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"Sandy" bedroht Gebiet von der Größe Mitteleuropas

29.10.2012 | 12:24 |   (DiePresse.com)

Gegen Mitternacht unserer Zeit wird der Wirbelsturm den Höhepunkt erreicht haben. Experten prrognostizieren riesige Niederschlagsmengen.

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Notstand für die US-Hauptstadt Washington, geschlossene Handelsplätze beim New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq - an der US-Ostküste herrscht vor Ankunft des Hurrikans "Sandy" in Alarmbereitschaft. "Gegen Mitternacht unserer Zeit wird 'Sandy' den Höhepunkt erreicht haben", erklärt Michael Hofstätter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Bis dahin wäre in New York sogar eine Springflut möglich, Schäden in Milliardenhöhe drohen. Der Experte für meteorologische Extremereignisse prognostiziert zudem extreme Niederschlagsmengen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter für die nächsten 48 Stunden - und das auf einem Gebiet von der Größe Mitteleuropas.

Stärke nimmt wohl noch zu

"Der Hurrikan ist derzeit auf der Kategorie 1 in der Saffir-Simpson-Skala eingestuft", so Hofstätter, also der untersten Stufe der fünf Kategorien umfassenden Skala. Noch ist "Sandy" mit einem Durchmesser von 1500 Kilometern aber nicht auf die volle Stärke angewachsen - doch diese nimmt zu, solange sich der Hurrikan auf dem Wasserweg der Küste annähert: eine Kategorie 2 ist daher möglich. "Es ist ein Worst Case-Szenario, da der Hurrikan auf seinem Weg nach Norden auf eine sich von Nordwesten nähernde Kaltfront trifft. Das verursacht dann einen extremen Niederschlag". Zusätzliche Gefahr besteht dadurch, dass "Sandy" ausgerechnet dann die Küste erreichen könnte, wenn der Hurrikan seine größte Intensität erreicht hat.

Außergewöhnliche Route

An den Küstengebieten von New Jersey, wo "Sandy" dann an Land gehen wird, könnten es Spitzenwerte von über 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter werden. Dazu kommen Windspitzen von 130 bis 150 km/h, die der Hurrikan in seiner bis zu fünf Tagen währenden Lebensdauer erreichen kann. "Außergewöhnlich ist die Route von 'Sandy', denn viele Hurrikans erreichen die Küste bereits im Südosten der USA." Die jetzige Nordroute wird durch die derzeit herrschende Kaltluft ausgelöst, erklärte der Experte für Wetterextreme. Ein ähnlichen Verlauf nahm zuletzt der Wirbelsturm "Irene", der im August vergangenen Jahres weite Teile der US-Ostküste mit starken Böen und Überschwemmungen heimgesucht hatte.

Auch Europa kann Auswirkungen spüren

Eine endgültige Bilanz kann man laut Hofstätter ab Mittwochabend ziehen, dann wird "Sandy" bereits wieder in einem abgeschwächten Zustand sein. Denn sobald ein Hurrikan das Festland erreicht, baut sich seine Intensität wieder ab. Auswirkungen seien jedenfalls bis nach Europa möglich, wenn auch nur in der Form einer Schlechtwetterfront. Unerwartet kam "Sandy" jedenfalls nicht, denn derzeit ist Hurrikan-Saison, da die subtropischen Ozeane zum jetzigen Zeitpunkt am wärmsten sind. Und dort entstehen die Stürme über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser zumindest 26 Grad warm ist und dadurch stark verdunstet.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Wen kümmerts?
29.10.2012 19:13
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Heute früh musste ich zum ersten Mal Schneeschaufeln


das kümmert mich viel mehr als ein Sturm an der Ostküste. Ob sich die Amis über meine Schneesorgen Gedanken machen?

Never mind, keep me abreast!