UNO-Resolution gegen weibliche Genitalverstümmelung

21.12.2012 | 07:21 |   (DiePresse.com)

Drei Millionen Mädchen in 30 Ländern sind laut Amnesty International von Genitalverstümmelung betroffen.

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Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat erstmals in einer Resolution zum Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung aufgerufen. In dem am Donnerstag in New York verabschiedeten Dokument fordert das Gremium die internationale Staatengemeinschaft auf, Gesetze gegen die Verstümmelung zu verhängen und deren Einhaltung streng zu überwachen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüßte die Resolution. Ihren Angaben zufolge sind rund drei Millionen Mädchen in fast 30 Ländern der Welt von der oftmals mit Tradition oder Religion begründeten Praxis betroffen. Die Genitalverstümmelung kann zu Problemen bei sexuellen Beziehungen und Geburten und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen.

(APA/dpa)

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25 Kommentare
 
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wo bleibt das"gendermainstreaming",wenn manns'mal braucht?


Weibliche Beschneidung wird geächtet, männliche Genitalvertümmelung wird subventioniert. Welch eine Heuchelei!


Mit dieser Resolution haben sie sich aber lange

Zeit genommen.....wird aber weiterhin vielen schrecklich gequälten Mädchen, Frauen nichts nützen. Mit diversen Zahlungs-Stops drohen wäre wohl wirksamer!

und beschneidung bleibt weiter erlaubt


Re: und beschneidung bleibt weiter erlaubt

Im Namen von Religionen, Tradition etc Genitalen von Mädchen und Buben zu verstümmeln isi geisteskrank!

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Warum beschützt die UNO nicht auch die körperliche Unversehrtheit von männlichen Minderjährigen?

Bei Mädchen bezeichnen sie es korrekt als GENITALVERSTÜMMELUNG, aber bei Jungen euphmistisch "BESCHNEIDUNG".

Warum beschützt die UNO nicht auch die körperliche Unversehrtheit von männlichen Minderjährigen?

Re: Warum beschützt die UNO nicht auch die körperliche Unversehrtheit von männlichen Minderjährigen?

Das kommt bei uns nicht vor. Nur in Ländern die weit weg sind und daher tut man sich damit leichter. Nicht falsch verstehen, ich bin total dagegen. Aber Beschneidung bei Buben oder Mädchen macht da keinen Unterschied. Also bitte liebe UNO, auf der ganzen Welt, egal welche Religion, Genitalverstümmelung bei Mädchen und Buben muß bestraft werden. Verboten ist es ja ohnedies. Bitte liebe EU, sofort jede Verstümmelung auch hart ahnden.Egal welches Land, egal welche Religion, egal welches Geschlecht.

Re: Warum beschützt die UNO nicht auch die körperliche Unversehrtheit von männlichen Minderjährigen?


Weil eine feministische Lobby es geschafft hat, ihre Positionen durchzusetzen. Was PR und Lobbying angeht, kann man da nur staunen und dazulernen.

Dass für Buben das Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht als notwendig erachtet wird, ist Begleiterscheinung einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Männer anscheinend immer noch als "irgendwie belustigend" wahrgenommen wird, wie unzählige entsprechende Werbespots belegen.

Außerdem scheint die Einsicht, dass es sich bei jedem Mann ja irgendwie nur um einen verhinderten Rudelvergewaltiger handeln kann, endlich auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein: Bei verschiedenen Fluggesellschaften dürfen Männer z.B. nicht mehr neben unbegleiteten Kindern sitzen.

Die Beleidigung der Intelligenz beginnt nun dann, wenn man eine offensichtliche Kriegsführung als "Gleichstellung" zu verkaufen versucht. Letzten Endes läuft der Feminismus in seiner dogmatischen Form auf einen politisch korrekten Rassismus hinaus, inkl. aller entsprechenden Merkmale wie "genetische Überlegenheit", höhere Intelligenz, höhere soziale Kompetenz, usw. usw.

Die Feministinnen haben aus dem "Patriarchat" gut gelernt und wissen genau, welche gesellschaftlichen Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Geschlecht zur gesellschaftlichen Norm erhoben wird, d.h. "gesellschaftlich dominant" wird.

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Seltsam nicht wahr …

… in Deutschland wird die Verstümmelung von Jungs gerade legalisiert, das Gesetz hat vor wenigen tagen gerade den Bundestag passiert.

Es ist also eine Frage der Zeit bis die erste Klage gemäß dem Gleichheitsgrundsatz kommt. Insoweit greift die weiter unten angeklungene Fragestellung schon: „Gleiches recht für alle“ … hier noch etwas besser erläutert. Da ist auch der deutsche Gesetzentwurf mit dabei, der jetzt Gesetz ist. Da hat man die Mädels völlig außen vor gelassen >>

http://qpress.de/2012/10/08/beschneidung-von-madchen-auch-deutschland/

An Begründungen für eine Gleichbehandlung mangelt es auch nicht.

Besser wäre es wohl tatsächlich, man hätte es generell untersagt, denn den Buben, die meinen sie brauchten es für ihre Gesellschaftlich, kulturelle oder religiöse Entwicklung, denen stünde es ja auch frei sich der Vorhaut noch im Erwachsenenalter zu entledigen. Anders herum wird es da deutlich schwieriger … (°!°)

Gleiches Recht für alle

auch das Beschneiden kleiner Buben gehört verboten.

