Newtown: Als das Grauen hereinbrach

15.12.2012 | 18:26 |  von THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Ganz in schwarz gekleidet exekutierte ein 20-Jähriger kaltblütig seinen Amoklauf. Das Schulmassaker in Newtown hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Pfarrer, Politiker und Psychologen versuchen Trost zu spenden.

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Vor der St. Rose-Kirche flackerten 26 Kerzen wie leuchtende Mahnmale in der Finsternis. Im Gotteshaus drängten sich die Gläubigen in den Bänken. Sie rückten eng zusammen, die katholische Kirche von Newtown quoll über. Keine zehn Stunden nach dem Massaker an der Sandy-Hook-Volksschule suchten die Bewohner des Neuengland-Städtchens die Wärme und Geborgenheit der Gemeinschaft, draußen harrten Hunderte bei frostigen Temperaturen in Andacht und stiller Anteilnahme aus. Gebete und der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod spendeten so etwas wie Trost in einer Gemeinde, in die am Freitagvormittag der Horror hereingebrochen war und 20 Kinder und sechs Erwachsene jäh aus dem Leben gerissen hatte.

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Dan Malloy, der demokratische Gouverneur von Connecticut, versuchte die Fassungslosigkeit in Worte zu kleiden: „Das Böse hat uns heimgesucht.“ Bei der Vigil hatte auch Pfarrer Robert Weiss seine Sprache wiedergefunden. Er sprach von den 20 ermordeten Kindern als „Heilige“ und „Engel“. Stunden zuvor hatte ihn in einem TV-Interview die Rührung übermannt, als er schilderte, wie die Eltern mit dem Verlust umgingen, wie sie ihre Hände in ihren Gesichtern vergruben, wie sie zusammenbrachen. „Sie schreien, sie werfen sich auf den Boden. Was soll ich sagen? Wie soll man mit all dem leben?“ Danach drehte er sich selbst verschämt weg, weil die Stimme versagte angesichts des Schmerzes – so wie bei Barack Obama, der sich im Weißen Haus quasi als „Vater der Nation“ an die US-Bürger wandte.

Zwei seiner Mitarbeiter, beide Eltern kleiner Kinder, hatten sich während Obamas Ansprache heulend aneinandergeklammert. Der Präsident malte eine Zukunft der 20 Kinder aus, die sie nun nicht mehr haben würden: „Sie werden keine Geburtstage mehr feiern, keine Abschlussfeiern, keine Hochzeiten. Sie werden nicht dem amerikanischen Traum nacheifern, sie werden selbst keine Kinder haben.“ Bald darauf brach er die Rede ab, die eigentlich länger konzipiert war, weil er fürchtete, sie nicht durchstehen zu können. Nur eins sagte er abschließend noch: „Ich werde meine Kinder am Abend fest in die Arme nehmen.“


Über Nacht in Schule.
Währenddessen lagen die Toten in der Nacht auf Samstag immer noch in der Schule aufgebahrt, wo Forensiker und Polizeimediziner sie zu identifizieren versuchten – eine gespenstische Szene. Erst im Laufe des Samstags gaben die Behörden die Namen der Opfer preis – jener fünf- bis zehnjährigen Schüler und sechs Erwachsenen, deren Schicksale die Amerikaner und die ganze Welt in der letzten Woche vor Weihnachten rühren wird. Menschen wie die engagierte 47-jährige Direktorin Dawn Hochsprung, die am Vorabend des Amoklaufs noch ein Weihnachtskonzert organisiert und die den Attentäter womöglich am Freitag selbst in die Sandy-Hook-Schule gelassen hatte, weil sie ihn als Sohn der Vorschullehrerin Nancy L. kannte. Aufgescheucht vom Lärm im Gang stellte sie sich dem Attentäter gemeinsam mit der Schulpsychologin in den Weg und stellte ihn zur Rede. Ohne ein Wort zu sagen, so beschreiben es Augenzeugen, drückte Adam L. ab. Eine Hinrichtung, wie es den Anschein hat.

Ganz in schwarz gekleidet exekutierte der 20-Jährige kaltblütig seinen Amoklauf. In der Früh hatte er seine Mutter in ihrem Haus erschossen, mitten ins Gesicht. Danach setzte er seine tödliche Mission fort. Die Mordwerkzeuge – drei Waffen, die er mit sich führte, darunter eine Glock-Pistole – waren auf den Namen der Mutter registriert. Nancy L. war in der Nachbarschaft als Waffenfetischistin bekannt, die ihre beiden Söhne mitunter zum Schießstand schleppte.

