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"Sandy" löst Alarm im ältesten Atomkraftwerk der USA aus

30.10.2012 | 14:36 |   (DiePresse.com)

Nachdem das älteste Akw der USA "Oyster Creek" wegen eines Alarms abgeschaltet wurde, folgt nun der Meiler "Salem 1" in New Jersey.

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Der Wirbelsturm "Sandy" hat Alarm im ältesten Atomkraftwerk der USA südlich von New York ausgelöst. Wegen eines bedrohlich ansteigenden Wasserspiegels gebe es eine Warnung im Kernkraftwerk Oyster Creek im Bundesstaat New Jersey, teilte die US-Atomaufsichtsbehörde NRC am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Das Kraftwerk sei zu dem Zeitpunkt bereits abgeschaltet gewesen. Dienstag früh gab es zunächst keine weiteren Behördeninformationen.

Im Kühlwasser-Reservoir des am Atlantik gelegenen Kraftwerks sei der Pegel durch die reguläre Flut, die Windrichtung und das Hochwasser deutlich gestiegen. Die Anlage sei aber weiter in einem sicheren Zustand.

Oyster Creek ist seit 1969 am Netz und das älteste laufende Atomkraftwerk der USA. Der Meiler steht etwa 60 Kilometer von der Millionenmetropole New York entfernt.

Niedrigste Alarmstufen

Nach Angaben der Behörden war zunächst ein "ungewöhnliches Ereignis" verzeichnet worden, die niedrigste der vier Stufen des Alarmsystems. Etwas später sei der Vorfall dann um eine Stufe auf "Alarm" heraufgesetzt worden. Auch durch den starken Regen sei das Wasser zunächst weiter gestiegen. In den folgenden Stunden sollte es aber rasch ablaufen, hieß es von der Behörde.

Die Experten der NRC hätten alle fast ein Dutzend Kernkraftwerke im Bereich von "Sandy" kontrolliert. Alle seien in einem sicheren Zustand. Einige seien aber zuvor abgeschaltet worden.

Probleme mit älteren Meilern

Der Atommeiler "Salem 1" am Delaware River im US-Bundesstaat New Jersey ist am Dienstag ebenfalls abgeschaltet worden. Wie der Betreiberkonzern PSEG mitteilte, waren zuvor vier der sechs Wasserkreislaufpumpen ausgefallen. Der Nachbarreaktor in Hancocks Bridge arbeite normal. 

Vor allem in älteren US-Atomkraftwerken kommt es immer wieder zu Problemen. Der Meiler in Oyster Creek war im Juli nach einem Stromausfall vorübergehend vom Netz genommen worden. Mit seiner vergleichsweise geringen Leistung von 645 Megawatt können etwa 600.000 US-Haushalte mit Strom versorgt werden. Oyster Creek soll 2019 ganz abgeschaltet werden.

Im japanischen Fukushima hatte es 2011 durch Flutwellen einen katastrophaler Kernkraft-Unfall gegeben.

(APA/AFP/dpa/Reuters)

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2 Kommentare
Gast: Bärenfalle...
31.10.2012 06:47
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Mittlerweile alle 6 Kühlkreisläufe ausgefallen.

Siehe:

http://www.nrc.gov/reading-rm/doc-collections/event-status/event/en.html#en48457

Wichtigster Satz daraus:

A subsequent loss of the 2 remaining circulators required transition of decay heat removal from condenser steam dumps to the 11-14 MS10s (atmospheric steam dump).

Fast 2 Jahre nach Fukushima .. nix gelernt geschweige denn investiert.

Das könnte noch interessant werden.


Antworten Gast: Pittsburgh
31.10.2012 22:55
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Re: Mittlerweile alle 6 Kühlkreisläufe ausgefallen.

Man muss halt wissen, dass die ausgefallenen Kühlwasserpumpen dazu da sind den Dampf welcher die Turbinen angetrieben hat zu kondensieren. Diese haben nichts, aber auch gar nichts mit der Nachzerfallswärmeabfuhr zu tun.
Dies sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Recht haben Sie wenn sie sagen nach Fukushima nichts dazugelernt...das Unverständnis gegenüber technischen Anlagen und die unkompetente Berichterstattung lässt zu wünschen übrig.
Ich war übrigens vor 3 Wochen in der Region Fukushima. Die Arbeiten an den Reaktoren laufen . Es werden aber immer noch mehr verseuchtes Material durch die Flutkatastrophe weiter nördlich weggeräumt als um die Reaktoren herum. Dieses Land ist wesentlich länger und giftiger kontaminiert als in Daiichi.