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38-jähriger Steirer stirbt nach Lawinenunglück in Tirol

30.12.2012 | 18:41 |   (DiePresse.com)

Der Mann erlag am Sonntagnachmittag seinen schweren Verletzungen. Wegen unterlassener Hilfeleistung wird gegen Unbekannt ermittelt.

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Das Lawinenopfer aus der Steiermark, das am Samstag im Gemeindegebiet von Sellrain im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land unter den Schneemassen begraben worden war, ist Sonntagnachmittag seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 38-jährige Mann war nach Angaben eines Beamten bei dem Freizeitunfall total verschüttet und "erst nach längerer Zeit geortet und ausgegraben" worden. Er wurde in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen, wo er verstarb. Unterdessen nahm die Exekutive die Ermittlungen gegen Unbekannt wegen unterlassener Hilfeleistung auf.

"Heute fanden die Erhebungen zum Lawinenunfall statt, dabei wurde das Gipfelbuch kontrolliert", schilderte ein Polizist der APA am Nachmittag. Der Lawinenabgang hatte sich auf dem rund 3000 Meter hohen Zischgeles zugetragen.

Ein bei dem Lawinenabgang auf rund 2800 Meter Seehöhe Beteiligter hatte bei der Suche nach seinem Freund einen aufsteigenden Skitourengeher um Hilfe gebeten. Dieser soll allerdings negiert und seinen Weg fortgesetzt haben, schrieb Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol im Internetblog. "Das ist moralisch höchst bedenklich", meinte er zu diesem Verhalten. Zunächst war auch von einer zweiten Person, einem abfahrenden Tourengeher, die Rede gewesen. Dieser soll sich der Vermisstensuche mit der Aussage, es "interessiere ihn nicht", entzogen haben. "Dies ist aber im Zuge der weiteren Abklärung relativiert worden", erklärte Nairz der APA. Dieser Beteiligte habe sehr wohl nach Personen gesucht.

Die Unfallanalyse im Laufe des Tages mithilfe von Alpinpolizisten habe laut dem Lawinenexperten nichts Außergewöhnliches ergeben. Der Lawinenabgang sei aufgrund des aktuellen Schneedeckenaufbaus wie erwartet passiert.

Nach dem Auffinden des Steirers soll ein Beteiligter dessen Kopf freigelegt und mit den Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Eintreffen des Notarztes begonnen haben. Die Crew des ÖAMTC-Notarzthubschraubers "Christophorus 1" grub den Verunfallten zur Gänze aus. Unter Reanimationsbedingungen wurde der 38-Jährige in die Uni-Klinik geflogen. Ein von den Schneemassen weiterer Verschütteter, ein 49-jähriger Innsbrucker, wurde nach Angaben der Exekutive ebenso schwer verletzt. Auch er wurde nach Innsbruck gebracht.

Die beiden Tourengeher waren gemeinsam auf den Zischgeles in den Stubaier Alpen unterwegs gewesen. Ebenso war ein 46-jähriger Deutscher mit seiner 16-jährigen Tochter auf den Berg gegangen. Als das Schneebrett kurz vor 14.30 Uhr losbrach, konnten sich die Urlauber dank eines Lawinenairbags an der Schneeoberfläche halten. Sie erlitten dadurch nur leichte Verletzungen. Ein weiterer Tourengeher war alleine unterwegs gewesen. Der 40-jährige Einheimische konnte sich laut Polizei durch eine Schussfahrt in Sicherheit bringen. Bei der Suche standen neben 21 Mann der Bergrettung auch sechs Lawinenhundeführer und zwei Helikopter im Einsatz.

(APA)

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4 Kommentare
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in einem Land, wo Bergführer, nachdem sie Leute

in den Tod geführt haben, nur mit relativen, wenn überhaupt Strafen davon kommen, dann ist diese Behauptung der unterlassenen Hilfeleistung wohl auch relativ zu sehen.
Und ein Herr Nairz wird wohl nicht der Richter sein wollen, auch wenn es so scheint, als ob eine gewisse Personenschicht die Berge und alles was damit zusammenhängt als ihr eigenes private Eigentum sehen. Mit dem Monopol rechtlicher, wirtschaftlicher und sonstwie Beurteilung.

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Waaaahnsinn!

"Einen aufsteigenden Skitourengeher um Hilfe gebeten. Dieser soll allerdings negiert und seinen Weg fortgesetzt haben" - War bestimmt ein Pre**e-User.

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Re: Waaaahnsinn!

Also ein Presse-User wie Sie?!

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Re: Re: Waaaahnsinn!

Na, hören Sie mal! Ich bin ja hier so etwas wie der moralische Fels in der Brandung!