07.11.2009 18:57 | Meine Presse Merkliste0

Rassist als Namensgeber für Schweizer Berggipfel

14.09.2007 | 17:15 |   (DiePresse.com)

Die Regierung lehnt die Umbenennung des Agassizhorns ab. Der Wissenschafter Louis Agassiz hatte im 19. Jahrhundert versucht, die Minderwertigkeit der "schwarzen Rasse" zu beweisen.

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Der Parlamentarier Carlos Sommaruga (SP) forderte im Schweizer Bundesrat, dass das 3.953 Meter hohe Agassizhorn einen anderen Namen bekommen soll. Die Regierung lehnte seine Forderung nun ab: Sie sehe keinen Widerspruch zwischen der Würdigung Agassiz und dessen rassistischem Gedankengut.

"Neue Karten zu teuer"

Auch die Gemeinden Grindelwald, Guttannen und Fieschertal am Fuß des Berges wollten von einer Umbenennung nichts wissen. Die Begründung dafür lautet, dass topographische Karten angepasst werden müssten. Hohe Kosten wären damit verbunden. Für eine Aufarbeitung der Vergangenheit des Louis Agassiz bedarf es noch längere Zeit, so die Meinung der Gemeinde Grindelwald.

Seit 167 Jahren trägt der Berggipfel schon den Namen des Schweizer Zoologen und Glaziologen. Louis Agassiz (1807-1873) wurde als Pionier der Alpenforschung bekannt und galt schon zu Lebzeiten als Rassist.

1846 machte er sich auf in die USA. Dort wollte er die Minderheit der "schwarzen Rasse wissenschaftlich beweisen". Zu diesem Zweck fotographierte er den Sklaven Renty auf einer Sklavenplantage in South Carolina. Hans Fässler, ein Historiker aus St. Gallen hatte schon im Juni vorgeschlagen, den Berg von Agassizhorn in Rentyhorn umzutaufen.

(APA/ Red.)

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5 Kommentare
Gast: pit
14.09.2007 19:13
0 0

vielleicht sollte

man den Verstorbenen exhumieren und seine Gebeine öffentlich verbrennen ?

Wieviel an "politisch korrekter" Hysterie wird da noch publiziert ?

Antworten Gast: Südafrikaner
16.09.2007 20:24
0 0

Re: vielleicht sollte

Mindestens! Vielleicht muss man sogar den Berg sprengen und den Schutt im Meer versenken.

ujvar
14.09.2007 18:16
0 0

Minderwertig ?

Von welchem Standpunkt. Einem Grossteil der kultivierten Menschheit sind sogen. Intellektuelle (Kopfmenschen), suspekte, gefühlskalte, unrealistische Zyniker.
Es ist umso verwunderlicher, dass die Erkenntnisse der Neurologen u. Verhaltensforscher, die die Intelligenz der Völker wissenschaftlich untersuchten, wegen polticall incorrectness, nicht oder ungern veröffentlicht werden. Die Reihung von oben beginnt etwa bei Chinesen und Armeniern ... das darf ja gesagt werden ...

Antworten Gast: Graf Gudenus
15.09.2007 12:11
0 0

Minderwertig,

Höchste Stufen werden in etwa von den Chinesen, Armerniern, Georgiern eingenommen. Zu ferner liefen gehören zweifellos Schweizer, Österreicher, Cowboys, in diese Reihung. Die Schwarzen, auch Neger, Mohren gennant haben beachtliche alte, ältere Kunstwerke geschaffen, die besonders hochbezahlt werden. Schon daher kann man an einer höheren Einreihung denken. Welcher Entwicklungstufe gehörten die Vorfahren der Kritiker von A an? Vielleicht kann man nur mit grosser Schwierigkeit deren genealogischen Daten erforschen; schon das sagt Einiges!

Gast: Blitzky
14.09.2007 17:42
0 0

Wenn sämtliche Größen der Wissenschaft...

nicht mehr nach ihrer wissenschaftlichen Leistung, sondern nach ihrer Stromlinienförmigkeit im aktuellen Zeitgeist gemessen werden, dann wird bald nur mehr ein flacher Sumpf von biederen Parteigängern übrigbleiben. Ich denke da z.B. an unseren Wissenschaftsminister, der den Vorwurf, einen guten Teil seiner Dissertation unzitiert abgekupfert zu haben bis heute nicht durch eine Klage entkräftet hat.
Immerhin gelten ja hierzulande auch Konrad Lorenz, Heinrich Harrer, Richer Wagner und Herbert von Karajan (kleine Auswahl) ja auch schon als Halbnazis. Ich bin schon gespannt, wann die Bücher von Lorenz und Harrer bei uns verboten werden.

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