US-Teenager soll Eltern und Geschwister getötet haben

21.01.2013 | 16:57 |   (DiePresse.com)

Mit einem Sturmgewehr soll der 15-Jährige in New Mexico seine Mutter, drei seiner Geschwister und später seinen Vater erschossen haben.

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Ein 15 Jahre alter Teenager wartete fünf Stunden neben seiner toten Mutter, seinem toten Bruder und seinen toten kleinen Schwestern. Der Teenager hatte sie nach Medienberichten im US-Bundesstaat New Mexico erschossen, mitten in der Nacht, im eigenen Haus. Nach fünf Stunden kam sein Vater nach Hause, ein Pastor. Der Jugendliche soll auch ihn erschossen haben. Warum das Blutbad am frühen Sonntag in Albuquerque geschah, stellt die entsetzten Ermittler vor ein Rätsel. Erneut erschüttert ein Mehrfachmord Amerika - und erneut ist ein Sturmgewehr im Spiel.

Das "Albuquerque Journal" berichtete unter Berufung auf Polizisten, dass der 15-Jährige angeblich schon mehrere Waffen ins Auto geladen hatte, weil er im nahen Supermarkt möglichst viele Menschen erschießen wollte. Aber er rief noch einen Freund an und der überredete ihn zu einem Treffen in einer Kirche, berichtete das Blatt weiter. Von dort sei die Polizei alarmiert worden. Es war die Kirche seines Vaters.

Zu der Familie gehörten zehn Kinder. Neben dem 51 Jahre alten Pastor und seiner 40 Jahre alten Frau starben eine Neunjährige, eine Fünfjähriger und eine Zweijährige. Dem "Albuquerque Journal" zufolge soll der Jugendliche nach einem Streit erst seine Mutter, dann seine Geschwister erschossen haben - alle in ihren Betten.

Waffen-Arsenal, aber TV- und Game-Verbot

"Die Hilfssheriffs, die an den Tatort eilten, entdeckten die fünf Leichen. Es war eine grausame Szenerie", sagte Sid Covington vom Sheriffbüro. Noch ist es ein Rätsel, was zu der Bluttat führte. Lokale Medien spekulierten und versuchten, Puzzlestücke zusammenzusetzen. Der 15-Jährige soll ständig in Tarnkleidung herumgelaufen und von Waffen geschwärmt haben. Er habe nur wenig fernsehen und keine gewalttätigen Videospiele spielen dürfen, weil sein Vater "nichts schmutziges und gewalttätiges" im Haus haben wollte, hieß es. Dennoch soll es in der Wohnung ein Arsenal an Pistolen und Gewehren gegeben haben, spekulierten lokale Medien weiter.

Der 15-Jährige soll sich davon ein AR-15-Sturmgewehr genommen haben - die gleiche Waffe, mit der schon der Amokläufer von Newtown 20 kleine Kinder erschossen hatte. Die Waffen sollen dem "Albuquerque Journal" zufolge nicht gesichert gewesen sein.

(APA/dpa)

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6 Kommentare

...immer das Gleiche...

jetzt ist sicher wieder das Waffengesetz schuld. In einer Gesellschaften in der es möglich ist ungebore Kinder ungestraft zu töten, in der über Sterbehilfe diskutiert wird, in der PID gefördert wird, darf man sich nicht wundern, wenn das Leben keinen hohen Stellenwert mehr hat.

Geschwister

Der Amokschütze hat nicht seine Geschwister ermordet, sondern zwei seiner Schwestern und einen Bruder sowie seine Eltern. Hätte er seine Geschwister getötet, müssten ALLE Brüder und Schwestern gestorben sein. Ich wünschte in einer Zeitung mit Qualitätsanspruch wie der Presse ein präzises Deutsch.

usa

warum wird immer so ein Schmarren berichtet ?
hat für Europa keinen Einfluss . Fahren dort eh nicht hin

tja,

wären die eltern auch bis an die zähne bewaffnet gewesen würden sie jetzt noch leben.

das ist doch die argumentation der waffenfreaks...oder?

Re: tja,

nein, das argument ist dass waffen sicher aufbewahrt gehoeren.

die entsetzten Ermittler?

gehört doch inzwischen zur Tagesordnung
freie Waffen für freie Narren

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