Die Zahl der Piratenangriffe ist weltweit auf den niedrigsten Stand seit 2009 zurückgegangen. Verstärkte Kontrollen und die internationalen Antipiraterie-Einsätze von Seestreitkräften haben die Piraten zurückgedrängt. Das besagt ein am Montag veröffentlichter Bericht des Internationalen Maritimen Büros (IMB).
In den ersten neun Monaten dieses Jahres sank die Zahl der Angriffe auf 233. Von Jänner bis September 2009 waren es 306 gewesen, im Vorjahr 352. Vor allem vor der Küste Somalias haben sich die Marineeinsätze bezahlt gemacht, sagte IMB-Chef Pottengal Mukundan. Von Jänner bis September 2012 wurden nur 70 Angriffe von somalischen Piraten gemeldet. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 199 gewesen. Dies seien gute Nachrichten, so Mukundan.
Elf Schiffe weiter in Gewalt der Piraten
"Aber es darf keinen Raum für Nachlässigkeit geben. Diese Gewässern sind immer noch mit großen Risiken verbunden und die Marine muss präsent bleiben." Elf Schiffe mit insgesamt 167 Besatzungsmitgliedern würden noch immer von somalischen Piraten festgehalten, fügte er hinzu.
Besorgniserregend seien auch die zunehmenden Überfälle von Seeräubern im Golf von Guinea vor der Küste Westafrikas. Aus dem Gebiet wurden dieses Jahr insgesamt 34 Angriffe gemeldet, vier mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch in den Gewässern um Indonesien mehren sich die Angriffe von Piraten.
Das IMB mit Sitz in Kuala Lumpur gehört zu der Internationalen Handelskammer in London und dient als zentrale Meldestelle für Piratenattacken. Am Horn von Afrika besteht seit Ende 2008 die Anti-Piraten-Mission "Atalanta", deren Kommando die Europäische Union führt.
(APA/dpa)
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