Lesbisches Paar: Samenspender soll Unterhalt zahlen

05.01.2013 | 10:43 |   (DiePresse.com)

Weil die Befruchtung nicht durch zugelassenen Arzt erfolgte, sieht der US-Bundesstaat Kansas den Spender in der Pflicht. Er will gegen die Entscheidung ankämpfen.

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In den USA hat ein Samenspender Medienberichten zufolge rund drei Jahre nach der edlen Tat für ihn völlig überraschend eine behördliche Aufforderung zur Zahlung von 6000 Dollar (4628,20 Euro) Kindesunterhalt erhalten.

William Marotta hatte nach eigenen Angaben 2009 auf die Anzeige eines lesbischen Paares im Internet reagiert. Der Kinderwunsch der Frauen habe ihn "fasziniert", sagte der 46-Jährige am Freitag dem Sender CNN. Nach Beratungen mit seiner Frau und einem Treffen mit dem lesbischen Paar habe er sich einverstanden erklärt und seinen Samen sogar ohne Annahme der angebotenen 50 Dollar gespendet. Dabei seien für den Fall einer erfolgreichen Befruchtung alle elterlichen Verpflichtungen vertraglich ausgeschlossen worden.

Schließlich sei eine der Frauen auch schwanger geworden und habe ein kleines Mädchen zur Welt gebracht. Als nach der Trennung des Paares jedoch die gesetzliche Gesundheitsfürsorge für das Kind in Anspruch genommen werden sollte, hätten die Behörden des US-Staates Kansas Nachforschungen über den Vater angestellt, berichtete der Anwalt Marottas.

Kein zugelassener Arzt am Werk

Für die Unterhaltsforderungen sei ausschlaggebend gewesen, dass die künstliche Befruchtung der Frau nicht durch einen zugelassenen Arzt erfolgt sei, sagte Anwalt Ben Swinnen. Nach den Gesetzen des Staates Kansas ist ein Samenspender aber nur dann nicht als Vater für das Kind verantwortlich, wenn dies so passiert. Seinem Mandanten sei jedoch nicht bekannt gewesen, wie weiter mit seinem Sperma verfahren wurde. Für ihn "befand sich die ganze Spende in einem Becher", sagte Swinnen.

Er sieht im Verhalten der Behörden vielmehr den Versuch, über seinen Mandanten gegen die Elternschaft gleichgeschlechtlicher Paare vorzugehen. In Kansas gilt seit 2005 ein Verfassungszusatz, der Homo-Ehen untersagt.

(APA/dpa)

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30 Kommentare
 
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Armes Kind

Samenspenden für Lesben und Schwule, die Frauen für ihre Samen suchen, damit sie Väter werden können, sind abartig wie nur irgendetwas. Und in erster Linie ein Frevel an der Schöpfung. Wer fragt die daraus entstehenden Kinder, ob sie auf diese Art auf die Welt kommen wollen? Es ist Egoismus pur von Erwachsenen! Und jetzt bitte rote Stricherln!

Re: Armes Kind

Richtig! Ist doch für Kinder viel schöner bei Säufern, Giftlern oder Rassisten aufzuwachsen, wenn sie schön die Wahl hätten.

Na, wenn Du es eh schon weißt, dass du Schwachsinn postest...

"Frevel an der Schöpfung".

"Bergziege"... Ländliche Religionsfanatikerin? Glaubenskriegerin?

So ein Tr...!

Selber schuld!

13

dann sollte man ihnen das kind wegnehemn und diie obsorge dem vater geben

da die damen offensichtlich in der lage sind ein kind zu erziehen und ihm werte zu vermitteln

Hauptsache ...

... ein Mann zahlt das Vergnügen von Frauen.
Dann ist die Welt der FeminstInnen in Ordnung.
Aber - wir wählen doch dauernd männerfeindliche Parteien?

Das nennt sich halt Dankbarkeit.


Selber schuld der Trottel.

