Gambia führt die Vier-Tage-Woche ein

21.01.2013 | 17:45 |   (DiePresse.com)

Der Freitag solle zusätzlich zum Samstag und Sonntag zum "Beten und Ausruhen" genutzt werden, sagt der Präsident des westafrikanischen Staates.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Der Präsident des afrikanischen Staate Gambia führt die Vier-Tage-Woche ein: Ab dem 1. Februar gelte eine offizielle Arbeitszeit von Montag bis Donnerstag jeweils acht Stunden, hieß es in einer Erklärung des Staatsoberhauptes Yayha Jammeh, die am Sonntag im staatlichen Radio verlesen wurde.

Der Freitag solle zusätzlich zum Samstag und Sonntag zum "Beten und Ausruhen" genutzt werden. Schulen, Banken und anderen betroffenen Institutionen sei es freigestellt, ob sie am Samstag öffneten, um den Freitag zu kompensieren.

Die Menschen in dem winzigen westafrikanischen Land hätten nun mehr Zeit für "soziale Aktivitäten und Landwirtschaft", hieß es in der Erklärung weiter. "Zurück auf das Land und anbauen, was wir essen und essen, was wir anbauen" sei nun die Devise. Das Land wird bis auf die Küste vollständig vom Senegal eingeschlossen. Es hat rund 1,8 Millionen Einwohner und ist der kleinste Staat auf dem afrikanischen Kontinent.

(APA/AFP)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
45 Kommentare
 
12
Woody Woodpecker
06.11.2013 12:21
0

4-Tage Woche?

Na, das können unsere Genossen aber besser.

stsimmy
05.11.2013 03:05
4

Westliche Arroganz

Die Kommentare hier sind ja wirklich traurig - offensichtlich sind alle in Afrika automatisch zu faul zum arbeiten, nur weil sie nicht das Glück hatten, in Österreich auf die Welt zu kommen.
Aber ein paar Zahlen helfen vielleicht: Gambia erhält ca 31 Mio USD Entwicklungshilfe (bei einem BIP/Kopf von 411 USD) jährlich von der EU - das Burgenland erhält 73,6 Mio EUR Födermittel. Aber die Einführung der 4 Tageswoche in Gambia ist ja sicher nur ein ausgefeiltes Betrugskonzept, um an unser Geld zu kommen, richtig @Ilka??
Nicht dass die verbleibenden 3 Tage dazu verwendet werden, Landwirtschaft zu betreiben. Und ganz zu schweigen davon, dass es die 4 Tageswoche auch in Österreich gibt - oder dass VW dieses Konzept seit Jahren erfolgreich betreibt.
Aber ja. Sicher. Sind ja alles nur Sozialschmarotzer.
Wirklich traurig, diese Arroganz gegenüber anderen Ländern, die hier an den Tag gelegt wird.

Bene Gesserit
03.11.2013 16:16
3

faule ...

sollten mit weiterer "Entwicklungshilfe" belohnt werden ...

iggi
02.11.2013 11:20
4

Vermutlich eine Konzession an den Islam

(Freitag heiliger Tag). Daheim Landwirtschaft betreiben statt arbeitslos in der Stadt lungern ist womoeglich keine so schlechte Idee.

permanently expat
26.10.2013 08:41
5

Na das kostet wenigstens nichts.

In Linz waren auch die Faulen am Werk und das hat gekostet!

Antworten Ilka
26.10.2013 18:52
11

Re: Na das kostet wenigstens nichts.

von wegen kostet nichts.....

Wieviel Spendengeld wird wohl alleine nach Gambia fließen?

Habe keine Lust, den Sklaven für die zu spielen!

Franziska Malatesta
23.01.2013 18:39
24

Sun people

BIP pro Kopf 1900$, 60% Analphabeten, 70% der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft (Erdnüsse), keine Infrastruktur, und jetzt 4-Tage-Woche - nur weiter so.

piraa
22.01.2013 15:44
8

Gambia

Ich weiß zu wenig über Afrika und gar nichts über Gambia. Aber warum nicht ?
Jedes Land soll sich ihre eigenen Regeln machen. Außerdem klingt es interessant.

In Europa gehen wir ja seit einigen Jahren genau den umgekehrten Weg. Immer längere Geschäftsöffnungszeiten, immer flexiblere Arbeitszeiten, ständige Verfügbarkeit per Handy und ein Anstieg der prekären Arbeitsverhältnisse.

Vielleicht sollten wir aber über die Entwicklungshilfe nachdenken. Positiv ist sicher Hilfe zur Selbsthilfe wie von Karl-Heinz Böhm.


Ein Patriot
22.01.2013 14:22
44

"zum Beten und Ausruhen". Und zum Schnak....

Schön. Afrika wird bald 2 Milliarden Einwohner haben die nicht ernährt werden können. Aber in Europa ist ja noch genug Platz, und der Wohlstand fällt hier vom Himmel. Sagen die Grünen.

siddh
22.01.2013 14:11
3

Schulen, Banken usw. ist es freigestellt den Fr. zu kompensieren?

Sind die alle privat?

Und wie sieht das dann für die Schüler aus?

Do-Schule
Fr-frei
Sa-Schule
So-frei
Mo-Schule


Antworten wolf61
22.01.2013 15:23
10

Re: Schulen, Banken usw. ist es freigestellt den Fr. zu kompensieren?

ähnlich wie an unseren Schulen:

MO Supplierung
DI Schule
MI Supplierung
DO Feiertag
FR Schulautonomer freier Tag
SA frei
SO frei

pH1.5
22.01.2013 12:18
5

-

und Scheibbs den 2. Donnerstag

Albert Keinstein
22.01.2013 09:50
22

die dritte welt hat die lösungen!

costa rica kommt ohne heer aus.
gambia mit einer reduzierten arbeitszeit und besinnung auf den sinn des lebens.

ö hingegen ist überstunden-kaiser. die alternative für leute ab 50 lautet: frühpension oder arbeitslos.
an allen ecken wird geraunzt. und es wird geglaubt, durch konsum von plastikzeugs werde man glücklich...

offenbar ist die äquatorsonne doch um vieles besser für die synapsen als winterkälte!

Antworten Der Terminator
10.11.2013 16:53
0

Re: die dritte welt hat die lösungen!

In Skandinavien herrscht ja auch die Winterkälte......und da sind die Leute offenbar um einiges klüger

Antworten Friedensbringer
01.11.2013 00:23
7

Re: die dritte welt hat die lösungen!

Und von wem leben die ganzen Ethnoheiligen? Von uns. Aber nicht mehr lange.

Antworten mcafee
22.01.2013 16:52
16

Re: die dritte welt hat die lösungen!

richtig der dumme österreicher machst sich zum affen für ein parr euro.

Bricop
22.01.2013 08:40
11

Das könnte man

eins zu eins für GR empfehlen.

Kate Austen
22.01.2013 08:29
40

jeder wie er will! aber bitte in nem Jahr nicht heulend zur EU bittstellend kommen...


Antworten Dr.Gernot Stöckl
22.01.2013 17:22
17

Re: jeder wie er will! aber bitte in nem Jahr nicht heulend zur EU bittstellend kommen...

Also bitte! Wo bleibt Ihr Gutmenschentum! Diesen genialen sozialen Fortschritt muß doch die EU von allem Anfang an mit kräftigen Subventionen unterstützen !!!!!

Johan Meltini
22.01.2013 08:01
11

symbolischer Aufbruch

nachdem in Namibia Leiharbeit verboten ist, findet in einem afrikanischen Staat der nächste progressive Schritt statt. Zweifellos ein kleines symbolisches Ereignis für den selbstständigen Entwicklungsaufbruch Afrikas, während wir uns zurück entwickeln zu einem prähistorischen ruinösen und verbissenen Konkurrenzkampf um Fiktionen, in dem die einen mit Trophäen in Form von Geldprasserei umherwerfen und sich darin besonders berechtigt deuchen und die große Mitte zur Erträglichkeit ihres Daseins einen gegängelten und verarmten Bevölkerungsteil braucht, um sich daran ein emotionales Assozziationsfeld zu erzeugen, in dem man sich ins guten Licht stellen kann.

Antworten Friedensbringer
01.11.2013 11:03
8

Re: symbolischer Aufbruch

Gehen Sie in den Wald, graben Sie ein Loch, wohnen Sie dort. Sollten Sie sich aber in einer beheizten Wohnung aufhalten und mehr als das essen, was auf der Fensterbank wächst, dann behalten Sie ihre ethnoromantische Gefühlsduselei vom heiligen Steinzeitmenschen für sich. Das ist mehr als peinlich.

tkdoubleu
22.01.2013 07:33
14

Frei!

Sie sollten die freien Tage jede Woche verschieben, um Abwechslung reinzubekommen...

Zwerg Bumsti
22.01.2013 07:31
20

Gilt das für alle?

...auch für die Armee, die Spitäler, die Schulen,
die Ärzte, oder nur für die Politiker.

Dagobert der Gute
22.01.2013 07:17
32

Frage

Fiel die Entwicklungshilfe 2013 tatsächlich so üppig aus?

Antworten Krawuzikapuzi
22.01.2013 21:21
0

österreich leistet de facto keine entwicklungshilfe


Antworten Antworten Friedensbringer
01.11.2013 00:24
6

Re: österreich leistet de facto keine entwicklungshilfe

Und das ist noch zu viel.

 
12

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    19:00
    Wien
    20°
    Steiermark
    19°
    Oberösterreich
    19°
    Tirol
    15°
    Salzburg
    15°
    Burgenland
    20°
    Kärnten
    19°
    Vorarlberg
    19°
    Niederösterreich
    15°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden