Immer mehr US-Bürger wollen schärfere Waffengesetze

18.12.2012 | 15:04 |   (DiePresse.com)

Nach dem Massaker an einer Volksschule werben Demokraten für ein Verbot von Sturmgewehren. Die Hälte der US-Bürger will schärfere Regelungen.

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Nach dem Amoklauf an einer US-Volksschule in Connecticut nimmt die Debatte um eine Verschärfung des US-Waffenrechts an Fahrt auf. Der bisher als Befürworter von Waffen geltende demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, kündigte am Montag für diese Woche den Beginn einer Debatte zur Änderung von "Gesetzen und Kultur" an. Der 20-jährige Amokläufer Adam Lanza hatte am Freitag 20 Schüler der Volksschule sowie sechs Erwachsene getötet. Zuvor erschoss er zuhause seine Mutter. Nach dem Blutbad nahm er sich das Leben.

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Knapp 158.000 US-Bürger unterschrieben seit dem Amoklauf eine Petition für ein schärferes Waffenrecht. Damit wurde ein Rekord bei einem an die US-Regierung gerichteten Online-Begehren erreicht.

Eine am Montag veröffentlichte Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos ergab unterdessen, dass 50 Prozent der Befragten dafür plädierten, den Waffenbesitz strenger zu regeln. In einer Umfrage kurz vor der Bluttat an der Sandy Hook Elementary School am Freitag befürworteten lediglich 42 Prozent einen solchen Schritt.

Demokraten: Verbot von Sturmgewehren

Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein kündigte an, am 3. Jänner, dem ersten Tag der neuen Legislaturperiode, ein neues Waffengesetz in den Kongress einzubringen. Die Initiative werde ein Verbot von Sturmgewehren und von Magazinen mit mehr als zehn Patronen vorsehen. Sie äußerte sich zuversichtlich, dass US-Präsident Barack Obama diesen Vorstoß unterstützen werde.

Auch der demokratische Senator Joe Manchin, der in der Vergangenheit in einem politischen Werbespot einmal mit einer Waffe auf eine Vorlage für ein Gesetz gegen die Erderwärmung schoss, schlug eine Erneuerung des Verbots von Sturmgewehren vor. "Nie zuvor haben wir erlebt, dass unsere Kinder abgeschlachtet werden", sagte Manchin dem Sender MSNBC.

Republikaner: Gesetze "ernsthaft überprüfen"

Der republikanische Senator Marco Rubio ließ über seinen Sprecher erklären, zwar bleibe er ein Befürworter des Rechts auf das Tragen von Waffen, dennoch müssten die Gesetze "ernsthaft überprüft" werden, um "Massenschießereien" in Zukunft zu verhindern. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg forderte ein sofortiges Handeln, um die Zahl von geschätzten 30.000 Toten durch Schusswaffen in den USA pro Jahr zu verringern.

Das Weiße Haus erklärte, strengere Waffengesetze seien nur ein Teil der Lösung. Zugleich müsse auch die Behandlung von psychischen Krankheiten verbessert werden. Die Bluttat an der Volksschule im Bundesstaat Connecticut vom Freitag sei "außergewöhnlich in ihrer Abscheulichkeit", sagte Regierungssprecher Jay Carney. Die Antwort auf solche Taten sei "komplex" und bedürfe mehr als eines Waffengesetzes.

US-Präsident Barack Obama hatte bereits kurz nach dem Massaker politische Konsequenzen angekündigt und seine Aufforderung zum Handeln am Sonntag bei einer Trauerfeier bekräftigt. Ein Sprecher von Obama sagte, der Präsident werde sich in den kommenden Wochen näher zu seinen Plänen äußern. Generell befürworte Obama aber ein Verbot von Sturmfeuerwaffen.

Waffenlobby schweigt

Die einflussreiche Waffenlobby hielt sich in sozialen Netzwerken in den Tagen seit dem Amoklauf in Newtown deutlich zurück. Die Facebook-Seite der National Rifle Association (NRA) war am Montag nicht verfügbar, und über den Haupt-Account der NRA beim Kurznachrichtendienst Twitter wurden seither keine Nachrichten verbreitet. An der Wall Street fielen am Montag die Kurse für Wertpapiere von Waffenherstellern.

Land der Schusswaffen in Privathand
In keinem anderen Land der Welt befinden sich mehr Schusswaffen in Privathand als in den Vereinigten Staaten. Die US-Verfassung gibt den Bürgern grundsätzlich das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen.