Unterschied

ist da aber, dass (bei fachgerechter Durchführung) keinerlei gesundheitliche Probleme auftreten; keine Beeinträchtigung des Sensoriums erfolgt und (positiv) bei den Partnerinnen eine geringere Häufung von Gebärmutterhalskrebs auftritt.

Re: Unterschied

Nach der Logik können Sie auch aus religiöser Motivation ein Auge amputieren weil das beeinträchtigt auch nicht...

Körperverletzung soll ausnahmslos verboten sein!


Interessante "Sichtweise"

dass das Entfernen eine Auges nicht beeinträchtigt. Da muss man schon sehr "blind" sein, so zu argumentieren.

Ich halte es grundsätzlich für sinnvoll, bei allen religiösen Ritualen, diese erst im Erwachsenenalter vorzunehmen (auch die Taufe, z.B.), wenn der/die Betroffene aus freien Stücken diesen Weg wählen kann. Nur wollte ich doch den Unterschied in den Folgen zwischen weiblicher und männlicher Beschneidung aufzeigen.

Leider wird die Diskussion über die männliche Beschneidung, obwohl die Juden nur einen geringen Prozentpunkt der Beschnittenen sind, oft vor einem antisemitischen Hintergrund geführt.

Re: Interessante "Sichtweise"

Jetzt auch noch die Nazikeule, das rundet ihr Bild so richtig ab ...

... wenn Sie sich betroffen fühlen

von einem objektiven Zustand, ist es mir auch recht. Gemeint habe ich nur, dass es auch (und leider häufig) nicht nur Sachargumente sind. Wenn Sie das gleich als Keule sehen ...

wie wärs gleich mit Rübe ab, dann bekommt man Sicherheit überhaupt keine Krankheiten mehr


Konstruktiver Beitrag!


ihre Argumentationslinie...


Beschneidung und Sexualität

„Die Beschneidung entfernt den empfindsamsten Teil des männlichen Penis. Die fünf sensitivsten Stellen des Penis befinden sich auf der Vorhaut. Die Übergangsregion von der äußeren zur inneren Vorhaut ist die empfindsamste Stelle des intakten Penis und ist sensitiver als die empfindlichste Stelle, die der beschnittene Penis noch besitzt.“*

*Sorrells ML, Snyder JL, Reiss MD et al. Fine-touch pressure thresholds in the adult penis.

Beschneidung und Sexualität, II

William H. Masters MD and Virginia E. Johnson (1966):" Beschneidung hat keinen Einfluss auf die männliche Sexualität".

Re: Beschneidung und Sexualität, II

Ich bitte Sie, das einzige was das beweißt ist das Männer auch ohne Vorhaut noch zum Schuß kommen, was bei Frauen nach Beschneidung schon etwas schwieriger wird. Die Aussage dieses Artikels dass sie keinen Einfluss hat ist aber schlichtweg falsch, außer Sie meinen Sexualität definiere sich nur über den Höhepunkt und sonst gar nichts.
Es ist mehrfach erwießen dass die Vorhaut die empfindlichsten Stellen hat, Beschneidung wird sogar vorgeschlagen wenn man unter vorzeitiger Ejakulation leidet!!!
Diese ganzen Befragungen mit vorher nachher sind irgendwie müßig, die Desensibilisierung erfolgt nicht von heute auf morgen, und ein Jahr danach weiß man eh nicht mehr wies vorher war.
Aber überhaupt die Möglichkeit zu nehmen alles zu empfinden ist doch ein starkes Stück.
Falls Sie sich wundern warum da so ein langer Monolog steht, mich stört einfach ungemein die Pauschalaussage "es kommt zu keiner Beeinträchtigung des Sensoriums". Das ist einfach nicht richtig, wo haben Sie diese Totalaussage her?

Re: Beschneidung und Sexualität, II

Alter willkommen in der Neuzeit!

Auch für solche Kapazunder wie Sie vorgeben einer zu sein - kennen Sie den Rechtspassus 'körperliche Unversehrtheit'?
Gut, denn mehr sollte man diesbezüglich auch nicht mehr anmerken müssen.

Re: Beschneidung und Sexualität, II

Sie argumentieren auf dem Niveau von 1966.

Das erklärt einiges.

Lesen sie mal zeitgemäße Literatur auch wenn sie ihrer Rhetorik stört?

2007: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

Circumcision ablates the most sensitive parts of the penis. 2007

Ihr Wissensstand ist auf dem Niveau von 1966?

Das erklärt einiges.

Ich empfehle zeitgemäße Literatur auch wenn sie Ihnen nicht zur Rhetorik passt.

2007: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

Wissensstand

war nur EIN Beispiel der bis heute kontroversiell geführten Diskussion. Ist aber glaube ich müßig sich hier im Forum mit Publikationen zu bewerfen. Vielleicht ergibt sich eine fachliche Diskussion im Rahmen einer Fortbildung der oeasm, falls Sie auch jemals dort sein sollten.

 
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