Auch am Sternenhimmel tut sich 2013 Einiges, und dabei geht es nicht um die x-te amerikanische Sonde zum Mars: Dorthin wollen nämlich nun auch die Inder einen Satelliten schicken; bisher haben den Mars, zu dem in den 2030er-Jahren erstmals der Mensch im Rahmen einer US-Mission aufbrechen soll, nur Sonden der USA, Russlands und Europas erreicht.
China will in der zweiten Jahreshälfte dem Mond einen direkten Besuch abstatten, mit dem Mondlander „Chang'e 3“. Den Mond glaubt man ja weitgehend zu kennen, er gibt aber noch viele Rätsel auf. Zudem ist es Jahrzehnte her, dass ein menschliches Gerät sanft auf dem Mond aufgesetzt hat: Das tat 1976 die sowjetische Sonde „Luna 24“.
Für Menschen näherliegend wird die Aufnahme der ersten „suborbitalen“ Flüge eines Privatraumschiffs für Touristen sein: durch „SpaceShipTwo“ der US-„Spaceship“-Company, an der der Brite Richard Branson („Virgin“) zur Hälfte beteiligt ist. Das Gefährt, das noch den Namen „Enterprise“ erhalten könnte, soll sechs Passagiere in 110 Kilometer Höhe bringen, zehn Kilometer über jene Grenze, an der man gemeinhin das Weltall beginnen lässt. Das Schiff soll allerdings die Erde nicht umrunden.
Etwa 530 Passagiere hätten bisher fix gebucht, sagt Branson. 200.000 Dollar kostet der Spaß vorerst noch, da aber auch andere Firmen in dem Feld aktiv sind, werden die Ticketpreise langfristig sehr stark sinken. wg
("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2012)
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