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Baumgartner in Salzburg: "Ein fantastischer Sprung"

27.10.2012 | 15:11 |   (DiePresse.com)

Die Daten, die der Extremsportler bei seinem Sprung aus der Stratosphäre gesammelt hat, könnten für die Raumfahrt noch wichtig sein.

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Felix Baumgartner ist knapp zwei Wochen nach seinem erfolgreichen Sprung aus der Stratosphäre in seiner alten Heimat in Salzburg angekommen. "Es war ein überwältigender Blick", sagte Baumgartner bei einer Pressekonferenz am Samstag über die Zeit kurz vor dem Absprung. "Du weißt, du hast viel erreicht. Und jetzt musst du den Sprung machen, ein Sprung ins Unbekannte", sagte Baumgartner.

Der 43-Jährige zeigte sich bei dem Medientermin mit seinem Team im Red-Bull-"Hangar 7" entspannt. Am Tag zuvor war er am selben Ort gefeiert worden. Vor zahlreichen nationalen und internationalen Journalisten gab sich Baumgartner stolz über seine Leistung: "Die Welt hat den Atem angehalten" , so der Salzburger, lässig in Jeans und weißem T-Shirt gekleidet.

Der Extremsportler hat mit seinem Sprung aus der Stratosphäre als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrochen und zwei weitere Rekorde aufgestellt: Für den höchsten Fallschirmsprung und für die höchste bemannte Ballonfahrt.

Probleme kurz vor dem Absprung

Dass der Jump alles andere als leicht war, zeigten die Erzählungen des Teams. Als Baumgartner von dem 55 Stockwerke hohen Ballon in eine Höhe von 39.045 Meter gezogen wurde, bekam der Salzburger Probleme mit seinem beheizbaren Visier. Bis sich Baumgartner von der Stromversorgung der Kapsel abkoppelte und sich an der Versorgung seines Brustgurtes anhing, um abzuspringen, wussten er und sein Team nicht, ob das Problem auch dann noch bestehen würde.

Stratos-Sprung: Baumgartner bricht Rekorde

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"Der größte Alptraum, abgesehen von Problemen mit dem Anzug, ist ein vereistes Visier", sagte sein Mentor Joe Kittinger, der mit Baumgartner in ständigem Funkkontakt war. Wäre Felix ohne Sicht ins Flachtrudeln (Flat Spin) gekommen, wäre das enorm gefährlich gewesen, wie Kittinger anmerkte. Das Team hat gemeinsam mit Felix über Funk beraten, ob er springen kann oder nicht. "Im Endeffekt war es seine Entscheidung", erklärte der 84-Jährige.

"Wir mussten sichergehen, dass das Visier im freien Fall funktioniert", sagte der technische Leiter von "Red Bull Stratos", Art Thompson. Doch als sich Baumgartner mit dem Strom an seinen Brustgurt hing, funktionierte glücklicherweise auch das Visier wieder. "Hätte Felix ein Zeichen mit den Daumen gemacht, hätten wir abgebrochen", so Thompson.

Puls von 160 beim Trudeln

Und dann kam der Salzburger in den gefährlichen Flat Spin, der zum Tod führen kann. "Felix hatte einen Puls von 160, ich glaub meiner war über 200", beschrieb Kittinger den Moment. Doch Baumgartner konnte sich stabilisieren. Der Stabilsierungsschirm, der in diesem Moment für den Notfall aufgegangen wäre, hatte sich bereits aktiviert. "Der Countdown begann zwei Mal", sagte Basejump-Berater Luke Aikings. Doch Baumgartner schaffte es ohne diesen Schirm. Die Daten, die dabei aufgezeichnet wurden, werden wie das Equipment für die zukünftige Raumfahrt von immensem Wert sein, meinte Jonathan Clark, der medizinische Leiter des Projekts. NASA und die Luftwaffe hätten bereits großes Interesse gezeigt, sagte Thompson.

