Hurrikan "Sandy" hat in Kuba mehr Zerstörungen angerichtet, als zunächst angenommen. Allein in der Provinz Santiago de Cuba wurden laut einem Bericht der Regierungswebseite Cubadebate 130.000 Wohnungen beschädigt, in Holguin weitere 52.000. "Sandy" hatte als Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde über dem Ostteil der größten Antilleninsel gewütet und elf Menschen getötet, ehe er zur Ostküste der USA weiterzog. In Haiti, das von dem Sturm nicht direkt betroffen war, starben 54 Menschen.
In Kuba waren nach Regierungsangaben am Mittwoch die Aufräumarbeiten noch voll im Gang. Wegen der großen Schäden in der Landwirtschaft und befürchteter Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln forderten Dissidenten die Regierung auf, die Einfuhr von Hilfsgütern zu erleichtern. Dafür sollten sie von Zöllen befreit werden. Die Bloggerin Yoany Sanchez bat die Regierung, zusätzlich internationale Hilfe anzufordern.
"Sandy" hatte in der Karibik eine Spur der Verwüstung mit mindestens 67 Toten hinterlassen - 54 in Haiti, 11 in Kuba, je ein Todesopfer forderte "Sandy" auf den Bahamas und in Jamaika.
(APA/dpa)
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