Nach Amoklauf: Tausch von Waffen gegen Supermarkt-Bons

27.12.2012 | 14:42 |   (DiePresse.com)

Für eine Handfeuerwaffe oder ein Gewehr bekommt man einen 100-Dollar-Gutschein. Die gesammelten Waffen werden eingeschmolzen.

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Nach dem Amoklauf an einer Schule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut hat eine ungewöhnliche Tauschaktion in Los Angeles zahlreiche Teilnehmer angelockt: Lange Warteschlangen bildeten sich am Mittwoch (Ortszeit) in der Westküstenmetropole, wo Waffen gegen Supermarkt-Gutscheine eingetauscht werden konnten. Die Behörden hatten zuvor betont, Teilnehmer müssten dabei keine Fragen befürchten, woher ihre Waffen stammten. Die Tauschwilligen reichten die Waffen einfach aus dem Autofenster heraus, im Gegenzug bekamen sie Gutscheine.

Für eine Handfeuerwaffe oder ein Gewehr gab es einen Gutschein über 100 Dollar (umgerechnet 75 Euro), eine automatische Waffe wurde mit einem 200-Dollar-Coupon belohnt. "Die Resonanz ist sehr gut", sagte der Polizeibeamte Rudy Lopez. Teilweise hätten die Teilnehmer eineinhalb Stunden vor der Abgabestelle gewartet: "Die Leute wollen dazu beitragen, dass weniger Waffen auf den Straßen sind." Die gesammelten Waffen würden im Anschluss an die Aktion eingeschmolzen, sagte Lopez.

Aktivisten der Waffenlobby versuchten während der Aktion vorübergehend, die Wartenden vom Tausch abzuhalten. Sie boten an, die Waffen zu kaufen, um sie "an eine Frau in Gefahr zu spenden", wie es auf einem Plakat hieß. Andere Kritiker monierten, dass die Teilnehmer vor allem ausgediente und kaputte Waffen abgeben würden, die sowieso nicht für kriminelle Aktivitäten benutzt würden.

In den USA wird nach dem Amoklauf von Newtown wieder leidenschaftlich über die Waffengesetze diskutiert. Am 14. Dezember hatte ein 20-Jähriger in einer Grundschule in dem Ort 20 Kinder sowie sechs Erwachsene und schließlich sich selbst erschossen. Zuvor hatte er zu Hause seine Mutter getötet.

(APA)

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27 Kommentare
 
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Pupulistischer Unsinn

Diese Aktion soll der Sicherheit dienen, tut sie aber nicht. Wem oder was dient sie dann?

Sie dient den Politkern, denn die können zeigen, wie tatkräftig sie an den eigentlichen Problem vorbeihandeln.
Sie dient den Medien, denn die können über was berichten. Ob's was bringt? Wenn ineressiert's?
Sie dient den Verbrechern. Die können ihre Tatwaffen und ihren Schrott ensorgen und bekommen dafür sogar noch Geld. Super oder?
Sie dient natürlich dem illegalen Waffenhandel.

Und sie vernichtet Kulturgut. Bei einer ähnlichen Aktion in Texas knallte eine überzeugte Demokratin dem Sheriff voller Abscheu zwei alte Revolver auf den Tresen.
Bei genauerer Nachsicht zeigte sich, dass diese zwei Revolver absolut neuwertige, ungeschossenen und originale Colt Navy Mod1851er waren. Stückpreis ca. 30.000$

"Die Leute wollen dazu beitragen, dass weniger Waffen auf den Straßen sind."

Nein - die Leute wollen etwas zu essen haben in diesem total abgewirtschafteten und haushoch verschuldeten Land.

Tatsächlich eine bedenkliche Aktion

Wenn stimmt, was da steht. $ 100 ist etwas hoch. In einem derart gesättigten Markt kann man sich für viel weniger alten Schrott besorgen und die Differenz einsacken. Wobei die Freaks und die Verbrecher das gute Zeug selbstverständlich behalten.
Das ganze ähnelt eher den Autoabwrackprämien, deren Zweck ist, die Erzeugerindustrie zu stärken.

Re: Tatsächlich eine bedenkliche Aktion

An das musste ich auch als erstes denken
Es wird durchaus die eine oder andere Waffe weniger im Umlauf sein
Aber im Endeffekt ist es eine staatliche Fördering an die Waffenindustrie.

Sog. Harvest-Operationen...

...werden üblicherweise in post-war Szenarien durchgeführt (e.g. BiH bis ca. 2003) durchgeführt um ehemalige Freischärler zu entwaffnen.

