Latinos sind die glücklichsten Menschen

20.12.2012 | 18:14 |   (Die Presse)

In Lateinamerika leben laut einer "Gallup"-Erhebung die glücklichsten Menschen der Welt. Österreich liegt in dem "Wohlfühlindex" nur im Mittelfeld.

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Wien/Apa. Auf Paraguay, Panama und El Salvador hätte man wohl nicht gewettet: Laut einer weltweiten Erhebung des „Gallup“-Institutes leben in diesen Staaten die glücklichsten Menschen der Welt: Auf die Fragen „Haben Sie sich gestern ausgeruht gefühlt?“, „Wurden Sie gestern den ganzen Tag respektvoll behandelt?“, „Haben Sie gestern viel gelächelt oder gelacht?“ und „Haben Sie gestern etwas Interessantes getan oder gelernt?“ antworteten dort 84 bis 85 Prozent der Befragten mit „Ja“.

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Überhaupt scheint Lateinamerika so etwas wie der „Glücksnabel“ der Welt zu sein, denn in der Top-Ten-Liste des Lebensglücks sind gleich acht Staaten dieses Kontinents aufgeführt – neben den erwähnten auch Venezuela, Guatemala, Trinidad-Tobago, Ecuador und Costa Rica mit Glücksraten von 81 bis 84 Prozent.

 

Glück trotz Kriminalität?

Das überrascht: Immerhin sind etwa Guatemala und El Salvador überaus arm und werden, wie Venezuela, von brutalen Kriminalitätswellen geplagt; in Ecuador und Paraguay ist der Wohlstand relativ bescheiden und fast alle acht schneiden bei Indizes über Korruption und Demokratie schlecht ab. Wenigstens gilt Costa Rica als „Schweiz Mittelamerikas“.

Auch Thailand und die Philippinen liegen unter den Top Ten der Umfrage. Österreich kam unter den 148 analysierten Ländern im guten Mittelfeld zu liegen, der Wohlfühlindex beträgt 74 Prozent. Am wenigsten zufrieden sind demnach die Bewohner Armeniens (49 Prozent), des Irak (50 Prozent), Serbiens, des Jemen und Georgiens (jeweils 52 Prozent). Das Schlusslicht ist mit 46 Prozent justament der reiche, hoch entwickelte Stadtstaat Singapur.

Für die Umfrage wurden fast 150.000 Menschen weltweit befragt. Kritiker merken allerdings an, dass die Befragten in Lateinamerika womöglich kulturell eher dazu neigten, negative Aussagen zu vermeiden – unabhängig davon, wie sie sich wirklich fühlten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2012)

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3 Kommentare

Also ich fühle mich s..wohl in Österreich. Überhaupt beim Posten!

Kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand noch wohler fühlt, außer vielleicht beim Kaffeekränzchen mit unser Dr. Werner Faymann oder dem geselligen Dr. Michael Häupl.

vwl

Nach der Befriedigung der Grundbedürfnisse generiert eine zusätzliche Einheit Wohlstand bei weitem keine zusätzliche Einheit Zufriedenheit mehr. Und je weiter es fortschreitet, desto mehr nimmt der Effekt ab.

Familie, Freunde, Liebe sind nunmal Dinge die man nicht kaufen kann. Da können wir uns einiges abschauen.

Re: vwl

Du bist auf den richtigen Weg! Geld macht nicht gluecklich. Wir in Suedamerika wissen zu Leben mit ser wegig Geld aber viele Freunde.

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