Ein englischer Großvater, der nach einer falschen Todes-Diagnose sein ganzes Geld verprasst hat, will nun Entschädigung von einem Krankenhaus. Vor zwei Jahren hatten Ärzte bei John Brandrick aus Cornwall Krebs an der Bauspeicheldrüse diagnostiziert und in Aussicht gestellt, dass er nur noch ein Jahr zu leben habe. Daraufhin verschrieb sich Brandrick einem verschwenderischen Lebensstil in Hotels, Restaurants und auf Reisen, berichtete die Nachrichtenagentur PA am Montag.
Als ihm die Ärzte des Royal Cornwall Krankenhauses in Treliske sagten, er leide nicht an Krebs, sondern an einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, war es schon zu spät: Das Geld war weg. "Mein Leben hat sich auf den Kopf gestellt", berichtete Brandrick, "ich war total sicher, dass ich Krebs habe und habe mein Leben in vollen Zügen gelebt." Er habe in dem Jahr, in dem er dachte zu sterben, alles ausgegeben. Nun sei er pleite und könne sein Haus verlieren.
Er wolle für die Fehldiagnose Entschädigung, allerdings sei er kein "Blutegel" und plane nicht, vor Gericht zu gehen. "Ich will keine Anwälte bezahlen und ich will nicht, dass das Krankenhaus Anwälte bezahlt, denn es gibt Leute, die das Geld besser brauchen können", sagte Brandrick. Aber sie haben eine falsche Entscheidung gemacht und sie sollten mir etwas zurückzahlen." Der Krankenhaus-Betreiber, der britische staatliche Gesundheitsdienst NHS, teilte mit, es gebe in dem Fall keine "klaren Beweise für Fahrlässigkeit der Ärzte". (Ag.)
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