>> Mehr: Zahlen und Fakten

(APA/Reuters/AFP)

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142 Kommentare
 
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wieso redet eigentlich niemand

darüber mal das zu tun was Banken, Politiker oder VIPs auch tun

nämlich sich von bewaffneten Wachleuten sichern zu lassen

ein paar pensionierte Beamte oder anderweitig ausgebildete Freiwillige werden sich doch überall finden, um in einer Schule während der Schulzeiten nach ein Auge auf unsere wichtigsten Schätze zu werfen

ich würde mich sofort ehrenamtlich zur Verfügung stellen - immer dann, wenn ich nicht selbst zur Arbeit muss

für bedrucktes Papier tut man das auch - und das Zeug hat im Vergleich zum Leben meiner Kinder gar keinen Wert

gebt jedem US-Bürger ne Knarre

am besten Sturmgewehre mit Dauerschussfunktion
solang sie sich gegenseitig umbringen, lassen´s wenigstens die andern in Ruh
außerdem muß die NRA auch von was leben
die Dinger gehören benutzt, kauf mir ja kein Auto und fahr dann nicht damit...

niemand will euch die Waffen wegnehmen, keine Sorge.

Pistolen, Messer, Armbrust, etc das soll Jeder der will haben können (nach psych. Test, versteht sich)

Sturmgewehre haben aber in den Händen von Zivilisten nichts verloren. Das ist Kriegsgerät.

Natürlich tötet immernoch der Mensch, nicht die Waffe, aber ich muss dem Menschen kein Sturmgewehr in die Hand drücken damit er 30 Menschen pro Minute abknallen kann!

Wie einfach ist das, hm?


Ein Traum:

Eine Sturmgewehr in der Hand.
Vollgepumpt mit Psyhopharmaka.

-> Sturmgewehre einsammeln
-> Psychopharmaka nur gegen Rezept

Re: niemand will euch die Waffen wegnehmen, keine Sorge.

würde mich, wie üblich, über ein Gegenargument freuen...

Re: Re: niemand will euch die Waffen wegnehmen, keine Sorge.

Es hinkt deshalb, weil man genauso mit einer Pistole 30 Menschen in der Minute umbringen kann.
Das Problem mit diesen Kategorisierungen ist halt, dass sie absolut willkürlich gestaltet sind und auch total sinnfrei. Warum sind in Österreich zB Vorderschaftrepetierer (ugs. Pumpguns) verboten? Da gab es in Deutschland mal einen Amoklauf mit so einer Waffe. Sonst gibt es dafür überhaupt keinen Grund. Populistische Anlassgesetzgebung.
Genauso bei der Munition. ZB ist in Österreich Teilmantelhohlspitzmunition verboten, andererseits ist Voll-Kupfer-Hohlspitzmunition erlaubt. Technisches Argument dafür? Brauchen wir nicht.
(es kann gut sein, dass ich die Begriffe hier durcheinander gebracht habe. Bin auch kein Spezialist auf dem Gebiet. Sollte aber klar sein, worauf ich hinaus will)

Also. Warum jetzt Sturmgewehre verbieten? In einer Umgebung, wo es keine bewaffneten Leute gibt, ist das Kriterium vollautomatisch oder halbautomatisch vollkommen gleichgültig.
Soldaten sind für gewöhnlich auch mit Pistolen ausgestattet. Sind die jetzt auch Kriegsgerät?

Psychologische Tests halte ich übrigens auch für sinnvoll. Aber dann sollte man sich doch kaufen können, was man will.
Alles andere ist so wie: "Führerschein ja, aber einen Ferrari braucht doch wirklich niemand"

Wie kann ein Sturmgewehr

legal in die Hände eines Zivilisten gelangen?
Wieso bringt eine Mutter ihrem geistig beeinträchtigten Sohn bei, solche Waffen zu benutzen? Fragen über Fragen.

Die Waffe tötet nicht

Zuerst einmal ist es der Mensch der den Abzug zieht, also wäre es weitaus sinnvoller einen Psychologischen Test oder ein Gespräch mit einem Psychiater einzuführen, in den USA, als die Waffen zu verbieten. Drogen sind auch verboten und dennoch nehmen sie mehr als genug Menschen. Ein Waffenverbot hätte also keinerlei Wirkung.

In Österreich ist es ja schon gegeben das man ein psychologisches Gutachten braucht bevor man sich B-Waffen kaufen darf. Finde ich garnicht schlecht.

