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NS-Zeit: Juden-Massaker als privater Blutrausch

18.10.2007 | 18:32 |   (Die Presse)

Ein Fest auf Schloss Rechnitz artete zu Kriegsende in eine Gewaltorgie aus. Angeprangert wird dafür die "Gastgeberin der Hölle", Gräfin Margit Batthyány.

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Web-Links:

  • Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Berlin (vier). Die Niederlage war eine Frage der Zeit. Unaufhaltsam rückte die Rote Armee heran, als Gräfin Margit von Batthyány ein rauschendes Fest auf ihrem von der SS requirierten Schloss im südburgenländischen Rechnitz gab. Was zunächst wie ein makabrer Tanz auf dem Vulkan anmutete, ging als Massaker in die Annalen ein.

Denn die Gräfin hatte für ihre Gäste, Honoratioren und NS-Leute, in jener Nacht vom 23. auf den 24. März 1945 eine perverse Mitternachtsüberraschung parat: Der Gestapo-Mann Franz Pozedin ließ 200 jüdische Zwangsarbeiter in einer Scheune zusammentreiben und forderte handverlesene Gäste auf, das Feuer auf die ausgezehrten, nackten Opfer zu eröffnen. Anschließend ging das Gelage im Schloss weiter, die Täter rühmten sich ihres Blutrauschs. Wenig später entdeckten russische Soldaten die Massengräber. Das Protokoll vermerkte: „Insgesamt fand man 21 Gräber, jedes vier bis fünf Meter lang und einen Meter breit. In jedem Grab liegen zehn bis zwölf Personen, die durch Genickschuss mit Pistolen oder automatischen Gewehren getötet wurden.“


Österreich erhob nie Anklage gegen Gräfin

In großer Aufmachung rief nun David Litchfield in der FAZ die Episode in Erinnerung. Insbesondere prangerte er die „Gastgeberin der Hölle“ an: Gräfin Margit Batthyány, geborene Thyssen-Bornemisza. Litchfield hatte ein Buch über die Industriellendynastie geschrieben, aus der auch der Kunstsammler Hans Heinrich von Thyssen-Bornemisza und dessen Tochter Francesca von Habsburg stammen. „Heini“ war der Bruder Margits, die sich nach dem Krieg in der Schweiz niederließ und dort 1989 als unbescholtene Bürgerin starb. Österreichs Justizministerium erhob nie Anklage gegen die Gräfin. Die übrigen Täter kamen mit glimpflichen Strafen davon. Eingeschüchterte Zeugen hatten die Aussagen widerrufen. Die Hauptdrahtzieher, Pozedin und Schlossverwalter Joachim Oldenburg, entzogen sich durch Flucht nach Südafrika und Argentinien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.10.2007)

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28 Kommentare
 
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Gast: Graf Gudenus
20.10.2007 17:18
0 0

Le Figaro,

Paris,20.Okt.07,S4,Autor:Pierre Bocev, von einer Wienerin geschieden (geb.Wehler-Hardt, die H sind jüdischer Herkunft).

Antworten Gast: Graf Gudenus
21.10.2007 07:56
0 0

Herkunft, im eignem Stramm'

wird durch die Namensträger Hardt-Stremayr wahrgenommen. Im Hardt'schen Haus (Goldschmiedgasse, Wien I) hat sich im übrigen Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde eingemietet

Antworten Antworten Gast: Philipp Gudenus
22.10.2007 16:20
0 0

Herkunft, im eignem Stramm'

Corrigendum: Stamm. Hardt-Stremayr, vgl. wohl Google

Antworten Gast: Derselbe,
20.10.2007 18:41
0 0

Le Monde:

Schweigen: Furchtet man die vielen Stellen, deren Inhalt - ausser Absender - ihren Druck nicht aus der Druckpresse herasfinden?

Gast: salome pockerl
19.10.2007 20:02
0 0

eine schande

solange ein grossteil des landes schweigt und nicht das schreiende unrecht sieht und anprangert, solange wird sich nichts ändern und das unrecht wird weiter wie eine krake gedeihen.

egal welches land es auf dieser erde betrifft, jeder mensch müsste gegen das unrecht aufstehen.

leider ist die soziale moral der meisten menschen nicht einmal noch ansatzweise entwickelt.

