Nach Vergewaltigung: "Welt soll ihren Namen kennen"

06.01.2013 | 18:50 |   (DiePresse.com)

Der Vater der vergewaltigten und getöteten Inderin will seine Tochter zum Symbol für den Kampf gegen sexuelle Gewalt machen. Sie habe nichts Falsches getan: "Ich bin stolz auf sie."

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Der Vater des indischen Vergewaltigungs- und Mordopfers will seine Tochter zum Symbol für den Kampf gegen sexuelle Gewalt machen. "Wir wollen, dass die Welt ihren wirklichen Namen kennt", sagte er der britischen Zeitung "Sunday People", obwohl die indische Regierung den Medien die Nennung des Namens verboten hat.

Seine Tochter habe nichts Falsches getan. Sie sei gestorben, als sie sich selbst verteidigt habe. "Ich bin stolz auf sie. Die Enthüllung ihres Namens wird anderen Frauen, die solche Angriffe überlebt haben, Mut machen. Meine Tochter wird ihnen Kraft geben." Die Brutalität des Falles sorgte international für Entsetzen und löste in Indien Massenproteste sowie eine Debatte über schärfere Gesetze für Vergewaltiger aus.

Die 23-jährige Physiotherapie-Studentin war Mitte Dezember in einem privaten Kleinbus in der Hauptstadt Neu-Delhi von mehreren Männern vergewaltigt, mit einer Eisenstange misshandelt und aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen worden. Zwei Wochen später erlag sie ihren Verletzungen. Fünf der sechs Beschuldigten sind des Mordes und der Gruppenvergewaltigung angeklagt. Sie sollen am Montag wieder vor Gericht erscheinen.

(APA/Reuters)

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5 Kommentare

Religiös un Kulturell gesehen ..

Da die Buddhisten ans gute Karma bzw. die Wiedergeburt glauben, könnte das unter Umständen (religiös) so verstanden werden, dass dieses Opfer im vorigem Leben etwas schlechtes getan hat.
Ausserdem könnte die Veröffentlichung des Namen eine gewisse Art von "Schande" über den Rest der Familie bringen, weil Mädchen in Indien allgemein abgewertet betrachtet werden.

Es reicht eigentlich dass Diskussionen über die Zustände laut geworden sind, aber so überrascht jetzt auch alle tun, meine Ansicht ist jene: "Die ganze Welt weis über die Zustände dort bescheid, die Meisten haben es ignoriert, und jetzt tun alle so Entsetzt" ... traurige Gesellschaft

Re: Religiös un Kulturell gesehen ..

Religionen interessieren in solchen Fällen nicht, sind weder für Rechtfertigungen noch Bagatellisierungen von Verbrechen geeignet. Wem so etwas einfällt, der ist genauso wirr im Kopf wie es diese rein Phantasien entsprungenen Ideolgoien.
Die Namen müssen veröffentlicht werden mit Fotos. Vor allem die der Täter, international per Internet, auf dass man diese ein Leben lang ächte, egal woher diese kommen, wohin sie gehen oder welcher "Religion" sie angehören.

Re: Re: Religiös un Kulturell gesehen ..

das sagen ein typisch westlicher Atheisten (wahrscheinlich). in Indien werden Menschen (wie oft?) getötet aufgrund von Kasten etc...

http://diepresse.com/home/panorama/welt/1298006/Ehrenmord_Todesstrafe-fuer-fuenf-indische-Familienmitglieder

Re: Re: Re: Religiös un Kulturell gesehen ..

Eben. Deswegen muss das endlich weltweit permanent öffentlich gemacht werden, Druck ausgeübt werden, damit solch mittelalterliche Zustände mit der Zeit verschwinden.

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off topic

Sind wohl eher Hindus als Buddhisten!

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