Jetzt der wichtigste Punkt nocheinmal:
DIE WAFFE TÖTET NICHT

Wenn man etwas verbieten will, dann muss man den Zugang zu der Munition erheblich schwieriger machen.
Wer nicht auf Munition angewiesen ist, darf zB zwar die Waffe kaufen, aber die Munition bekommt er nur gegen Vorlage einer Notwendigkeit. (Jagd, Sportschütze usw...)
Diese müsste man dann zwar prüfen, aber das lässt sich alles bewerkstelligen.

Klar würden sich Amokläufer immer irgendwo dann die Munition besorgen, aber ich denke das das Massaker in Newton sicherlich durch so eine Regel verhindert hätte werden können. Der "Junge" hat in seinem Wahn die Waffen und Munition der Mutter genommen. Mit der Waffe selbst könnte er sich dann, auf gut Deutsch, brausen gehen.


Re: Die Waffe tötet nicht

Getretener Quark wird breit - nicht stark, meinte schon der alte Geheimrat J.W. v.G.

Re: Die Waffe tötet nicht

meine güte....ir re was man hier alles liest.

sie haben ja absolut keine ahnung

Obama macht jede Woche ein Masaker an unschuldigen Zivilisten

Man sollte zuallererst ihm die Drohnen verbieten.....

Re: Obama macht jede Woche ein Masaker an unschuldigen Zivilisten

Hahaha!
Und Sie verüben eins an der Deutschen Rechtschreibung!
Wo bleibt der Beate-User "Pfefferstreuer"?

Ein Verbot von Waffen wird das Grundübel nicht lösen! Schon in der Bibel war es klar: der KAIN (MANN) übt Gewalt aus!

Und so ist es auch bis jetzt geblieben: Täter = Mann, Opfer = Frauen, Kinder
Da kann man die Sturmgewehre verbieten,kommt das genetisch für Gewalt destinierte Zellhäufchen halt mit einem andeen Mordsgerät.
Da muss man das Grundübel beseitigen! Da liegt es auch in der Erziehung.

Re: Ein Verbot von Waffen wird das Grundübel nicht lösen! Schon in der Bibel war es klar: der KAIN (MANN) übt Gewalt aus!

na Mäderl, schon gendergetestet??

Re: Re: Ein Verbot von Waffen wird das Grundübel nicht lösen! Schon in der Bibel war es klar: der KAIN (MANN) übt Gewalt aus!

Hohoho!
Sie sind aber einfallsreich!
Gehen Sie am Abend auch als Weihnachtsmann?

Re: Re: Re: Ein Verbot von Waffen wird das Grundübel nicht lösen! Schon in der Bibel war es klar: der KAIN (MANN) übt Gewalt aus!

ich bin der Weihnachtsmann, Tschopperl...

Re: Ein Verbot von Waffen wird das Grundübel nicht lösen! Schon in der Bibel war es klar: der KAIN (MANN) übt Gewalt aus!

die Männer ausrotten ?

Das letzte Waffenverbot in Deutschland...

...wurde am 8.11.1938 ausgesprochen.

Von wem dürfte hinreichend bekannt sein und die Folgen auch.

Egal ob von nationale oder internationale Sozialisten, am Anfang stehen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten wie Waffenverbote und am Ende steht die Diktatur.


Re: Das letzte Waffenverbot in Deutschland...

da braucht man in den USA gar nichts ändern !? Sollten wir das Waffengesetz in Österreich liberalisieren weil wir andernfalls auf eine Diktatur zusteuern ?

Re: Re: Das letzte Waffenverbot in Deutschland...

Genau so ist es.
Denken Sie einmal nach wieviele Staaten einen schwarzen als Präsident haben und wieviele davon Demokratien sind - wehret den Anfängen.


Re: Re: Das letzte Waffenverbot in Deutschland...

berechtigte Frage. Da schließ ich mich an.

und was ist mit den ...

... Psychopharmaka, die die Täter intus hatten? werden die auch verboten?

Je später

Je später der Abend, desto mehr linksgrüne Vollpfosten bewerten die Kommentare.

Re: Je später

Verwunderlich, da sie idR. auch unter tags nichts zu tun haben. Oder kommen sie von der "Berufsdemo" heim?
;)

Re: Je später

Sie sind scheinbar schon zu betrunken, um noch an einer kondtruktiven Diskussion teilzunehmen. Web wundert es, wenn er schon seit 10:00 Uhr beim Würstelstand steht

Re: Je später

warum? weil wir was ordentliches gelernt haben und nicht auf Hilfshackler-Jobs angewiesen sind.

 
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