Sturm "Bopha" kehrt zu den Philippinen zurück

09.12.2012 | 12:00 |   (DiePresse.com)

Der Tropensturm wütet wieder im Norden des Landes und brachte heftigen Regen. Tief liegende Gebiete könnten erneut überschwemmt werden.

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Der Sturm "Bopha", der als Taifun hunderte Menschen im Süden der Philippinen getötet hat, ist in das Land zurückgekehrt. Der Tropensturm wütete am Sonntag im Norden des Landes und brachte heftigen Regen. Zivilschutzchef Benito Ramos sagte, es müsse mit Überschwemmungen gerechnet werden. "Er wird Regen bringen, nicht so viel Wind", sagte Ramos. "Wir rechnen mit Springfluten und Erdrutschen. Wir erwarten, dass tief liegende Gebiete erneut überschwemmt werden."

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"Bopha" hatte am Dienstag vor allem auf der südlichen Insel Mindanao schwere Zerstörungen angerichtet. Nach offiziellen Angaben kamen dabei mindestens 548 Menschen ums Leben. Laut der Behörde für Katastrophenschutz wurden noch 827 Menschen vermisst. Fast 180.000 Menschen hielten sich noch immer in überfüllten Notunterkünften auf. Ramos sagte, die hohe Opferzahl durch "Bopha" im Süden habe die Bewohner des Nordens wachsamer gemacht.

UNO startet Hilfsaufruf

Nach den massiven Zerstörungen hat die UNO einen Hilfsaufruf gestartet. Insgesamt würden 65 Millionen Dollar (50,4 Millionen Euro) benötigt, um die 480.000 Menschen in den am schwersten betroffenen Gebieten mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Notunterkünften zu versorgen, erklärte die zuständige Länderbeauftragte des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Luiza Carvalho, am Montag in Davao im philippinischen Katastrophengebiet.

Fünf Millionen Philippiner, insbesondere auf der südlichen Insel Mindanao, leiden nach UN-Angaben unter den Folgen des Wirbelsturms. "Bopha" war am Dienstag als Taifun über das Land hinweggefegt, am Sonntag kehrte er noch einmal mit verminderter Kraft, aber heftigen Regenfällen zurück. Bisher wurden mehr als 640 Todesopfer gezählt, etwa 780 Menschen wurden noch vermisst. Viele Bauern verloren ihre gesamte Ernte. Vor dem Hilfsaufruf hatte Carvalho bereits deutlich gemacht, dass die Sturmregion mindestens ein halbes Jahr Unterstützung brauche.

 

(APA/AFP)

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