Kalifornien: "Umerziehung" Homosexueller bleibt legal

22.12.2012 | 14:42 |   (DiePresse.com)

Therapien zur Umerziehung homosexueller Jugendlicher sollten in dem US-Staat ab Jänner verboten sein. Nun hat ein Gericht das Gesetz gestoppt.

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Therapien zur Umerziehung von homosexuellen Jugendlichen werden in Kalifornien vorerst doch nicht verboten. Ein Berufungsgericht stoppte am Freitag ein entsprechendes Gesetz, das eigentlich am 1. Jänner hätte in Kraft treten sollen.

Es sollten nun weitere Argumente in dem Fall angehört werden, lautete der Richterspruch. Therapeuten, die mit sogenannter reparativer Therapie versuchen, junge Homosexuelle zu Heterosexuellen zu machen, hätten durch das Gesetz mit Disziplinarmaßnahmen rechnen müssen.

Mehrere Therapeuten sowie zwei Familien, die argumentierten, die Therapie habe ihren Söhnen geholfen, hatten eine einstweilige Verfügung angestrengt.

Die Abgeordneten in Kalifornien hatten dem Gesetz zugestimmt, das Gouverneur Jerry Brown schließlich im September unterzeichnete. Das umstrittene Gesetz wird derzeit auch darauf geprüft, ob es die verfassungsmäßigen Rechte von Eltern und Therapeuten missachtet.

(APA/sda)

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5 Kommentare

Es ist gut, dass man die Krankheit weiter heilen darf.

Es gibtja sehr viele, die nicht gerne so leben wollenund die wären nun diskriminiert worden.

Re: Es ist gut, dass man die Krankheit weiter heilen darf.

Schade, dass kreuznet nicht mehr online ist. Da wären Sie gut aufgehoben. Dass es immer noch Menschen gibt, die, gegen alle Wissenschaft und Vernunft, Homosexualität als Krankheit, und nicht als Spielart der menschlichen Natur sehen, ist nicht zu fassen! Kein Mensch sucht sich aus, ob er blond oder braun ist. Man ist so. und kein Mensch sucht sich aus, ob er schwul oder hetero ist. man ist so!!! Und so, wie es ist, ist es gut!!! Die Intoleranz und Dummheit ist leider zeitlos, scheint es.

"und kein Mensch sucht sich aus, ob er schwul oder hetero ist. man ist so!!!

Ah so? Ich hab geglaubt, Homo- und Heterosexualität sind nur "sozial konstruiert" und beruhen, insbesondere im Fall der Heterosexualität, auf "Zwangsheteronormativität" und "Zuweisung einer Geschlechterrolle durch die Gesellschaft", die chromosomale Ausstattung oder die Geschlechtsorgane oder sonst etwas Biologisches - etwa hormonelle Einflüsse während der Embryonalentwicklung - hätten für die Ausrichtung der Sexualität oder für die "Geschlechterrollen" irgendeine Bedeutung, sowohl sexuelle Orientierung als auch "Geschlechterrolle" (Gender) könnten "frei gewählt" werden. Sagen Judith Butler und die Queer-Aktivisten. Also was jetzt?

was war...

.... das "unwort" in meinem kommentar, dass es zuerst gelesen (oder ungelesen verworfen) wird?

doch

immer wieder erschreckend, das sehr ausgeprägte und gefährliche bigotte in amerika.

stellen sie sich vor, hierzulande würde es so etwas geben. die meisten (der wähler, vielleicht nicht der presse-leser-kommentatoren) würden zurecht einer umerziehung nicht zustimmen.
umerziehung von schwul zu "normal". umerziehung von rot zu braun. umerziehung von parkplatzbewirtschaftungsgegnern zu parkplatzbewirtschaftungsbefürwortern - oh, mir graut, wenn ich mir die realität in wien anschaue. also vielleicht bin ich doch nicht ganz richtig mit meiner zu beginn getätigten schlußfolgerung.

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