Wegen des Hurrikans "Sandy" ist ein Schiff vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina in Seenot geraten. Die 17 Besatzungsmitglieder der "HMS Bounty", ein Nachbau des legendären Dreimasters aus dem 18. Jahrhundert, sei am Montag mit Überlebensanzügen und Rettungswesten in zwei Rettungsboote gestiegen, teilte die US-Küstenwache mit. Nun soll schnellstmöglich eine Rettungsaktion starten.
Die Eignerin des 55 Meter langen Schiffes, das für den Filmklassiker "Meuterei auf der Bounty" von 1962 gebaut worden war, hatte die Küstenwache am Sonntagabend alarmiert, nachdem der Kontakt zu der Besatzung abgebrochen war. Die "HMS Bounty" war etwa 140 Kilometer südöstlich von Hatteras in stürmische See geraten. Die Mannschaft kämpfte mit mehr als fünf Meter hohen Wellen und Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern. Die Küstenwache hatte daraufhin ein Flugzeug losgeschickt, das die Kommunikation mit der Schiffsbesatzung wiederherstellen konnte.
Der Hurrikan "Sandy" soll in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) in den Bundesstaaten New Jersey und Delaware auf Land treffen. Auch die Metropole New York bereitete sich auf den Sturm vor, dort kam das öffentliche Leben zum Erliegen. Mehr als 1100 Kilometer lang ist der Küstenstreifen von Maine bis nach South Carolina, der die Auswirkungen von "Sandy" zu spüren bekommen könnte. Im Gefahrengebiet im Nordosten der USA wohnen etwa 50 Millionen Menschen.
(APA/AFP)
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