Japans neuer Premier will wieder AKW bauen lassen

31.12.2012 | 09:25 |   (DiePresse.com)

Shinzo Abe glaubt, dass durch eine andere Bauweise von Atomkraftwerken eine Katastrophe wie jene in Fukushima verhindert werden kann.

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Trotz der Atomkatastrophe von Fukushima im vergangenen Jahr will der neue japanische Ministerpräsident Shinzo Abe wieder Kernkraftwerksneubauten zulassen. Diese neuen Reaktoren würden sich komplett von denen im Unglückswerk Fukushima Daiichi unterscheiden, sagte er am Montag bei einem Besuch der Anlage. "Wir werden sie mit der Zustimmung, die wir vom japanischen Volk erhalten haben, bauen."

Abes liberaldemokratische Partei hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, mit der Atompolitik der Vorgängerregierung zu brechen, die das Land nach der Fukushima-Katastrophe unabhängiger vom Atomstrom machen wollte.

Drei Jahre Opposition

"Fukushima Daiichi war nicht in der Lage, die Energiequelle zu sichern, nachdem der Tsunami die Gegend getroffen hatte, aber das Atomkraftwerk Fukushima Daini war dazu in der Lage", sagte Abe mit Bezug auf das zehn Kilometer südlich vom Unglücksreaktor gelegene Kernkraftwerk. "Solch einen Unterschied sollten wir berücksichtigen."

Die LDP hatte die Wahlen nach drei Jahren in der Opposition Mitte des Monat deutlich gewonnen. Am vergangenen Mittwoch wählte das Parlament Abe erneut zum Regierungschef. Der Rechtskonservative war bereits von 2006 bis 2007 japanischer Premier.

 

(APA)

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122 Kommentare
 
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Die Japaner kapieren es nicht

Die H2-Explosion wäre durch Töpfer-Kerzen zu verhindern gewesen und die Reaktorschmelze durch wochenlanges Aufrechterhalten des Kühlkreislaufes-und da hat ihr Krisenmanagement kläglich versagt.

Das Hauptproblem der Japaner ist ihre Einstellung, jemanden nicht das Gesicht verlieren zu lassen-deswegen wurde der erste unfähige Krisenstab zu spät ausgetauscht und keine Hilfe aus dem Ausland angenommen.

Dass die Japaner die Gefährlichkeit der Atomtechnologie nicht einschätzen können zeigt auch der Umstand, dass einer der stillgelegten Fukushima-Reaktoren als Lager für hochangereicherte Brennstäbe diente-dafür alleine gehört ihnen die Lizenz zum Strahlen entzogen!

Während im am meisten von Tsunami, Erdbeben und dreifachem Supergau zerstörten Deutschland ein grüner Atomkraftgegner zum Ministerpräsidenten hochgefürchtet wird und sämtliche gut funktionierenden AKWs sofort stillgelegt werden, ist in Japan wieder Hausverstand eingekehrt.


Bravo Japan! Was für ein Sieg der Vernunft!


Re: Während im am meisten von Tsunami, Erdbeben und dreifachem Supergau zerstörten Deutschland ein grüner Atomkraftgegner zum Ministerpräsidenten hochgefürchtet wird und sämtliche gut funktionierenden AKWs sofort stillgelegt werden, ist in Japan wieder Hausverstand eingekehrt.

also der Herr!

Zusammenpacken und Abflug!


Re: Re: Während im am meisten von Tsunami, Erdbeben und dreifachem Supergau zerstörten Deutschland ein grüner Atomkraftgegner zum Ministerpräsidenten hochgefürchtet wird und sämtliche gut funktionierenden AKWs sofort stillgelegt werden, ist in Japan wieder Hausverstand eingekehrt.

Nicht Todesstrafe? Das ist doch eher die Forderung von ihrer Seite, heutzutage (Und damals, als die Welt sovietisch war)

Planwirtschaft nach Art der Ökofundis

Warum auch sollen die Nachbarn für den Alleingang der Deutschen büßen und einen Blackout ihrer Stromnetze riskieren.

http://www.welt.de/wirtschaft/article112279952/Polen-macht-die-Grenze-fuer-deutschen-Strom-dicht.html

Ein großer Irrtum

Bislang glaubte ich immer ein Atomkraftwerk könnte ein ganzes Land versauen. Aber das stimmt nicht, da irgendwann die Strahlen abnehmen.

Anders sieht es bei der EU und bei der rot-schwarzen Regierung aus: Die versauen das Land bis zur Europäischen Außengrenze hinweg, denn da gibt es kein Stopp!

Re: Ein großer Irrtum...da irgendwann die Strahlen abnehmen.

Ahnungsloser!

Re: Re: Ein großer Irrtum...da irgendwann die Strahlen abnehmen.

Sie leugnen also die Halbwertszeit?

Die österreichische Energieumwandlung

Österreich ist hier technologisch schon um Lichtjahre voraus. Bei der Energieumwandlung. In Kaprun wird das Wasser mit Atomstrom hochgepumpt und kommt dann als reine umweltfreundliche Wasserkraft unten wieder raus. Ist doch toll oder

Re: Die österreichische Energieumwandlung

Finde ich super.

