Bangladesch: Zyklon "Mahasen" zerstörte 50.000 Hütten

17.05.2013 | 11:22 |   (DiePresse.com)

Mindestens 13 Menschen starben. Die Regierung schickt Hilfsgüter in die Region. Der Sturm änderte seine Richtung und verschonte Burma.

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Der tropische Wirbelsturm "Mahasen" hat an der Küste Bangladeschs knapp 50.000 strohgedeckte Hütten zerstört. Mehr als eine Million Menschen, die sich vor dem Zyklon in Sicherheit gebracht hatten, verließen am Tag nach dem Unwetter die Schutzräume. Die Zahl der Toten sei auf 13 gestiegen, sagte Abdul Wazed, der Chef der Abteilung für Katastrophenschutz, am Freitag.

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Die Regierung des südasiatischen Landes schickte 5000 Tonnen Reis in das Küstengebiet und stellte umgerechnet zehn Millionen Euro für den Wiederaufbau zur Verfügung. Der Sturm brach mit weniger Kraft als erwartet über Bangladesch und Burma herein und schwächte sich am Freitag weiter ab.

Gekenterte Boote

In der Bucht von Bengalen wurden zudem die Leichen von 18 Kindern und sechs Frauen gefunden. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Opfer eines Bootsunglücks im benachbarten Burma handelt. Dort waren am Montag Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit in See gestochen. Mehrere Boote mit mehr als 100 Menschen kenterten, nur 42 wurden gerettet. In der Kleidung der Toten sei Geld aus Burma gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher.

Zyklon "Mahasen" war am Donnerstag mit viel Regen und starkem Wind über dem bitterarmen Bangladesch hereingebrochen. Durch die hohen Wellen wurden in Küstennähe auch zahlreiche Flächen überflutet. Am Freitag wurde der Betrieb in Bangladeschs beiden größten Flughäfen wieder aufgenommen. Auch der größte Hafen des Landes in Chittagong öffnete erneut.

Da der Zyklon in letzter Minute nach Westen abdriftete, blieb das östliche Nachbarland Burma weitgehend verschont. "Wir müssen keine Toten beklagen und es gibt keine Überschwemmungen", sagte Oo Hla Thein, Sprecher der Regionalregierung. An der Küste habe der Wind lediglich ein paar Hütten zerstört. In Indien, das westlich von Bangladesch liegt, wurde zunächst nichts über Schäden bekannt.

(APA/dpa)

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