Hätte er bei einer Samenbank gespendet hätte es Geld UND vertragliche Rechtssicherheit gegeben.Überhaupt was heisst er war so fasziniert das zwei Lesben ein Kind wollen ?
Der muss wohl aus Waltons Moutain gewesen sein.
Guten Morgen John-Boy,willkommen in der 'Realität.

Das HARTZ IV Denken ist nun auch in Kansas angekommen


Pervers

Perverse Fälle führen auch zur perversen Rechtssprechung.

nur

weiter so.... endlich haben mal nicht alle nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Re: nur

mein tipp schauen sie nicht so viel sex in the city.

Re: nur

Wenns für alle gilt ist's auch ok.
20 Jahre Häfn für schweren Betrug wäre auch eine der Pflichten.

Re: nur

deine pflicht wäre es eigentlich, vor dem posten zu DENKEN

Re: nur

dümmer als dieses postings gehts auch mit hirn nicht mehr.

Sie verstehen das nicht ...

... es geht ausschließlich darum, wie frau möglichst ohne Pflicht vom Geld der Männer leben kann.
Daher ist Lady Manhatten voll in Übereinstimmung mit ihrem Weltbild.
Das es sich um ein krankes handelt, weiss sie nicht (wer ist sich seiner Krankheit schon bewusst).

Re: Re: nur

Ach ja? Dann halten sie doch mal was äußerst Kluges dagegen. Sie haben ja gar keine Argumente hervorgebracht nur eine Beschimpfung.

Re: Re: Re: nur

Klug wäre gewesen wenn der Spender in spe seine Spende "unter der Hand verschleudert" hätte und den Damen gesagt hätte sie sollen es doch so machen wie andere auch. :o)

15

Re: Re: Re: nur

Und da wundert sich die Damenwelt wenn Männer anfangen zu laufen sobald der Kinderwunsch auf den Tisch kommt?

-lol-

Re: Re: Re: nur

wenn so ein wahnsinn rechtens wäre, würde es keine künstliche befruchtung geben können.

Re: Re: nur

selbst ohne hirn ist der obige kommentar nicht zu unterbieten

27

???

Denken Sie nicht, dass es bei solchen Fällen befriedigender wäre, wenn der Ex-Partner an Stelle des praktisch unbeteiligten Spenders Unterhaltspflichtig werden würde?

Re: ???

Welche Unterhaltspflicht wäre denn Ihrer Meinung nach "befriedigender"?
Eine für das fremde Kind, das ein lesbischer Partner allen Gendervorschriften zum trotz nicht zeugen kann?
Oder denken Sie da eher an Ausgleichszahlungen für das "Opfer", also eine lesbische Mutter, die zwar Männer nicht mag, sich dafür aber einen Ernährer wünscht?

Re: Re: ???

Es ist doch irgendwie merkwürdig....

Homoerotisch veranlagte Menschen lehnen das andere Geschlecht als Partner ab.Aber Kinder wollens schon.

Da kann man sich eigentlich ein Grinsen nicht verkneifen (abgesehen davon dass das "Wunschkind" mit dieser Situation ja klarkommen muss)

Re: Re: Re: ???

Weil das zwei unterschiedliche Dinge sind.

Ich sehe nicht, wieso jemand, der sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlt, keinen Kinderwunsch haben darf. Ich weiß auch nicht, warum das alle so nervt, dass es Menschen gibt, die sich vom selben Geschlecht angezogen fühlen. Ehrlich... who cares?

Und wenn nicht alle (= die Gesellschaft) so eine große Sache daraus machen würden, dass es nun einmal Menschen gibt, die nicht auf das andere Geschlecht stehen, dann gäbe es nichts, womit "Wunschkinder" klarkommen müssten.

Ich finde Ihren Kommentar schwer kurzssichtig und herablassend.

Re: Re: Re: Re: ???

Das können Sie halten wie Sie wollen.

Aber das ist meine Meinung (die mir unabhängig davon wie Sie das finden) zusteht.

 
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