So können sich die Ökos wenigstens ein sauberes Gewissen erkaufen "ich verwende nur Ökostrom"

Es wäre natürlich für die Umwelt besser würden wir sinnfreies Hin- und Herpumpen von Wasser gleich weglassen und direkt den Bedarf mit AKWs decken weil wir dann die Gegend nicht zubetonieren müssten.

Fakt ist: Atomkraft ist derzeit die einzige Quelle an Energie an der auch in ferner Zukunft kein Mangel herrschen wird wogegen die konventionellen Ressourcen endlich sind (Öl, Kohle) oder energetischer Schwachsinn (PV, Windkraft) sind bei denen sich nur sehr mühselig überhaupt eine positive Energiebilanz erstellen lässt (es folgt ein Aufschrei der Ideologen..)

Mit den Elektroautos wird es ohne AKWs so oder so nie etwas werden. Wer es nicht glaubt soll sich mal ausrechnen wieviel Kollektorfläche alleine sein Arbeitsweg erfordern würde.

Jetzt suchen die Grünen ihre Rettung aus ihren substanzlosen Versprechungen ja im "smart grid" .. da kann man dann ganz unsichtbar ein wenig atomar nachfeuern wenn ein windstilles Wolkerl über dem Lande stehen sollte.

"Stranded investments" .. wird man PV und Wind in 10 Jahren nennen, zum Glück trifft es großteils nur Private die sich in das Abenteuer hinein theatert haben.

Denn wenn es ein Gschäft wäre würden die Konzerne, Banken und Versicherer ganz dick als Betreiber mitmischen anstatt das ein oder andere mediale, solare "Feigenblatt" in die Gegend zu stellen.

Die wollen aber alle nur entweder das Zeug verkaufen oder finanzieren

Re: Re: Die österreichische Energieumwandlung

Das "hin und herpumpen" ist Spitzenlastausgleich und Grundlastnutzung in der Nacht....
Smart Grid bedeutet nur, dass das Ewerk ihnen individuell den Strom abdrehen kann, wenn Sie ihn am meisten brauchen, da sie ihre monatliche Quote erreicht haben. Wie damals, mit der Nahrungsmittelrationierung. Fragen sie ihre Grossmutter, wie das war....

Re: Re: Die österreichische Energieumwandlung

Jeder Autofahrer muss eine Haftplichtversicherung abschließen.

Ein AKW-Betreiber nicht.

Wiso blos?

Re: Re: Re: Die österreichische Energieumwandlung

Wieso glauben sie, dass ein KKW-Betreiber keine Haftpflichtversicherung fuer sein Auto abschliessen muss?

Re: Re: Re: Die österreichische Energieumwandlung

Bitte nicht jeden Blödsinn nachplappern den irgendeine NGO ins Netz gepostet hat.

So ist zum Beispiel jedes deutsche AKW haftpflichtversichert, die Versicherung nennt sich "Deutsche Kernreaktor Versicherungsgemeinschaft", Deckungssumme 2,5 Milliarden.

Erst ein Vorfall der darüber hinaus geht würde staatliche Hilfen erforderlich machen.

Fur 99,9% der Störfälle reicht die Summe leicht, für einen potentiellen GAU Fall je nach geographischer Lage zur Entschädigung der Anrainer auch, Euro-AKW sind halt bzgl. Sicherheit doch ein wenig anders konstruiert als die japanischen Nachbauten von 50er Jahre Reaktoren (mit bekannten Problemen) in Fukushima und der Russenschrott mit Graphitmoderator (brennbar...) in Tschernobyl (und die können noch heute kein brauchbares Auto bauen)

Die Phantasiezahlen der AKW Gegner (17 Billionen Deckungssumme erforderlich...) kann man getrost kübeln.

Fukushima mit 3 MeltDowns in besseren Blechhütten wird so 98 Milliarden Euro kosten (all inclusive: Wegräumen, Entschädigungen, Renten ....) in einem der teuersten und am dichtestem besiedeltem Industrieland der Welt.

Macht dann 32 Milliarden je Reaktor, damit kann man einen Monat lang Griechenland retten, finanziell a Klacks.


das sind eben die realitäten

nachdem man nicht in de rlage ist den verbrauch an elektrischer energie derartig einzuschränken, dass man ohne akw´s auskommt, muss man solche bauen.

österreich kommt ja auch nicht ohne energie aus akw´s aus, aber die ahnungslosen werden vorne und hinten belogen!

Re: das sind eben die realitähttp://www.wienerzeitung.at/ten

Woher haben Sie diesen Schwachsinn?

Die maximal nachgefragte Leistungsspitze in Österreich liegt max bei 10 000MW = 10 TW. (ist an einem kalten Wintertag)
Im Durchschnitt liegt dieser Wert bei max. 4,5 TW.
Die installierte Leistung ALLER österreichischen Kraftwerke beträgt aber ca. 20 000 MW = 20 TW.

