Madrid/Bogota/ag. Bei einer Massenpanik auf einer Halloween-Party in einer Madrider Sporthalle sind drei junge Frauen zu Tode getrampelt worden. Zwei weitere Frauen erlitten lebensgefährliche Verletzungen und ringen mit dem Tod. Wie die Polizei am Donnerstag in Spaniens Hauptstadt mitteilte, war die Panik vermutlich durch ein bengalisches Feuer ausgelöst worden, das ein Unbekannter in der mit rund 10.000 Menschen gefüllten Halle entzündet hatte.
Zudem seien mehrere Knallfrösche geworfen worden. Dies habe mehrere Besucher zu der Annahme veranlasst, dass in der Halle geschossen würde. Eine Menschenmenge ergriff in wilder Panik die Flucht. Ein Korridor wurde für eine Gruppe von Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren zu einer verhängnisvollen Falle. Nach Angaben der Rettungsdienste stürzten fünf von ihnen im Gedränge und wurden von der nachfolgenden Menschenmenge überrannt. Dabei wurden sie so schwer verletzt, dass sie einen Herz- und Atemstillstand erlitten. Drei von ihnen konnten nicht wiederbelebt werden.
Bombe trifft Kinderparty
Blutig endete auch ein Halloween-Fest in Kolumbien: Bei der Explosion einer Bombe in der Stadt Pradera starben zwei Menschen, 27 Kinder wurden verletzt. Der Mann mit der Bombe sei auf einem Fahrrad an einem Park vorbeigefahren. Er sei wahrscheinlich eines der Todesopfer. Zwei der Kinder haben schwere Verletzungen erlitten. In dem Park haben zur Tatzeit Dutzende Kinder Halloween gefeiert. Offenbar wollte der Täter eine nahe gelegene Polizeistation angreifen, hieß es. Bisher sei unklar, was der Mann mit dem Anschlag bezweckt hat.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)
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