US-Medien: Festnahme nach Schießerei bei Boston

19.04.2013 | 10:21 |   (DiePresse.com)

Auf dem Campus der Bostoner MIT-Universität hat ein Mann einen Polizisten erschossen. Nahe der Universität wurde zumindest ein Verdächtiger festgenommen.

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An der renommierten Bostoner MIT-Universität hat ein Mann mehrfach auf einen Polizisten geschossen und ihn nach Behördenangaben tödlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft von Massachusetts bestätigte den Tod des Beamten am späten Donnerstagabend und erklärte, dass Ermittlungen im Gange seien. Der Officer ging laut "CBS" einer Störungsmeldung nach und wurde mehrmals angeschossen. Er starb im Spital. Dem Bericht nach ereigneten sich die Szenen außerhalb eines MIT-Gebäudes gegen 22:30 Uhr Ortszeit.

Die zwei bewaffneten Verdächtigen brachten daraufhin ein Auto samt Fahrer in ihre Gewalt. Erst eine halbe Stunde später ließen sie ihn an einer Tankstelle laufen, zitiert "CNN" aus einer Polizeimitteilung. Daraufhin fuhren die Männer weiter nach Watertown, nur 15 Minuten Autofahrt vom MIT-Campus entfernt. Dort waren sie Sprengkörper aus dem fahrenden Auto auf die Polizei. Augenzeugen berichteten von Schüssen und mehreren Explosionen. Ein Polizist soll dabei schwer verletzt worden.

US-Medien, wie etwa der Sender "CNN" oder die "New York Times", berichten von einer Festnahme. Der Festgenommene wurde nackt in ein Polizeiauto gesetzt. Die Polizei hatte offenbar Befürchtungen, dass er Sprengkörper bei sich tragen könnte. Die Polizei fordert die Bewohner von Watertown dazu auf, in den Häusern zu bleiben, die Türen zu versperren und von den Fenstern weg zu bleiben. "CNN" geht aufgrund dieser Fakten davon aus, dass noch eine Person auf der Flucht ist.

Das deckt sich mit einem Augenzeugen-Bericht in Watertown, von der die Online-Ausgabe "New York Times" berichtet. Der Zeuge will gesehen haben, wie zwei junge Männer in "konstantem Schusswechsel" mit der Polizei gewesen sind. Die Männer hätten eine Bombe gezündet. Einer der beiden sei daraufhin von den Polizisten gefasst worden, der andere mit einem SUV geflüchtet.

Spekulationen über Zusammenhänge

Ob die Festnahme in Watertown mit den Schüssen am MIT oder gar mit den Bomben beim Boston-Marathon zusammenhängt, ist unklar. Die US-amerikanische Zeitung "Boston Globe" geht davon aus, dass es sich bei dem Verhafteten um einen der mutmaßlichen Attentäter des Boston-Marathons handelt. Die Information des Blattes ist von offizieller Seite aber noch nicht bestätigt worden. Die Polizei hat zuletzt Bilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht.

Polizeisprecher Dave Procopio sagte zur New York Times über einen möglichen Zusammenhang mit dem Marathon-Attentat: "Wir untersuchen das und das FBI untersucht das". Gegenüber Fox News sagte ein FBI-Sprecher, dass es zu früh sei, die Festnahme in Watertown oder die Schüsse am MIT mit dem Boston Marathon-Attentat in Verbindung zu bringen.

MIT-Uni: Gefährliche Situation nach Schüssen

Die Universitätsleitung forderte die Studierenden nach den ersten Schüssen am Campus auf ihrer Website dringend auf, in den Gebäuden zu bleiben. Sie sprach von einer "äußerst gefährlichen Lage". Ein Gebäude auf dem Campus des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde demnach von Polizisten umstellt. Um zwei Uhr Früh (8 Uhr MESZ) gab die Universität auf Twitter Entwarnung: "Die MIT Polizei hat bekannt gegeben, dass sich der Verdächtige der abendlichen Schießerei nicht mehr auf dem Campus befindet. Es ist jetzt sicher, wieder den normalen Aktivitäten nachzugehen." Es wird aber zur vermehrter Wachsamkeit aufgerufen.

(Red.)

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1 Kommentare

Furchtbar

Amerika kommt nicht zur Ruhe, schrecklich das Unglück in Texas und auch die feigen Attentate !
Vielleicht wäre es besser, wenn sich die USA als sogenannte "Weltpolizei" etwas zurücknehmen würde, u.zw. z.B. im Hinblick auf Guantanamo und Abu Ghuraib !

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