Weil aber nie alle Kraftwerke gleichzeitig laufen ( Reparaturen, Wartung, Wenigwasser im Winter) rechnet man mit der sogenannten 'gesicherten Leistung'.
Diese beträgt ca. 13 000 MW = 13 TW.
Das ist zwar erklecklich weniger als die installierte Leistung, aber immer noch um vieles mehr als bisher jemals nachgefragt wurde.
Rein kapazitätsmäßig gibt es daher keinen Bedarf zu neuen Kraftwerken und schon gar nicht zu Atomstromkauf.

ABER!

Unsere Speicherkraftwerke liefern sehr teuren Spitzenstrom. Dieser wird sauteuer an das Ausland verkauft und im Gegenzug dafür billiger Atomstrom zugekauft.

Atomstrom in Österreich ist also eine rein kaufmämmische Entscheidung der Stromkonzerne.

Beispiel gefällig?

Vorigen Winter, sehr kalt. Die Franzosen mit ihrer 'Atomkultur' mussten wegen Wenigwasser und den damit verbundenen Kühlproblemen die Leistung drosseln. Sie hatten zuwenig Strom, also kauften sie in Deutschland zu. Diese hatten aber schon 8 Meiler abgestellt.
Also kauften diese wiederum (in der kalten Zeit) in Österreich zu. Nach Anwerfen unserer Reserven konnten wir in die ja sooo sicheren atomstromversorgten Länder Strom verkaufen.


Re: Re: das sind eben die realitähttp://www.wienerzeitung.at/ten

"Unsere Speicherkraftwerke liefern sehr teuren Spitzenstrom. Dieser wird sauteuer an das Ausland verkauft und im Gegenzug dafür billiger Atomstrom zugekauft."

der spitzenstrom aus pumpkraftwerken wird auch in österreich benötigt.

der energieverkauf ob aus sppitzenkraftwerken oder was auch immer ist immer ein ökonomischer und kein physikalischer vorgang.

es ist halt physikalisch, auch wen es viele nicht wahrhaben wollen, nicht möglich den energiefluss von a nach b wie bei der lieferung von diversen gütern festzulegen.

wir leben in einem verbund netz, da muss der energiehaushalt, erzeugung-verbrauch ausgeglichen sein.

es ist daher auch nicht festlegbar wieviel in akw´s erzeugt energie letztendlich für ein pumpkraftwerk oder für andere verbraucher verwendet wird.

die physikalischen bestimmungen gehorche halt den spekulanten und sonstigen händlern mit allem und jenem nicht.

ihre oben genannten zahlen sind auch nur im idealfall, der selten eintritt halbwegs richtig!

Re: Re: Re: das sind eben die realitähttp://www.wienerzeitung.at/ten

Ich sehe schon.

Was haben SIE jetzt mit vielen Worten anders gesagt als ich?

Nur die beiden letzten Absätze gehören geändert.
Die Spekulanten machen sich die physikalischen bestimmungen für IHRE Zwecke zunutze.

Meine Zahlen sind kein Idealfall sondern Realität.

German Angst

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Re: German Angst

Das Leben ist lebensgefaehlich! Jedoch ist das Leben Voraussetzung des Todes: Man koennte also praeventiv..... Nur Grueninnen koennen hier weiterdenken...

kommt harakiri nicht aus japan?

eine nation, die dank der atombomben und zuletzt fukushima so großes leid erfahren hat und die dann noch immer auf akw 's setzt könnte mit fug und recht als harakiri nation bezeichnet werden.

ich glaube aber an den verstand und die lust der japaner am leben. sie werden diese regierung bald zum teufel jagen!

sie werden diese regierung bald zum teufel jagen!

sie haben sie grade erst gewahlt und kernkraft war explizit thema der wahl.

btw: an den verstand der japaner braucht man nicht zu glauben, den haben sie bereits unter beweis gestellt: bei der wahl ;)

Re: kommt harakiri nicht aus japan?

Bei ihrer Phantasie ist Beuschl sicher ihr Lieblingsgericht!

unglaublich

wie aufmerksam die atomlobby dieses forum verfolgt und rasch mit rotstricherln reagiert, wenn der kommentar nicht in den kram passt, möge die argumentation noch so gescheit und überlegt sein!
ich hoffe, dass uns akw gegnern nicht die EU einen strich durch die rechnung machen wird. wenn der anteil der rechtsparlamentarier weiter ansteigt könnte es durchaus sein, dass die energie-kommission, angeführt von frankreich und deutschland, ein nationales veto gegen akw's parlamentarisch aushebelt!

Re: unglaublich

Die Atomlobby ist nicht annähernd so mächtig wie die Ökolobby.

Ein Glühbirnenverbot hätte die Atomlobby nie durchgebracht, und ein Atom-Lobbyist, der Todesstrafen für CO2-"Leugner" fordert, wäre schon weggesperrt, während Ökos dies ungestraft fordern dürfen (und dafür auch noch mit Steuergeldern gemästet werden).

Re: unglaublich

ihr akw gegner seid gehirngewaschene mitläufer und ihr zeichnet euch vor allem durch ignoranz und unwissen aus.

die grünen die euch das eingeredet haben, sind der parteigewordene pessimismus, das ist kein zukunftsprogramm, sondern eine kollektive psychose die man heilen muss.

 
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