Das alte Gerümpel von Opi und Omi wird abgegeben,

und Neues dafür gekauft.

Was man sich im Supermarkt spart, kann man ja woanders sinnbringend ausgeben.

Karabiner!

Ich hoffe, dass das Pressefoto nur symbolhaft für die abgegebenen Waffen steht.

Einen Karabiner tauscht man gerne gegen Gutscheine bzw. Geld zum Ankauf der benötigten Munition für eine UZI, FN P90, AK47, Baretta(kann auch 5 Schuß Salven im Dauerfeuermodus abgeben), etc.

Solange Waffen mit Dauerfeuereinrichtung im Umlauf sind, ist diese Aktion sinnlos.

Gute Gelegenheit für Verbrecher

um Tatwaffen verschwinden zu lassen.

Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Wer so versaut ist, ist so oder so verloren.

Re: Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Läuten Sie mal nach dem Pfleger. Ich vermute Sie haben heute vergessen Ihre Tabletten zu nehmen. Das würde auch den Schaum vorm Mund erklären.

Re: Re: Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Die linken sind ganz schön frech. Aber wo sollten diese Leute auch Manieren lernen?

Re: Re: Re: Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Woher leiten Sie meine politische Einstellung ab? Ich habe zu Ihrem meiner Meinung nach sehr bedenklichem psychischen Zustand Stellung genommen. Aber ich vermute jeder, der sich Ihnen kritisch gegenüber äussert, "muss" ein Linker sein...

Re: Re: Re: Re: Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Natürlich ist jeder der eine andere Meinung als ich vertrete ein Linker, denn sonst hätte er ja die gleiche Meinung wie ich. Logisch, oder?

Das was Sie gemacht haben war keine Kritik sondern eine Beleidigung ohne sichtbaren Grund. Was haben Sie gegen mich?


Re: Re: Re: Re: Re: Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Eigentlich nichts. Aber falls Sie es nicht gemerkt haben, in Ihrem ersten Posting zu diesem Thema, haben Sie in etwa 300 Millionen Amerikaner beleidigt. Und obwohl ich kein USA-Fan bin, kritisiere ich diese stark verallgemeinernde Haltung und kann sie mir nur als das Resultat einer Wahnvorstellung erklären.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Genau, lasst euch entwaffnen und euch umbringen

Aba nur diejenigen, welche an dieser Hirnlosen Links-linke Aktion Teilnehmen.

Alle die nicht Teilnehmen sind eh weiterhin anständig.

Der Staat als Hehler

So wie das Deutsche Finanzamt.

Re: Der Staat als Hehler

Die die Obama Administation als Waffenschieber ist ja nichts neues.

http://en.wikipedia.org/wiki/ATF_gunwalking_scandal

Die US Regierung bewaffnet Drogenkartelle, um im eigenen Land Stimmung gegen den Waffenbesitz zu machen...

Re: Re: Der Staat als Hehler

hat jemand wirklich an die Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Taten zum Wohle des Volkes dieser Berufsverbr...er geglaubt?

Re: Re: Der Staat als Hehler

Fast and Furious...

auch Kriminelle?

Haben da auch Kriminelle ihre Waffen abgegeben? Ich fürchte nicht

Re: auch Kriminelle?

nein, nur Helden und Engerl;)

Re: Re: auch Kriminelle?

Ich bin überzeugt, dass sich jeder Verbrecher dermaßen beeindrucken lässt, dass er seine Waffen abgibt und von nun an ein Leben den Gesetzen entsprechend führt! Seien Sie doch nicht so negativ ;)

Re: auch Kriminelle?

Das wäre relativ unwahrscheinlich, da die Waffen danach trotzdem Sicherheitstechnisch bearbeitet werden.
Solche Aktione sind übrigens nichts Neues, sondern finden ständig in den USA statt.
Leider wird aber auch von unwissenden Gutmenschen nicht nur Schrott sondern auch oft unwiederbringliches Kulturgut zerstört.

Re: auch Kriminelle?

Sie verstehen wohl nicht worum es hier geht. Das ist ein Zeichen gegen die wahnsinnige Bewaffnung einer Nation, die sich am meisten vor sich selber schuetzen muss.

Re: Re: auch Kriminelle?

Funktioniert halt nicht, wenn die, vor denen sie sich schützen müssen, nicht ihre Waffen abgeben.

MfG

Re: Re: auch Kriminelle?

Nein, es ist wie die Verschrottungsprämie bei den Automobilen um den Neukauf anzukurbeln
-->vlt eine geringe Reduzierung der Waffen im Umlauf
Die Kosten werden sicher gigantisch sein und die Waffenindustrie drann verdienen

 
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