"Ich hatte die letzte Entscheidung, ich bin der, der das Leben riskiert", sagte Felix Baumgartner. "Und das war ein fantastischer Sprung, der in die Geschichte eingehen wird. Nicht nur wegen der Höhe und der Geschwindigkeit auch wegen der Präzision", betonte Joe Kittinger. "Ein normaler Basejumper hätte das nicht hinbekommen. Felix ist unglaublich gut trainiert", sagte Mike Todd, Techniker für lebenserhaltende Maßnahmen.

Dass Baumgartner einen Überschallknall verursacht haben dürfte, zeigte neben mehrerer Zeugen auch eine Tonbandaufnahme, auf der ein dumpfer Knall zu hören war. "Ich habe nichts gespürt und gehört. Man hat mir gesagt, dass man eine Schockwelle spürt, aber da war nichts", berichtete der 43-Jährige. Weil der menschliche Körper so klein sei, höre man das eigentlich nicht, so Art Thompson, doch das Aufnahmeteam sei zufällig genau unter Baumgartner gestanden.

Nach "Red Bull Stratos" geht auch für das Team der Alltag wieder los. "Wir werden alle neue Herausforderungen finden, aber nie mehr eine so tolle Challenge", sagte Kittinger.

Ende der Basejump-Karriere

Baumgartner sieht mit "Stratos" das Ende seiner Karriere als Basejumper. "Ich bin am Ende meiner Reise angekommen. Ich habe dieses Kapitel erfolgreich abgeschlossen." Der Salzburger wir sich der zweiten Hälfte seines Lebens als Hubschrauberpilot widmen, ein Buch veröffentlichen, das Angebot als UNO-Sonderbotschafter annehmen und vielleicht eine Familie gründen. Das Interesse an der bemannten Raumfahrt hat er allerdings nicht verloren. "Das wäre eine spannende Aufgabe." Die Kapsel von Baumgartner soll im "Hangar 7" ausgestellt werden.

(APA)

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13 Kommentare
Gast: Michl H. & die Roten Stadtmusikanten
28.10.2012 11:03
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Der extremst wissenschaftlichste Beitrag zur Weltraumforschung ist wohl die Lösung des Problems der Visiervereisung!

Ohne die technischen Daten und Erfahrungen bei diesem Riesenunternehmen würde man noch lange rätseln müssen und tausende Wissenschafter rund um die Uhr beschäftigen, wie man das elektrisch beheizbare Visier eisfrei hält.
So aber hat man, mit Hilfe der besten und extremsten Experten der Wissenschaft das Problem endlich gelöst!
Man muss in die Steckdose, wo man den Stecker für die Visierheizung reinsteckt auch Strom reingeben!
Extrem!
Was für eine bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnis.
Kein Zweifel. Der nächste Nobelpreis für Physik geht an DrDr Felix Baumgartner und sein Extremexpertenteam.

Gast: Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens antwortet der Weise nicht mit Worten, sondern mit einem Lächeln!
27.10.2012 20:54
0 1

Baumgartner in Salzburg: "Ein fantastischer Sprung"....

.....jetzt haben wir 34 Jahre über Krankl´s Tor in Cordoba gesprochen, da tut in den nächsten 34 Jahren eine Abwechslung ganz gut!
be.es:
Bin schon gespannt, WAS und WER in 34 Jahren(2046) auf die darauffolgenden 34 Jahre für Gesprächsstoff sucht......ich weiß es nicht, aber ich glaube zu wissen, dass die Menschen 34 Jahre später(2082) wieder mit Pfeil und Bogen in den Wald einkaufen gehen!

Gast: Das spannendste kommt ja erst...
27.10.2012 20:25
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Die Videos von den Kameras am Anzug...

Ansonsten war es einfach Toll, für RedBull als Firma ein Erfolg der seines gleichen sucht, so sollte Werbung sein und nicht anders!, für Baumgartner und sicher auch Österreich, da gibt's nicht Kleinzureden!

Kleinzureden gibt's nur eines unsere bescherten Politiker, samt der EU, wo wären ohne diese Hemmschuhe und Zwangsjacken die uns da auferlegt wurden!?!?!?