Gast: Crusader
19.10.2007 18:50
0 0

Die Presse

und ihre Angstzensur, um sich es ja mit niemanden zu verleiden, feig, feig.
Postings werden einfach abgewürgt aus Angst vor der Klageschickeria..

Antworten Gast: pravda
21.10.2007 11:09
0 0

Zensur nicht aus Angst sondern Eigentümer-Auftrag

Die gekauften Medien vermitteln nicht nur harmlose objektive Informationen. Sie verfälschen politisch sensitive Informationen durch Auslassungen, bewertende Hinzufügungen (wie z.B. "angeblich") bis hin zu glatten Lügen und selektive Unterdrückung von Informationen und Meinungen. Es ist nicht die primäre Aufgabe der gekauften Medien ihren Eigentümern satte Gewinne zu verschaffen. Die Eigentümer sind schon so reich, dass sie sich den Luxus von Propagandzeitungen sogar etwas kosten lassen. Darum gibt es auch immer wieder diese Angebote von Gratisabonnements genau so wie es Gratiszeitungen und Gratiswerbematerial gibt damit erwünschte Informationen verbreitet werden. Die gekauften Medien sind wie eine permanente politische Belangsendung um die öffentliche Meinung in die gewünschte Richtung zu dirigieren. Man nennt dies hochtrabend "Blattlinie". Wenn Leserbeiträge diese Blattlinie stören, dann müssen sie gemäß Eigentümer-Auftrag zensuriert werden.


Antworten Gast: Graf Gudenus
19.10.2007 21:14
0 0

Angstzensur wird schon stimmen,

aber nicht aus Angst vor bei Gericht eingebrachte Klagen!

Gast: ein Gast von damals
19.10.2007 17:55
0 0

"Eine Einladung der alten Dame"

vermutlich waren das ja wiedermal nur russische Kriegsgefangene, die für alles den Kopf herhalten mußten.

austria
19.10.2007 16:38
0 0

"Rechtmaessigkeit"

"Österreichs Justizministerium erhob nie Anklage gegen die Gräfin"

Da liegt die 'Sau' begraben,
nicht an der Patriisserung von unbescholtene Migranten!..

Gast: Graf Gudenus
19.10.2007 15:20
0 0

Zensur,

in Reinkultur! Bezahlt vom Verein der Freunde ..., dieser auch vor Auflösung?

Antworten Gast: Erratum
19.10.2007 16:07
0 0

Re: Zensur,

vielleicht wissen Sie nicht mehr, wo überall Sie posten?
Im Standard gibt es von Ihnen etwas...

PS: in (bei Ihnen) gewohnt verwirrter Ausdrucksweise

Antworten Antworten Gast: Philipp Gudenus
22.10.2007 16:25
0 0

Zensur,

Beitrag offensichtlich nicht auf jedem Computer lesbar. Manchmal nur teilweise. Nun es gibt viele Arten offensichtlich wie LB manipuliert werden. Auf anderem Computer zwar Autor und Datum ersichtlich, ansonsten weisser Fleck. Wie bei Papua-Neuguinea, all überall sind halt sogenannte Intellektuelle noch nicht hingekommen.

Antworten Gast: Graf Gudenus
19.10.2007 15:37
0 0

Freunde der Statistik,

die werden das weitere erledigen!

panda82
19.10.2007 14:03
0 0

Liebe Brüder und Schwester....

Ihr solltet nicht über solche Vorfalle Postings schreiben...

Die Grafin hat eindeutig übertrieben aber eure Grossvater waren auch nicht viel besser....

Österreicher sollten liebe selbst ihre Vergangeiheit bewaltigen bevor sie es anderen vorschreiben wollen...

Republik Österreich ist eindeutig auf eine Lüge gebaut worden. Dieses Lügenhaus wird früh oder spat zusammenbrechen...

Antworten Karl Kater
19.10.2007 14:56
0 0

Re: Liebe Brüder und Schwester....

Willkommen in Österreich, Üzgür!