Die L.s hatten sich vor fünf Jahren scheiden lassen, woran die Söhne Ryan und Adam zunächst angeblich schwer trugen. Peter L., ein Ingenieur bei General Electric, heiratete im Vorjahr ein zweites Mal. Auch der ältere Bruder Ryan zog bald aus. Seit 2010 sei der Kontakt zu seinem jüngeren Bruder abgerissen, teilte er in einem Polizeiverhör mit. Die Polizei hatte ihn in Hoboken in New Jersey, vis-à-vis von New York am Hudson gelegen, festgenommen, weil er unter dringendem Tatverdacht stand. Polizisten hatten am Tatort seinen Ausweis gefunden, den Adam offenkundig entwendet hatte. Dies löste zuerst Verwirrung unter den Ermittlern und den Medien aus, die den falschen Namen in Umlauf brachten.

Der 24-jährige Ryan gab an, sein Bruder leide unter autistischen Störungen, vermutlich am Asperger-Syndrom. Nachbarn und Bekannte beschreiben Adam L. als Einzelgänger, still und höflich, der augenscheinlich zuletzt zu Wutausbrüchen neigte, aber nie sonderlich auffällig wurde. In der Schule galt er als „Nerd“ unter Genieverdacht, mit einem Schulfreund habe er einen Tech-Klub gegründet. Die Mutter, heißt es, habe ihn zu schulischem Ehrgeiz angestachelt. Ex-FBI-Profiler Clint Van Zandt erklärte, der Täter habe gleich zwei Tabus gebrochen: den Mord an der Mutter und an den Kindern, die dem Vernehmen nach an ihrer Vorschullehrerin hingen. Ein Racheakt, ein Eifersuchtsdrama? Das Motiv gibt nach wie vor Rätsel auf, Kriminologen durchstöbern Notizen und Einträge in den sozialen Medien wie Facebook auf mögliche Hinweise.


Parallelen zu Vorgängern. Wie beim 22-jährigen Jared Lee Loughner – dem Attentäter der Politikerin Gabby Giffords in Tucson, wie beim 24-jährigen James Holmes – dem Amokläufer im Kino in Aurora, wie beim 22-jährigen Attentäter in der Shoppingmall in Portland zu Beginn der Woche handelt es sich auch bei Adam L. um einen psychisch gestörten jungen Mann, der als einzigen Ausweg aus einer Lebenskrise den Gewaltausbruch ansah. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern richtete er sich indessen selbst. Um keinen Nachahmungseffekt zu provozieren, versuchen US-Medien wie CNN, seinen Namen so weit als möglich zu vermeiden. Vorläufig kursiert auch nur ein Jugendfoto von ihm. Im Highschool-Klassenbuch ließ er sich nicht ablichten. „Kamerascheu“, lautete die einsilbige Notiz. Mitschülerin und Nachbarin Alex Israel erzählte, sie habe ihn aus den Augen verloren. Unklar ist vorerst auch, was der 20-Jährige, der bei seiner Mutter wohnte, sonst getrieben habe. Einer geregelten Arbeit oder einem Studium ging er ersten Angaben zufolge nicht nach.

In Newtown sind unterdessen längst Schwärme von Reportern und Psychologen eingefallen. Die Psychologen haben sich der Familien der Opfer angenommen, die zunächst völlig von der Öffentlichkeit abgeschirmt wurden. manche Eltern sind überhaupt übers Wochenende aus dem Neuengland-Städtchen inmitten einer hügeligen Waldlandschaft an der Interstate-84, rund eineinhalb Autostunden nordöstlich von New York, geflüchtet. Vor zehn Jahren hat sich der letzte Mord in der Idylle ereignet. Auch viele Überlebende bedürfen psychologischer Hilfe. Wie die 29-jährige Lehrerin Kaitlin Roeg, die ihre siebenjährigen Schüler geistesgegenwärtig im Klo einsperrte und sich mit ihnen in eine Ecke kauerte, so wie es die Notfallmaßnahmen vorschreiben, die die US-Schulen inzwischen routinemäßig trainieren. „Ich dachte, wir werden sterben. Aber ich sprach ihnen Mut zu: ,Alles wird okay.‘“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.12.2012)

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295 Kommentare
 
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Traurig

Hoffentlich sind getötete Kinder ein Grund für die US-Amerikaner das Waffengesetz zu verschärfen. Tragisch nur, dass so etwas vorher überhaupt passieren muss.

es ist mir absolut unverständlich

das die Waffengesetze in den usa noch immer nicht massiv verschärft sind!!!! wie oft muss so eine schlimme fürchterliche Tragödie sich noch wiederholen, bis auch die dümmsten WaffenFanatiker umdenken??? Wie kann es sein, dass jeder x beliebige Psychopath freien Zugang bekommt, damit ein paar Idioten glauben können "sich sicherer zu fühlen" und das recht auf "ordentliche" Verteidigung zu haben??? versteh ich nicht! und über diese **** waffenlobby sollte weltweit so was von drüber Gefahren werden, meiner Meinung nach aber dazu braucht es Politiker mit Eier!

In einer freien Welt

wird es uns nie gelingen psychisch kaputte Menschen von derartigen Taten abzuhalten. So sehr es auch schmerzt.
Aber wollen wir denn alles verbieten was zu einer Gefahr werden kann ?
Mehr Kontrolle wird die Gefahr verringern aber nicht verhindern.


Viel einfacher wäre es allerdings,

alle "stillen, höflichen Nerds" von vornherein auszusortieren und unschädlich zu machen, um jegliches Tatrisiko auszuschließen.

Prinzipiell müsste US-Bürger(-inne)n das ...

Tragen von Waffen, außerhalb der Nationalgrenzen strikt verboten sein!
Viel Leid und Elend würde so auf unserer Welt verhindert.


Re: Prinzipiell müsste US-Bürger(-inne)n das ...

aber man kann es nicht verbieten da sich die USA an der spitze der nahrungskette befindet! daher macht es auch so viel spass, als ami, die ganzen dolme hier zu beobachten ;). voll von US hass, können aber absolut nichts machen...

der einzig entscheidente satz...

Nancy L. war in der Nachbarschaft als Waffenfetischistin bekannt, die ihre beiden Söhne mitunter zum Schießstand schleppte...


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Re: der einzig entscheidente satz...

"Waffenfetischistin" . . . "die ihre Söhne zum Schießstand schleppte"

Sie hatte also ein sexuell aufgeladenes Verhältnis zu Waffen, und den Söhnen half all ihr Sträuben nichts: Sie m u s s t e n einfach mit zum Schießen gehen . . .

Was die Journalisten nicht alles herausfinden, wenn sie nach einer Straftat die Nachbarn interviewen!

Ich würde sagen: Der einzig entscheidende Satz ist der, wonach die Vorschulkinder an ihr als ihrer Lehrerin sehr hingen, und er daher zu Hause zuerst sie erschoss, und hierauf in die Schule fuhr und die Kinder umbrachte.

Aus dem Geschehenen wird nichts gelernt werden

Ergo dessen werden sie sich wieder einmal fragen: Wie konnte dies nur geschehen? Sie werden Kerzen entzünden, werden sich weinend in den Armen liegen.

Kürzeste Zeit nach den Begräbnissen wird diese Nation zur Tagesordnung übergehen und noch mehr Waffen werden den Weg in die Privathaushalte finden.

Sie werden leider nicht fähig sein, ein Bundesgesetz binnen Jahresfrist in Kraft zu setzen, das - als ersten Schritt - zumindest die Registrierung aller Waffen (gleich wie bei uns in Österreich) vorschreibt; mit entsprechend hohen Geld-Strafen und Konfiskation aller Waffen.

Re: Aus dem Geschehenen wird nichts gelernt werden

Und mit registrierten Waffen kann man nicht Amoklaufen?

Jährlich 30.000 Tote durch Schusswaffen in den USA

Das macht pro Tag 82!
Auch wenn die Selbsttötungsrate bei 60 % liegt, so sind die verbleibenden 33 Opfer pro Tag sehr hoch. Dieses Problem sollten die USA lösen, bevor sie den Weltpolizist spielen und für Rechte und Werte in anderen Ländern eintreten.

Es ist zwar verständlich, dass die Presse ausführlich über spektatkuläre Massenmorde berichtet, aber ich denke sie sollte nur kurz darüber berichten. Die Gefahr durch Nachahmungstäter sollte nicht unterschätzt werden.

Re: Jährlich 30.000 Tote durch Schusswaffen in den USA

Wenn man sich die ansehen würde, wo diese Tötungsdelikte passieren, würden man feststellen, daß die meisten davon in Ballungsräumen mit hoher Kriminalität und strengen Waffengesetzen geschehen. Dann muß man noch die Toten durch Polizeieinsätze und Selbsverteidigung abziehen - die also gerechtfertig sind.
Wenn man sich Geschlecht, Alter und Ethnie der Getöteten ansieht, wird man herausfinden es handelt sich um junge männliche Farbige und Latinos, bei den Tätern ebenfalls.

Es ist einfach eine Katastrophe dass sowas passiert, vor allem wenn Menschen schon unter psychischer Behandlung stehen.

Die Verbindung zwischen Gewaltakte und Psychopharmaka

http://alles-schallundrauch.blogspot.com.es/2012/12/die-verbindung-zwischen-gewaltakte-und.html?m=1

Das ganze erinnert an den Batmann-Killer der sogar in einem Notizblock, ( das angeblich nie angekommen ist) per Postweg vor seinen Taten gewarnt hat ....

... angesichts des Schmerzes – so wie bei Barack Obama, der sich im Weißen Haus quasi als „Vater der Nation“ an die US-Bürger wandte.

Die Rührung des Friedensnobelpreisträgers wünschte ich, wenn er die jungen US-Bürger in die weltumspannenden Kriege verabschiedet und erst wieder Tränen der Rührung zeigt, wenn sie per Flugzeug, bedeckt mit dem Sternenbanner, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zurückkehren!

noch ein Versuch

Bei dieser Unterhaltungs-Industrie, Gewaltszenen und Spiele mit Millionenumsätzen, darin kann sich durchaus ein Mensch mit seinen verborgenen Agessionen hineinflüchten und von einem grossen Rache-Auftritt träumen, die Waffen im Schrank erleichtert natürlich diesen Wahnsinn auszuführen. Die Medien tun ihres dazu mit solchen Aufmachern, Schlagzeilen den Traum dieser kranken Gehirne zu erfüllen endlich im Mittelpunkt zu stehen. Ich halte die Auswahl der Headlines ohnehin oft für fragwürdig. Unsere sogenannte frei Gesellschaft rief die Geister die man nun nicht mehr los wird.

unsere sogenannte freie Gesellschaft zeigt Super-Mega-Action-Brutalo-Spiele und Filme

darin kann sich durchaus ein Mensch mit seinen verborgenen Agessionen hineinflüchten und von einem grossen Rache-Auftritt träumen, die Waffen im Schrank erleichtert natürlich diesen Wahnsinn auszuführen. Die Medien tun ihres dazu mit solchen Aufmachern, Schlagzeilen den Traum dieser kranken Gehirne zu erfüllen endlich im Mittelpunkt zu stehen.
Ich halte die Auswahl der Headlines ohnehin oft für fragwürdig.

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Überraschung!

Ich bin überrascht, dass die Presse diese Geschichte noch kommentieren lässt!
Überall sonst ist folgendes zu lesen:

"Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden"

Wie so eigentlich? Tut es Weh zu sehen, dass
auch in d. christliche, perfekte amerikanische Gesellschaft Wahnsinnige und Mörder gibt?
Was nun? Nach Berevik, wir es zu viel, was?

Ja, die Welt ist verrückt geworden! Warum?
Amerika und Hollywood fragen! Niergends sind Waffen so beliebt und andere umbringen so ein
Heldentat.

Wake up great America, this is a wake-up call...

Re: Überraschung!

Seit einem Jahrhundert wird in amerikanischen Schulen massengemordet.

Du reiches und doch so armes Amerika

Ich unterstelle ihm reine Tötungslust! Offenbar aufgepfropft von irgendwelchen Kränkungserlebnissen. Diese hochgepushte innere Wut ließ ihn zur mörderischen Killermaschine werden. Der Mutter unterstelle ich, sie war eine närrische Waffenenthusiastin. Na ja, sonst gab es an ihr scheinbar keine Auffälligkeiten? Denn in den USA ist es mehr oder weniger normal sich in den „Wohnzimmern“ einen pulverdampfenden Schießstand einzurichten. Mein tiefes Beileid gilt den Opfern!

