Prozessbeginn: Bombenanschlag auf Schule in Brindisi

17.01.2013 | 17:03 |   (DiePresse.com)

Bei dem Attentat im vergangenen Mai war eine Schülerin ums Leben gekommen. Der Angeklagte stehe "mit der Welt auf Kriegsfuß".

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Vor einem Schwurgericht in der süditalienischen Stadt Brindisi hat am Donnerstag das Verfahren gegen einen 68-Jährigen Kleinunternehmer begonnen, der wegen eines tödlichen Bombenanschlags auf eine Berufsschule angeklagt ist. Bei dem Anschlag am 19. Mai 2012 war in Brindisi eine 16-jährige Schülerin getötet worden, weitere fünf Personen wurden schwer verletzt. Anfangs wurde ein Mafia-Anschlag vermutet.

Der Angeklagte, ein Inhaber einer Tankstelle, hatte gestanden, drei mit einem Zünder ausgerüsteten Gasflaschen zur Explosion gebracht zu haben. Den Tatort habe er zufällig ausgewählt. Laut italienischen Medien war der wegen seines schwierigen Charakters bekannte Angeklagte wegen finanziellen Problemen verbittert. "Er steht mit der Welt auf Kriegsfuß", sagten die ermittelnden Staatsanwälte.

Rache für entgangene Entschädigung

Lokale Medien berichteten, der Verdächtige habe sich mit einem Anschlag auf den Justizpalast von Brindisi dafür rächen wollen, dass er in einem Prozess keine Entschädigung erhalten habe. Da das Gerichtsgebäude jedoch zu stark bewacht sei, habe er schließlich die nahe gelegene Berufsschule als Ziel ausgewählt.

Die Eltern der beim Anschlag gestorbenen Schülerin, sowie einige verletzte Schülerinnen waren am Donnerstag zum Prozessbeginn anwesend. "Ich will dem Täter in die Augen schauen. Ich würde ihm am liebsten sagen, dass wir nie vergessen werden, was er uns angetan hat", berichtete ein Mädchen.

(APA)

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