Waffengesetze: Gegenwind für Obama wird stärker

02.04.2013 | 20:08 |   (DiePresse.com)

Medienberichten zufolge wird der Gesetzentwurf für ein strengeres Waffenrecht im Kongress immer weiter verwässert.

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US-Präsident Barack Obama verliert im Kampf um strengere Waffengesetze laut Medienberichten zunehmend an Boden. Ein Gesetzentwurf werde im Kongress auf Betreiben der Waffenlobby immer weiter verwässert, berichtete die "Washington Post" am Dienstag. Nachdem es bereits das Verbot von Sturmgewehren nicht in die Vorlage geschafft habe, gebe es nun Vorbehalte vieler Abgeordneter gegen Kontrollen nahezu aller Waffenkäufer. Auch die Aussichten für ein Verbot von Magazinen etwa für Pistolen oder Gewehre mit mehr als zehn Schuss seien schlecht.

Obama will in den kommenden Tagen wieder verstärkt für strengere Waffengesetze werben, hieß es aus dem Weißen Haus. Er wolle dabei auch erneut an das Schulmassaker in Newtown mit 27 Toten im vergangenen Dezember erinnern, das die neuerliche Debatte erst ausgelöst hatte.

Die Waffenlobby ging am Dienstag mit ihrem Vorschlag in die Offensive, an US-Schulen bewaffnete Wachmänner einzusetzen. Eine von der NRA beauftragte Forschungsgruppe legte eine 225 Seiten starke Studie darüber vor, wie die Sicherheitsleute ausgebildet werden müssten. Die Waffenlobby geht davon aus, dass Schulen vor allem deshalb Opfer von Amokläufen werden, weil die Täter wüssten, dass sie kaum auf Gegenwehr treffen. Nach einer Bewaffnung von Lehrern ruft die einflussreiche Gruppe nicht, jedoch sollten diese nach ihrer Vorstellung ein Waffentraining erhalten.

(APA/dpa)

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8 Kommentare

Warum sollte sich nicht jeder unbescholtene Bürger...

...sich und seine Familie mit jenen Mitteln verteidigen dürfen die er für richtig hält?

Wenn jemand ein automatisches Gewehr für die richtige Wahl hält dann soll er das tun und nicht durch Magazingrößen oder ähnliches eingeschränkt werden.

Ich bevorzuge unterwegs eher Kurzwaffen im Kaliber 45 ACP und für die Homedefence einen Schrotautomaten...

Systemfragen sind unerwünscht

Die für europäische Verhältnisse nicht nachvollziehbaren Waffen-Bestimmungen in den USA und Obamas Versuch der Regulierung zeigen klar auf:

Eine breite Masse der US-Bevölkerung wünscht sich den ungehinderten Zugang zu militärischen Waffen und selbst der Präsident kann nichts gegen die Interessen der Waffenlobby erwirken.

Niemand kümmert die dringende Frage, welches "System" in den Staaten installiert wurde, dass selbst der mächtigste Mann der Welt, der (angeblich) mit einem Griff zum "roten Koffer" unser aller Existenz beenden kann in einer solchen Diskussion derart hilflos ist!

Re: Systemfragen sind unerwünscht

Das kommt wahrscheinlich daher, dass die USA schon immer demokratisch regiert wurden.

In europa gibt es keine demokratische Tradition, deswegen nehmen so viele die diktatorischen Waffengesetzte hin.

Der Linksruck in Europa zu einer diktatorischen, zentralistischen EU tut sein übriges.

Bei uns: offensichtlich.

Offensichtlich ist die Indoktrination derart erfolgreich, daß man einen anderen Zugang als den europäischen hierzulande gar nicht begreifen kann.

In den USA wird ums Waffenrecht gekämpft, in Europa sind die Bürger bereits mehrheitlich auf "Systemlinie".


Jedem sein Sturmgewehr

Und beim nächsten Amoklauf oder der nächsten medial bestens aufbereiteten Schießerei laut und vollkommen überrascht jammern.
Obama hat es wenigstens versucht den Amis zu helfen.

Sehr gut!

Es muss in der Tat nicht sein, dass auch der US-Bürger Kriminellen wehrlos ausgeliefert ist wie der völlig entwaffnete A-Bürger bereits heute schon kriminellen Zuwanderern schutzlos ausgeliefert ist.

Re: Sehr gut!

die UNO hat doch gerade das Small Arms Treaty beschlossen, da braucht man dann bald keine nationale Gesetzgebung mehr...

die amis werdn eirgendwann an ihrer eigenen gewalt ersticken


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