre/autokratische systeme besitzen soetwas wie rechtssprechung - aber die geschichte hat uns auch gelehrt, wie diese zu beurteilen sind.

7 0

Re: Re: Österreich ist vl. unter der Wahrnehmungsgrenze...

Von Rechtssprechung kann hier doch bitte nicht die Rede sein. Angeklagten werden ganz offensichtlich grundlegende Rechte (die eigentlich selbstverständlich sein sollten) nicht zugestanden.

Und in Ö gibt es "nicht mehr zeitgemäße Gesetze"? Mag schon sein, jedoch: Die "Rechtssprechung" in Dubai hat die Sharia zur Grundlage. Noch Fragen?

1 36

und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?


Re: und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?

Ja ja, Leute wie sie sind wahrscheinlich einer der Ersten, die heulend zusammen brechen würden und wenns sein muss am Fußweg nach Österreich zurück marschieren würden.
Vorausgesetzt sie trauen sich überhaupt aus dem sicheren Nest aus zu reisen.

Re: und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?

Ja ja, Leute wie sie sind wahrscheinlich die Ersten, die zusammen brechen würden und wenns sein muss am Fußweg nach Österreich zurück marschieren.
Vorausgesetzt sie trauen sich überhaupt aus dem sicheren Nest aus zu reisen.

Re: und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?

bitte was ist ihr problem?!

Re: und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?

Sie Sie nicht ganz dicht?
Wahrscheinlich selbst ein Muttersöhnchen der vor Mamas Watschn Angst hat und einem Arzt, der sicher in Dubai sein Bestes getan hat in den Tod schicken. Lassen Sie sich behandeln.

Re: und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?

Selbst wenn es eine Fahndungsliste gäbe, liefert kein europäisches Land in Staaten aus in denen es die Todesstrafe gibt.

10 0

Re: und was macht der erlauchte hier? warum ist er nicht in dubai? urteil in abwesenheit? und dann weltweite fahndungslisten?

@Glosar
Ui, ein ganz ein Mutiger. Als nicht Betroffener und von der Ferne ist es leicht die große Klappe aufzumachen!

Haben Sie das obige Interview nicht gelesen? Die sogenannte "Justiz in den VAE" hat die entlastenden Zeugenaussagen der Krankenschwestern ignoriert und das Original-Gutachten entlastet den Arzt ebenfalls.

Nur ein Dummkopf wurde unter diesen Umständen noch nach Dubai zurückkehren.

Unterschiedliche Kulturkreise - auch im Rechtswesen

Herr Dr.Adelsmayr musste in Dubai erleben, wie rechtlos in Wirklichkeit dort ein Europäer ist.
Dass er dort als Spitzenarzt ein Opfer von intriganten Kollegen wurde und dann nicht einmal die Chance hatte, die Verleumdung aufzuklären.
Es ist gut, dass Herr Dr.Adelsmayr jetzt in Österreich bleibt, auch aus bekannten familiären Gründen.
Dass er nun ein Buch über all seine Erlebnisse in Dubai geschrieben hat, finde ich richtig.
Wer über die wahren Hintergründe des gegenwärtigen arabischen Kulturkreises, diesfalls in Dubai, informiert werden will, wird in diesem Buch sicherlich gut informiert.
Ich persönlich wünsche Herrn Dr.Adelsmayr viel Kraft und Zuversicht für seine weitere Zukunft in seiner Heimat.

Re: Unterschiedliche Kulturkreise - auch im Rechtswesen

Warum ist er dort überhaupt hingefahren und hat seine Familie hier zurückgelassen?

War ihm Österreich zu schlecht?

Jeder Idiot weiß hier, daß in den arabischen Ländern kein Rechtssystem wie in Europa herrscht. Die sind nicht zimperlich, in Saudiarabien einen Schnaps oder Wein konsumiert und schon bist du mitsamt Kind und Kegel innerhalb 24 Stunden aus dem Land, geschweige denn du wirst dort kriminell, was heißt kriminell, ein Autounfall genügt, das wars dann, ab mit dir in die Heimat!

Und in so ein Land fahr ich um zu arbeiten?

Da spring ich doch lieber gleich mit dem Baumgartner um die Wette!

0 0

Re: Re: Unterschiedliche Kulturkreise - auch im Rechtswesen

Es wird's bestimmt nicht wieder machen ;-)

tja, die Geschichte ist leider einfach

wer das Geld hat, der schafft an und die da unten haben die Marie - wir stecken sie ihnen ja auch in sämtliche Körperöffnungen und verkaufen ihnen auch die Patente die uns vom Öl unabhängig machen würden bereitwillig...

Ich frage mich nur

was veranlaßt einen, in einem solchen Staat zu arbeiten?

Abenteuerlust oder Geld?

SSKM.

Antworten Gast: Konservativer
19.10.2012 20:52
4 15

Re: Ich frage mich nur

Gutmensch (m.):
1. Jemand, der sich dem Feinde anbiedert
2. Jemand, der die Schuld beim Opfer sucht

Re: Re: Ich frage mich nur

schlechtmensch:

1.) jmd, der sich jeder pseudo-autorität anbiedert um eine ebensolche zu werden.

2.) jmd, der opfer und täter nicht voneinander unterscheiden kann.

Gast: wagenheber
19.10.2012 19:45
4 19

der braucht auch dringend Werbung für sein Buch,

heutzutage glaubt ja jeder Fuzzi, er hätte der Allgemeinheit was zu berichten.

Re: der braucht auch dringend Werbung für sein Buch,

Ich hoffe, es ist Ihnen einigermassen geläufig, welche Kosten eine solche Gerichtsangelegenheit verursacht?
Hohe Kosten, die in Tausende gehen, irgendwie muss Dr.A. diesen unnötigen Rechtsstreit finanzieren!

Antworten Antworten Gast: wagenheber
20.10.2012 10:02
2 3

Re: Re: der braucht auch dringend Werbung für sein Buch,

so, so, der war aber nicht aus reiner Menschfreundlichkeit dort, der wollte die grosse Kohle machen. Kann er, darf er, selbstverständlich, aber jetzt herumplärren geht nicht. Na, und jetzt soll die Quelle natürlich weitersprudeln.

Re: Re: der braucht auch dringend Werbung für sein Buch,

wieso unnötiger Rechtsstreit?
würden sie das über ein Verfahren in Österreich auch behaupten?
wer sagt ihnen das in Österreich die Gerichte Recht sprechen?

Fischer die Lachnummer der Nation.

Diese Karikatur hat so schon nichts mehr zu melden, was sollte er also einen wirklicher Mann zu sagen haben. Aber vielleicht verklagt er den Scheich so wie er alle Österreicher verklagt die ihn böse anschauen.

Antworten Gast: yoshi1
19.10.2012 18:42
24 1

Re: Fischer die Lachnummer der Nation.

Extrem unqualifizierter Kommentar. In jenem Fall war nicht Fischers Person das Problem, sondern die Dekadenz des Scheichs bzw die Unbedeutung Österreichs. Wo ist die EU in so einem Fall frage ich mich? Wo ist unsere Hohe Vertreterin nach außen? Nur zum schön auszusehen bekommt sie ihr fürstliches Gehalt wohl nicht.

Bei solchen Geschichten wünscht man sich, dass Öl möglichst schnell in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möge, dann wäre dieser Barbarenstaat auch wirtschaftlich dort wo er kulturell ist..

Antworten Antworten Gast: Skydings
19.10.2012 21:19
4 0

Re: Re: Fischer die Lachnummer der Nation.

Einen diplomatischen Dienst der EU gibt is inzwischen aber die Mitgliedsstaaten sind halt noch zu kurzsichtig um zu erkennen, dass man in solchen Härtefällen den europäischen Dienst um Unterstuetzung bitten sollte (bzw den Dienst auch so aufzuwerten, dass er dazu auch die Möglichkeit hat). Wäre das gängige Praxis, hätte das dann auch Gewicht.

"dass Öl möglichst schnell in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möge"

Nur zur Info:
Dubai ist kein Ölstaat. Die Emirate haben in Wirklichkeit eine atemberaubende geistige und wirtschaftliche Entwicklung hinter sich.

Geistig sind sie über ihren Schatten gesprungen, im tiefsten Winkel Arabien stehen Kirchen verschiedenster Konfessionen, Tempel, Pagoden. Wo gibt's das sonst noch in näherer und weiterer Umgebung?

Die hatten nie ein Rechtssystem, das über Stammesrecht hinausging (Im Gegensatz zu Ägypten etc.-und was machten die damit!) und sind eine Monarchie.
Und trotzdem so unglaublich fortschrittlich gemessen an der Region-vergesst das nicht.

Letztlich geht es gut aus für den Doktor- und der Punkt ist ja wohl die kriminelle Intrige der beiden Herren Hassan(!) und Ashraf (!) auf die das Augenmerk zu richten wäre!

Re: "dass Öl möglichst schnell in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möge"

Die wirtschaftliche Entwicklung stimmt, aber wo sehen Sie eine geistige?
Tempel und Pagoden sind Sozialeinrichtungen für die Millionen asiatischer Gastarbeiter ohne die der Staat nicht funktionieren könnte. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind sehr wohl von Öl und Gas abhängig, und ohne die finanzielle Unterstützung Abu Dhabi's wäre Dubai zwischenzeitlich bankrott.
Wie ist es "letzlich gut ausgegangen" für den Doktor?

Re: Re: "dass Öl möglichst schnell in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möge"

Na dann suchen Sie doch Vergleichbares In SA, Arabien oder sogar der Türkei.

Re: Re: Re: "dass Öl möglichst schnell in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möge"

Saudi Arabien ist eine theokratische Diktatur ohne Menschenrechte, kein gutes Beispiel.
Im Gegensatz zu den Emiraten ist die Türkei eine funktionierende Demokratie und kein Scheichtum als überwiegender Privatbesitz einiger Familien.

Re: Re: Re: Re: "dass Öl möglichst schnell in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möge"

Dann zeigen Sie mir in der Türkei doch einen einzigen Kirchenneubau.

Nicht dass ich die Emirate über den grünen Klee loben würde. Nur die haben eine rasante Modernisierung, geistig wie wirtschaftlich wie niemand anderer in der Welt hinter sich, während es im Rest der islamischen Welt steil bergab geht.
Und das sollte man anstatt Klischees zu pflegen zur Kenntnis nehmen.

Die Erdogan-Türkei eine "funktionierende Demokratie" zu nennen ist , Entschuldigung, naiv.

Kurzfassung

Emiratis = kleine muslimische Minderheit im Lande. Asiatische Fremdarbeiter benötigen Kirchen.
Türkei = 97% Muslime. Benötigen keine neuen Kirchen.
Trotz Kritik an Erdogan, Türkei = parlamentarische Demokratie.
Korrupte österreichische Politiker,
= dennoch funktionierenden österr. Staatswesen.
(Besser so, Herr Moderator?)

Als ob ein Kirchenneubau

etwas über Menschenrechte aussagen würde!. Hier geht es schlicht um Angebot und Nachfrage. Muslimische Emiratis sind in ihrem Land eine kleine Minorität, die Fremdarbeiter müssen ruhiggestellt werden und sei es mit philippinischen Kirchen. Wer einmal die elenden Lager ausländischer Bauarbeiter in Dubai besichtigen konnte erfährt die ganze Wahrheit. Im Gegensatz leben in der Türkei nahezu 98% Muslime, die keine Kirchen-Neubauten benötigen. Selbst die vorhandenen sind nicht ausgelastet.
Berechtigte Kritik an Erdogan bedeutet nicht dass die Türkei nicht demokratisch regiert wird. Dass österreichische Politik stark korrumpiert ist heisst ebenfalls nicht dass es kein funktionierenden Staatswesen ist.
Also Ihre Kirche im Dorf lassen!

Re: Als ob ein Kirchenneubau

"Im Gegensatz leben in der Türkei nahezu 98% Muslime, die keine Kirchen-Neubauten benötigen. Selbst die vorhandenen sind nicht ausgelastet."

Danke, das sagt Alles über Ihren Horizont. Schönen Tag noch.

PS:
Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich "die elenden Lager der Fremdarbeiter" besichtigt. Keiner von denen hat auch nur einen annähernden Wohnstandard zuhause. Der Verdienst ist das Vier- bis Zehnfache.
Wovon reden Sie eigentlich?