Gast: Papa Schlumpf
27.10.2012 19:38
0 2

Und wer einmal mit dem Wetterballon in 40 Kilometer Höhe auf dem Klo sitzt, der ist auch ein Weltmeister!

Und wie der wohl extrem trainieren muss????
Nächstes Jahr sicher auf Servus-TV.

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Re: Und wer einmal mit dem Wetterballon in 40 Kilometer Höhe auf dem Klo sitzt, der ist auch ein Weltmeister!

probier's mal! Vollkoffer!

Gast: Kibietz
27.10.2012 18:59
0 1

Normalerweise brennt einem doch die Weltraumstrahlung das Fleisch von den Knochen....habe ich noch in der Schule lernen müssen.

Aber wenn man viel trainiert.....
Hat ihn eigentlich der Mars-Rover fotographiert?

Re: Normalerweise brennt einem doch die Weltraumstrahlung das Fleisch von den Knochen....habe ich noch in der Schule lernen müssen.

da er nicht im weltraum war (ab 130km höhe) wurde er noch von der stratosphäre geschützt!!! zuerst denken dann posten.

Roswell Drink

in Wirklichkeit ist Er einer aus dem Roswell UFO. Die haben Red Bull auf die Erde gebracht.

Also das höchste denkbare Risiko wäre natürlich gewesen,

dass er in einer derart großen Höhe nicht mehr zur Erde, sondern schon auf den Mond hin fällt.
Dort hätte dann nämlich der Fallschirm nicht gewirkt.
Das hat ja Ban Ki Moon wohl gemeint, als er Felix Baumgartner als den mutigsten Mann der Welt bezeichnete.

Gast: Blankensteiner Husar
27.10.2012 17:33
3 3

Man muss so eine sportliche Höchstleistung auch honorieren. Man muss sich ja nur vorstellen wie hart der Baumgartner dafür das letzte Jahr trainieren musste!

Stell sich doch einer nur mal bildlich vor wie ein durchtrainierter stählerner muskulöser Männerkörper den ganzen Tag lang Freien Flug trainieren muss!!!!
Die ganze Zeit runterfallen.
Waaahnsinn!
Alleine die täglich Runterfall-Trainingskilometer!
Unmenschlich!
Es ist sicher noch nie einer in der gesamten Erdgeschichte so viel runtergefallen wie der Baumgartner!
(Hoffentlich nicht immer auf den Kopf)

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Außerdem wissen wir jetzt,

in welche Richtung die Schwerkraft wirkt. Wer hätte das so vermutet?

Gast: xxxx
27.10.2012 15:38
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Dieses Red Bull und sein Baumi sind soooooooo EXTREEEEEEM! Ein vereistes Visier, Mann, das hatte noch nie jemand vor denen enteist! Das ist ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Menschheitsentwicklung!!!

Und die haben das unerwartete Phänomen der Visiervergletscherung sooooo EXTREM schnell gelöst, dass das ja schon wieder ein neuer Weltrekord ist!!!!!

Antworten Gast: G 2025
27.10.2012 16:26
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Re: Dieses Red Bull und sein Baumi sind soooooooo EXTREEEEEEM! Ein vereistes Visier, Mann, das hatte noch nie jemand vor denen enteist! Das ist ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Menschheitsentwicklung!!!

Ich betrachte das nüchtern. Tolle sportliche Leistung, wozu auch eine große Portion Sachverstand, Mut und gute Nerven gehören.
Natürlich steckt da auch eine hervorragende Marketingstrategie dahinter. Wenn für sie alles sowieso nicht zählt, warum lesen sie überhaupt den Artikel und beschweren sich dann. Für mich ist ein angelaufenes Visier sehr wohl ein Problem. Selber öfter erlebt beim Skifahren als die Schneebrille anlief und man dadurch viel unsicherer fährt. Oder man fliegt in einem Sportflugzeug und die Sicht durch die Scheibe ist schlecht.
Es gibt da viele Beispiele allerdings m. E. nicht vergleichbar mit einem freien Fall mit mehr als Schallgeschwindigkeit aus dieser Höhe.