Die Frage ist, warum macht jemand so etwas?

Ich bin sicher kein Freund von Waffen, aber ob jemand mit Waffen, Gift, Gas, Messern, Benzin, oder bloßen Händen Menschen umbringt, macht im Resultat keinen Unterschied.

Wie kommt es zu soviel zerstörreischer Energie? Im Fernsehen ist Mord zu täglichen Unterhaltung geworden. Macht es das für labile Menschen leichter ihre Albträume umzusetzen?

Re: Die Frage ist, warum macht jemand so etwas?

Der Mensch ist von seiner geistigen Kapazität her nicht an die Anforderungen des modernen Lebens angepasst.

Heute interagieren wir innerhalb einer Woche mit mehr Menschen als noch wenige Jahrhunderte zurück die meisten Menschen in ihrem ganzem Leben.

Wir bewegen uns täglich weiter zur Arbeit als die meisten Menschen in ihrem Leben je kamen.

Dazu die Komplexität die uns umgibt, egal ob Bürokratie oder unsere Computer.

Ich denke sehr viele Menschen sind mittlerweile schlichtweg überfordert, wir ursprünglich in verwandtschaftlichen Kleingruppen nomadisch herumstreifenden Menschenaffen, können mit unserer technischen Entwicklung geistig nicht mehr mithalten.

Die Folgen wenn mehr Sinneseindrücke auf einen einstürmen als man verarbeiten kann, von Gruppengrößen welche das im Hirn vorhandene Potential übersteigen, etc, sind psychologisch wohl bekannt und reichen von Depression bis Aggression.

Nicht nur bei Menschen treten diese Effekte auf, sämtliche Säugetiere zeigen unter vergleichbaren Testbedingungen ähnliche Symptome und Reaktionen.

Amokläufe an Spielen, Fernsehen und Waffen festmachen zu wollen ist die einfache, populistische Lösung und schrammt an der Komplexität der wahren Ursachen meilenweit vorbei.

Aber die Politik bohrt bekanntlich seit jeher unter viel Lärm die dünnsten Bretter.


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Ich fühle mich nur noch sicher in Österreich,wenn ich den kalten Stahl...

...meiner Beretta unter dem Kopfpolster fühle.

Re: Ich fühle mich nur noch sicher in Österreich,wenn ich den kalten Stahl...

bedauerlicherweise sind sie auch ein risikofaktor und würden in eine geschlossene anstalt eingewiesen gehören.

2 0

Re: Re: Ich fühle mich nur noch sicher in Österreich,wenn ich den kalten Stahl...

Wie bitte? Sagen Sie doch so was nicht!

CCHR

http://www.cchrint.org/school-shooters/

Eine sehr informative Studie!

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Bitte darüber nicht mehr berichten.

Je mehr darüber geschrieben und je öfter so was passiert, desto mehr Leute hier kommen auch auf dumme Gedanken.

Ich habe eine echte Wut auf solche Berichte und ich will mich nicht mehr mit der Unfähigkeit der Amerikaner, aus diesem Fehler zu lernen, beschäftigen. Es ist mir egal, was drüben passiert.

Es gibt ja einen Ehrenkodex, dass die Presse nicht über Selbstmorde schreibt, weil es sonst viele nachmachen. Genau so, ja gerade in solchen Fällen sollte es hier einen Ehrenkodex geben, sonst kommt Utöya 2.

Die Amis werden ihre Waffen nicht abschaffen, sondern beten und Satan die Schuld in die Schuhe schieben und es kommt wie es kommen muss. Solche Täter fühlen sich auch nicht mehr alleine, weil es eh schon zum guten Ton gehört, auf solche Weise Aufsehen zu erregen.

Besser wäre eine anonymisierte Statistik am Jahresende, um solchen Menschen das Gefühl zu nehmen, sie versetzen die Welt in Angst und schrecken. Ich will so was auch nicht mehr hören und lesen, es ist eh jedes mal das Gleiche. Ein Verirrter kommt, mäht Schüler nieder, die Eltern weinen.

Ich behaupte, die Welt braucht solche Stories und genau, weil so intensiv darüber berichtet wird, fordert man so einen armen Verrückten heraus, genau die gleiche Story wieder zu liefern.

 
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