Noch 900 Stunden deutsch und acht Jahre Schule, dann Hauptschulabschluss möglich.

Güle, güle.

Ratio
19.10.2007 13:11
0 0

Wenn es so war,

dann hätte allen Beteiligten der Prozeß gemacht werden müssen - schonungslos, da darf auch die Prominenz nichts nützen und nicht schützen. Aber scheinbar können sichs manche richten - in der Tschechei und Slowakei die ganze Nation hinter den Benes-Dekreten z.B.. Auch da mußten sich Menschen ausziehen und wurden nackt zu tausenden per Genickschuß gleich direkt in die Grube geschossen. Entsprechendes Bildmaterial gibt es dazu, doch die Welt schweigt.

Antworten jta
19.10.2007 13:54
0 0

es ist ja echt makaber und geschmacklos

nach einem bericht über ein spassmassaker der SS an juden, so ein kommentar abzugeben.

naja, solche "spässe" der deutschen waren eben unter anderem der auslöser des zorns, der zum volksaufstand der tschechen gegen die deutschen nach dem einmarsch der russischen allierten führte.

schreibens das doch wenigstens gleich darunter.

mfg

Antworten Antworten Ratio
19.10.2007 14:42
0 0

Re: es ist ja echt makaber und geschmacklos

Aha. Sie werten Tote nach Güte. Güte 1 (das sind die anderen), Güte 2 (das sind jene aus unserem Kulturkreis) und suchen auch noch Entschuldigungen für die Morde. Das nenne ich makaber. Wenn Sie Geschichte gelernt hätten und nicht Überschriften in Zeitungen lesen, dann sollten Sie wissen, dass die Tschechoslowakei bereits nach dem 1. Weltkrieg Massaker an den deutschen Minderheiten verübt hatten - lange bevor von Hitler auch nur annähernd die Rede war. Mehr als die ewige "Keule" haben Sie offenbar nicht zu bieten.

Widerlich

Einfach widerlich. Mord verjährt nie - zu Recht.

Gast: anna
19.10.2007 11:40
0 0

Das ist ganz typisch...

... das hier kaum jemand schreibt. Traut sich ja keiner, zu sagen dass es Vergangenheit und man es vergessen soll, wie manche Unverbesserlichen eben wollen. Lieber gegn ausländer hetzten. Aber Verbrechen gegen die Menschlichkeit verjähren nicht.

Ich kann nur jedem empfehlen, den Artikel auf der FAZ zu lesen, der auch deutliche macht, wie groß die Macht der Nazis auch nach 1945 noch gewesen sein muss, da es nie zu einem Verfahren kam - und wichtige Zeugen ermordet wurden.

helfrich
19.10.2007 10:40
0 0

Rechtsstaat

von den Spiegelgrund-Akteuren bis zu den damaligen Adelssprösslingen, alle wurden von unseren, heute so hochgelobten, Politikern vor Strafverfolgung geschützt.
Wiederliches Kapitel in der österreichischen Geschichte.

Gast: Kunstfreund
18.10.2007 22:41
0 0

Ein Skandal, ...

... dass diese grauenhafte Episode aus der Familie
Thyssen-Bornemisza nicht hinreichend bekannt gemacht wurde!
Die wunderbare Kunstsammlung im Madrider
Museum Thyssen-Bornemisza sollte zwangsenteignet
und in eine Stiftung zur Aufarbeitung dieses und
ähnlicher Massaker überführt werden!!!

Antworten Gast: elbeastoh
19.10.2007 15:32
0 0

Re: Ein Skandal, ...

ja genau! führen wir die sippenhaftung wieder ein. großartiger gedanke... lol.

Antworten Ophicus
19.10.2007 14:00
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Echt traurig

Wieso sollte sie das? Was hat der Kunstsammler oder seine Sammlung denn jetzt damit zu tun?

Belibaste
18.10.2007 18:43
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Schweigen

Irgendwie bezeichnend, dass sich viele Leute über Hunde ereifern, noch dazu wenn es sich um einen Artikel handelt, in dem vom "Hundevergiften" die Rede ist - aber hier herrscht tiefstes Schweigen.

 
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