Schweden: War "Zugdiebstahl" ein technischer Defekt?

18.01.2013 | 13:02 |   (DiePresse.com)

Die Bahngesellschaft entschuldigt sich für eine vorschnelle Schuldzuweisung an die Putzfrau. Es sei womöglich ein technischer Fehler passiert.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Erst hieß es, eine Putzfrau habe in Stockholm einen Vorortzug gekapert und sei damit in ein Wohnhaus gerast. Am Freitag entschuldigte sich die Bahngesellschaft Arriva für ihre schnelle öffentliche Anklage gegen die 22-Jährige. Ein Unternehmenssprecher sagte, das Unglück in der Nacht auf Dienstag sei möglicherweise auf einen Irrtum oder technischen Fehler zurückzuführen. Die Frau war im Führerstand und wurde schwer verletzt.

Mehr zum Thema:

"Ich bedaure, dass wir nicht früher ein ausgewogenes Bild von mehreren möglichen Ursachen für das Unglück gegeben haben", sagte Arriva-Sprecher Tomas Hedenius.

Zug kracht in Wohnhaus

Der Zug hatte sich in einem Depot in Saltsjöbaden in Bewegung gesetzt und war nach eineinhalb Kilometern über einen Prellbock hinaus mit hoher Geschwindigkeit in das mehrstöckige Wohnhaus gekracht. Außer der Putzfrau war niemand an Bord. Die Bewohner des Gebäudes blieben unverletzt.

Nach Medienangaben wurde für Freitag eine erste genauere Aussage der 22-Jährigen erwartet. Die Polizei hatte sie unmittelbar nach dem Unglück für festgenommen erklärt, nachdem Arriva öffentlich den Diebstahl des Zuges als einzige denkbare Ursache für das Unglück bezeichnet hatte. Die Frau wird im Karolinska-Krankenhaus behandelt.

(APA/dpa)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

  • Schweden: Putzfrau stiehlt Zug und kracht in Wohnhaus

    Bild: (c) REUTERS (SCANPIX SWEDEN) Ein bizarrer Eisenbahnunfall mit glimpflichem Ausgang ereignete sich in Stockholm. Eine Putzfrau hatte einen Zug gestohlen und donnerte mit ihm in ein Wohnhaus. Das Motiv der 20-jährigen „Geisterfahrerin“ ist unklar.

  • Schwedische Putzfrau rast mit Zug in Wohnhaus

    Bild: (c) rca Eine schwedische Putzfrau stiehlt einen Zug und rast mit diesem in ein Wohnhaus. Die junge Frau wird schließlich geborgen und schwer verletzt ins Spital eingeliefert. Wie sie geschafft hat den Zug zu stehlen und mit diesem zu fahren, das ist noch ein Rätsel.

5 Kommentare
JosefGott
20.01.2013 00:23
0

Typisch!

Man beschuldigt immer zuerst jene die sich nicht wehren können und auf der unterster Gehaltsstufe sind (sie kann sich keinen Anwalt leisten).

Cordon Bleu
19.01.2013 16:50
2

Man hat die Frau durchsucht und konnte keinen Zug bei ihr finden..


..also gilt im Zweifel die Unschuldsvermutung.

peter789
18.01.2013 19:25
2

Wahrscheinlich hat sie die Knöpfe und Hebel in der Lok zu genau putrzen wollen.

Und im Arbeitseifer ganz übersehen, dass sie bereits mit 80kmh unterwegs ist...

Pips
18.01.2013 15:04
5

Wahrscheinlich

wollte sie ihrem Buben eine ordentliche Eisenbahn mitbringen. Blöd das da ein Haus im Weg war.

Antworten WM
18.01.2013 21:15
10

Re: Wahrscheinlich

Schäbig!!!!

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    07:00
    Wien
    15°
    Steiermark
    15°
    Oberösterreich
    15°
    Tirol
    13°
    Salzburg
    13°
    Burgenland
    15°
    Kärnten
    15°
    Vorarlberg
    15°
    Niederösterreich
    13°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden