"Curiosity" entnahm Gesteinsprobe am Mars

10.02.2013 | 10:03 |   (DiePresse.com)

Die Nasa sprach vom "größten Meilenstein" seit der Landung des Forschungsroboters im August. Die Mission kostet rund 1,9 Milliarden Euro.

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Der Mars-Roboter "Curiosity" hat erstmals den Roten Planeten angebohrt, um eine Gesteinsprobe zur Analyse zu entnehmen. Mit dem an seinem Roboterarm angebrachten Bohrer habe "Curiosity" ein 1,6 Zentimeter breites und 6,4 Zentimeter tiefes Loch in einen Felsen gebohrt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Samstag (Ortszeit) mit.

"Der modernste Planetenroboter, der je entworfen wurde, ist jetzt ein vollständig operierendes Analyselabor auf dem Mars", erklärte NASA-Vertreter John Grunsfeld stolz. Dies sei der "größte Meilenstein", den der Roboter seit seiner geglückten Landung auf dem Mars im August erreicht habe - "ein weiterer Tag des Stolzes für Amerika", fügte Grunsfeld hinzu. Die Gesteinsprobe dürfte nach Einschätzung der NASA Hinweise auf lang vergangene "feuchte Umgebungen" auf dem Mars geben.

Um auf jede mögliche Gesteinsart auf dem Mars vorbereitet zu sein, hatte die NASA lange an dem Bohrer für "Curiosity" getüftelt. Acht Bohrer seien entwickelt worden, mit denen mehr als 1.200 Löcher in 20 Gesteinsarten der Erde gemacht worden seien, sagte Ingenieurin Louise Jandura.

"Curiosity" war Anfang August nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All auf dem Mars gelandet. Die 2,5 Milliarden Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) teure Mission ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. Der Forschungsroboter soll nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen.

(APA)

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18 Kommentare

"Das ewige geschwätz von der Geldverschwendung"

Es wird immer und überall über die sogenannte "Geldverschwendung" (für mich ein Unwort) gezettert.

Man sollte sich jedoch mal vergegenwärtigen was Geld im Grunde darstellt. Leistungspotential, Wertaufbewahrung, Lebensarbeitsstunden oder Lebensleistungsäquivalent, Machtanteil an der gesamten Eigentumsverteilung etc.

Wenn Geld ausgegeben wird, wechselt es den Besitzer, es ist nicht verschwunden.

Die Frage ist daher wofür es eingesetzt wird, welche Leistung der Auftraggeber/Geldeigentümer dafür entstehen lässt, entwickeln lässt und in wie ferne diese erbrachte Leistung dem momentanen Zeitgeist entspricht.

Geld wird nicht verschwendet, sondern das was damit bewirkt wird, kann befürwortet oder kritisiert werden.

Es emöglicht jedoch den Leistenden Geldempfängern davon leben zu können, also wiederum Leistungen in Auftrag zu geben die Sie für sich selbst benötigen oder die ihnen als sinnvoll erscheinen.

Ich für meine Teil kann diese eingeshränkten Ansichten von sparen, Geldverschwendung etc. nicht nachempfinden.

Es zeugt von extremer Einschränkung, den Begriff "Geldverschwendung" pauschal zu negieren.

Stellen Sie sich doch bitte einen Menschen vor, der sein kärgliches Einkommen für persönliche Genüsse im Übermaß ausgibt, anstatt sich um das Wohl seiner Familie zu kümmern und seine Schulden zu bezahlen.
Ist ein solcher Mensch nicht auch in Ihren Augen ein verantwortungsloser, tadelnswerter Geldverschwender ?
Und dieses kleine Beispiel steht stellvertretend für unzählige kleine und große Gemeinden, Städte und Staaten dieser Welt.

Re: Es zeugt von extremer Einschränkung, den Begriff "Geldverschwendung" pauschal zu negieren.

Sie meinen Staat, Gemeinden, ... sollen das Geld ohne Gegenleistung verteilen?

Der Familienvater erwartet aber, dass er wiederum für seine Ausgaben Gegenleistungen bekommt. Irgendwie geht sich das nicht aus!

Was Sie mit Ihrer Frage unterstellen, meinte ich nicht.

Mein Anliegen war bloß, dem "Querdenker" (!) mit Hilfe eines einfachen Beispiels klarzumachen, daß es Geldverschwendung sehr wohl gibt - und zwar massenhaft, im Kleinen wie im Großen. "Querdenker" versuchte, auf Grund der Tatsache, daß Geld immer irgendjemandem zugute käme, egal, wo es gerade ist, abzuleiten, daß es Geldverschwendung gar nicht gäbe - was natürlich ein grober Trugschluß ist.

Re: Was Sie mit Ihrer Frage unterstellen, meinte ich nicht.

Es ist aber ein sehr sehr subjektiver Begriff! Und da muss man vorsichtig sein.

Eine der sinnlosesten Handlungen des Menschen ist z.b. das Goldgraben, man schürft etwas aus und legt es in den Tresor. (Sinnlos für den Westen)
Trotzdem gelangt der Minenarbeiter zu Geld und er wiederum kann sich beim Bauern Brot kaufen. Forschung und Raumfahrt kann schon mehr Sinn geben als Goldgraben.
Die einizge Frage ist, wie man schnell erkennen kann, was habe ich durch einen Kauf für einen Nutzen in der Zukunft?
Z.B.: Schaffung von Infrastrukur war mal sehr bedeutend, ich bin mir nicht mehr sicher, ob Autobahnen auch heute noch Wohlstand generieren.

Re: Haben wirklich die amerikanischen Bürger entschieden, dass ein Teil ihrer vom Staat konfiszierten Mittel für eine Mars-Roboter Mission verwendet werden soll?

Nur wenn Sie diese Frage eindeutig mit Ja beantworten können, hätte ihrer Kritik an der "Verschwendungs-Kritik" eine Berechtigung. Wäre diese Mittel bei den Bürgern geblieben, hätten sie sich womöglich anders für Ihre Verwendung entschieden.

Das Geld nicht verschwindet, sondern dass es nach dem Ausgeben nur ein andere hat, ist einer Trivialität.
Die Qualtität der Investitution kann aber niemals durch eine sich elitär gebärdende Bürokratenklasse sichergestellt werden; weil Bürokraten - im Gegensatz zu Unternehmen - keine Opportunitätskosten berücksichtigen müssen. Das Geld wird ja nicht von ihnen erwirtschaftet, sondern vom Bürger. Es ist Anmaßung von Wissen dieser Bürokratenklasse für andere entscheiden zu können und es ist naiv zu glauben, sie verfolgten keine eigenen Interessen. Unternehmer hingegen sind gezwungen, die Bedürfnissen ihrer pot. u tatsächlichen Kunden zu erüllen.

Sparen ist die Vorausetzung, um Investitutionen tätigen zu können. Sparen ist unter allen Umständen gut und sozial,
denn Verzicht auf Güter, schont die Resourcen, macht sie für Dritte billiger.

Es mag ja gute, wissenschaftliche Gründe für eine Mars-Roboter Mission geben - ob es zu den wirklichen Bedürfnissen der Menschen zählt, dürfen nicht andere entscheiden!

Re: "Das ewige geschwätz von der Geldverschwendung"

Bravo!
Ein gut argumentierter Kommentar, der sich deutlich abhebt.
Leider muss man oft Scheinargumente wie "Geld in den Sand gesetzt" lesen. Das kommt vom offenbar weit verbreiteten Unwissen über wirtschaftliche Zusammenhänge.
Dabei hat jeder die Chance, sich über Geldflüsse und scheinbare "Sandsetzungen" von Geld ein Bild zu machen. Informationsquellen gibt es genug.
Man darf sich halt nicht durch die oft schlecht recherchierten journalistischen Artikel echte Information erhoffen. Es zahlt sich aber aus, auch durch das Internet gebotene Quellen aufzuspüren, zu lesen, nachzudenken, zu verwerfen, ausbessern, und sich - nun mit Basiswissen gewappnet - die kolportierten Geschichten nochmals anzuhören. Es könnte sein, dass das gewohnte Bild beginnt, sich zu verändern.
Willkommen, denn nun beginnt eine spannende und befruchtende Diskussion, und hoffentlich in gegenseitiger Wertschätzung (was auch ich mir sagen lassen muss, sorry, wenn ich's nicht immer gut getroffen habe)

Terraforming

ist das jetzt Terraforming :D ? Ich glaube es haben dieses Projekt genug Firmen gesponsert die auf Rohstoffe wie seltene Erde Gold Uran und so weiter hoffen,damit die Spirale des Geldes und der damit verbundenen Macht auch weiterhin seinen Fortbestand hat,wer glaubt das es aus wissenschaftlichen gründen und dem Wohle des Menschen gewidmet ist,der ist sehr Naiv !

Re: Terraforming

Wenn ihnen Geld eh nichts bedeutet, warum berührt es sie dann?

Aufregend!

Nichtsdestotrotz würde ich mich freuen, wenn man endlich eine "richtige" Mars-Mission starten würde. Seit der Kalte Krieg zu Ende ist, geht's nicht mehr wirklich vorwärts im Weltall.

Re: Aufregend!

Solange man keine geeignete abschirmung gegen die kosmische strahlung entwickelt hat wird dies leider nicht möglich sein. so lange ist die maximale aufenthaltsdauer im weltall auf 6-8 monate begrenzt damit keine schäden an der DNA auftreten.

Ist leider nicht besonders gesund da oben ;)

an die Presse

An die Presse:
Das ist eine tolle Leistung der Nasa. Ich habe auch life die Landung erlebt und mit den Leuten dort "mitgefiebert". OK, und das, was da jetzt wissenschaftlich passiert, ist "erste Sahne".
Warum muss dann immer gleich auf den Neidhebel gedrückt werden, dass das Ding soundsoviel Milliarden gekostet hat? Klar kommen da sofort Stimmen auf, "za wos brauch ma des"???
Das sowas Geld kostet, schien ohnedies jedem klar zu sein. Man sollte mal die Rüstungsausgaben etwa der USA dem gegenüber stellen, damit man mal eine Relation bekommt....

Re: an die Presse

Naja, was man auch wissen sollte: das Geld wird ja nicht am Mars verpulvert. Schlussendlich landet das Geld doch eh beim Menschen, eben jenen die an dem Projekt teilnehmen. Klar, viele würden das Geld wohl lieber ohne Leistung verteilen. ;-)

Re: an die Presse

Die Redaktion erfüllt die Begierden der Leserschaft. Die Schraube zieht abwärts.

Re: an die Presse

regen`S Ihna ned auf
de Hypo allein hat doppelt so viel in den (Erden)sand gesetzt
mir ist auch lieber, das Geld wird für Forschung ausgegeben, denn für die Finanzbranche......

Re: Re: an die Presse

Und die ÖBB kostet dreimal soviel - jedes Jahr... ;-)

Re: Re: Re: an die Presse

Es gibt nichts lernresistenteres als Presse-Poster. ;-)

Die werden nicht begreifen, dass Pensions, Schüler, Studenten, Bundesheer, ... Vergünstigungen nicht zum Defizit gerechnet werden dürfen. Für Pendelerzüge, etc gilt das gleiche. Genaugenommen sogar für die Infrastruktur.

Re: Re: Re: an die Presse

Ebenfalls eine Lüge.

Wurde schon desöfteren widerlegt und hält sich hier hartnäckig in den Unbillen der Posterschaft.

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