USA: Mutter verhindert Pläne für weiteres Kino-Blutbad

17.11.2012 | 09:20 |   (DiePresse.com)

Die Frau wies die Polizei auf ein seltsames Verhalten ihres Sohnes hin. Der 20-Jährige wurde festgenommen und gestand ein geplantes Massaker.

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Dank der Aufmerksamkeit einer Mutter hat die Polizei im US-Staat Missouri möglicherweise ein Blutbad nach dem Vorbild des Kino-Amoklaufs von Colorado verhindert. Wie am Freitag aus Gerichtsdokumenten hervorging, nahmen die Ermittler der Kleinstadt Bolivar am Vortag einen 20-Jährigen fest, nachdem seine Mutter ihnen über das seltsame Verhalten ihres Sohnes berichtet hatte. Dieser hatte demnach seine Psychopharmaka abgesetzt und sich Anfang der Woche ähnliche Waffen gekauft wie der mutmaßliche "Batman"-Todesschütze James Holmes.

Nach anfänglichem Leugnen gestand der 20-Jährige schließlich, während der Kino-Vorstellung des neuen "Twilight"-Films am Wochenende ein ähnliches Massaker wie Holmes geplant zu haben. Dann jedoch habe er sich überlegt, die Schießerei in den Supermarkt seiner Heimatstadt zu verlegen, da er dort an zusätzliche Munition gekommen wäre und somit noch mehr Menschen hätte töten können. Der Polizei sagte der junge Mann weiter, er habe 400 Schuss Munition gekauft und am Dienstag erstmals Schießen geübt. Der 20-Jährige war laut Polizei 2009 schon einmal festgenommen worden, weil er damit gedroht hatte, einen Angestellten des Supermarkts zu erstechen.

Der mutmaßliche Todesschütze Holmes hatte in der Nacht auf den 20. Juli in einem Kino in Aurora in Colorado während der Premiere des jüngsten "Batman"-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Gegen den Studenten der Neurowissenschaften läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm die Todesstrafe.

(APA/AFP)

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9 Kommentare

Der mutmaßliche Todesschütze

Langsam nervt diese ploitical-über-correctness.
Er wurde zweifelsfrei identifiziert und hat gestanden.

Traurig, dass ein 20-jähriger schon Psychopharmaka braucht und noch dazu im nächstbesten Gunstore eine Waffe ohne Überprüfung bekommt.

Re: Der mutmaßliche Todesschütze

Das hat mit PC nichts zu tun, das ist in einem Rechtsstaat so! Ohne abschließende Verurteilung heißt es immer der Mutmaßliche. Andernfalls könnte jeder noch nicht verurteilte Clown den Autor verklagen bzw. vor Gericht eine mediale Vorverurteilung geltend machen!

Neue Zeit

Der Nachwuchs sieht im Tv und bei Computerspielen nichts anderes mehr. Soziale Kompetent, Wertschätzung und Respekt von anderen war einmal. Traurige Zukunft, lauter psychisch Kranke.

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uebersetzung

so hats im 3. reich auch begonnen.

Waffen für alle....

und Munition im Supermarkt !!! Wahnsinn.

Da soll's einen noch wundern?

Re: Waffen für alle....

Würden Sie Leute erschiessen, wenn man Ihnen eine Waffe in die Hand gibt?
Also ich würde das nicht tun. Was ich aber tun würde, wäre mich gegen so einen "mutmaßlichen" Amokläufer (der sich zu diesem Zwecke eine illegale Waffe zulegen wird) zu verteidigen.

2 2

Re: Re: Waffen für alle....

Natürlich. Und beim Amoklauf hätten sie sicherlich die geladene Waffe mit dabei, und auch die Ruhe um NUR den sehr gut vorbereiteten Täter zu treffen, und ja keine Unschuldigen.

Oder ist es eh wurscht, wen man trifft - Hauptsache man schiesst?!

Re: Re: Re: Waffen für alle....

Auch wenn uns Filme suggerieren, dass es unfassbar schwer ist ein 1,80m großes Ziel aus 10m Entfernung zu treffen: das ist nicht der Fall.

Und natürlich ist es keine absolute Sicherheit. Aber es erhöht die Chancen ungemein. Oder würden Sie sagen, dass Sie bei einem Amoklauf die gleichen Chancen hätten, egal ob mit oder ohne Waffe?

Re: Re: Waffen für alle....

Ach, wie lieb....

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