Therapien zur Umerziehung von homosexuellen Jugendlichen werden in Kalifornien vorerst doch nicht verboten. Ein Berufungsgericht stoppte am Freitag ein entsprechendes Gesetz, das eigentlich am 1. Jänner hätte in Kraft treten sollen.
Es sollten nun weitere Argumente in dem Fall angehört werden, lautete der Richterspruch. Therapeuten, die mit sogenannter reparativer Therapie versuchen, junge Homosexuelle zu Heterosexuellen zu machen, hätten durch das Gesetz mit Disziplinarmaßnahmen rechnen müssen.
Mehrere Therapeuten sowie zwei Familien, die argumentierten, die Therapie habe ihren Söhnen geholfen, hatten eine einstweilige Verfügung angestrengt.
Die Abgeordneten in Kalifornien hatten dem Gesetz zugestimmt, das Gouverneur Jerry Brown schließlich im September unterzeichnete. Das umstrittene Gesetz wird derzeit auch darauf geprüft, ob es die verfassungsmäßigen Rechte von Eltern und Therapeuten missachtet.
(APA/sda)
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