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Tropensturm "Sidr" zerstört Ernte für Millionen

19.11.2007 | 15:20 |   (DiePresse.com)

Die Zahl der Toten durch den Tropensturm "Sidr" ist offiziell auf 2.400 gestiegen, 1.000 werden noch vermisst. In den betroffenen Regionen von Bangladesch hat der Sturm mehr als die Hälfte der Ernte zerstört.

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Nach dem verheerenden Zyklon "Sidr" in Bangladesch ist die Zahl der Todesopfer deutlich gestiegen. Nach Angaben der Behörden wurden bisher mehr als 2.400 Leichen gefunden. Mehr als 1.000 Menschen wurden weiterhin vermisst. 3,3 Millionen Menschen sind von den Folgen des Sturmes betroffen. Rund 300.000 Häuser wurden ganz zerstört, doppelt so viele wurden schwer beschädigt. Der Vorsitzende des Roten Halbmondes in Bangladesch, Abdur Rob, sagte, die Zahl der Toten des schlimmsten Sturmes in der Region seit Jahren könne auf bis zu 10.000 steigen.

Mehr als Hälfte der Ernte vernichtet

Die internationale Hilfsorganisation Oxfam teilte mit, immer noch seien Dörfer von den Helfern nicht erreicht worden. Zehntausende Menschen im Katastrophengebiet bräuchten dringend Unterkunft und Nahrung. Geschätzt werde, dass der Sturm zwischen 50 und 95 Prozent der Ernte im betroffenen Küstengebiet im Süden zerstört habe. Das werde "sofortige und langfristige katastrophale Auswirkungen auf das Land" haben. Bangladesch habe im Landesinneren und im Norden nach Monsunfluten im Juli bereits Teile der Ernte verloren.

Nach Angaben der Regierung vernichtete "Sidr" die Ernte auf 30.000 Hektar Ackerland ganz und auf 850.000 Hektar teilweise. 250.000 Stück Vieh oder Geflügel kamen in dem Sturm ums Leben. Knapp tausend Schulen und andere Bildungseinrichtungen sowie zahlreiche Kilometer Straße wurden zerstört oder beschädigt. Die meterhohen Wellen ließen Dämme auf einer Länge 57 Kilometern brechen.

Weite Landesteile erschwert erreichbar

Die Oxfam-Chefin in Bangladesch, Heather Blackwell, sagte: "Es gibt viele Dörfer in entlegenen Gegenden, auch auf Inseln auf Sandbänken, die noch erreicht werden müssen. Wir wissen nicht, was in diesen Regionen für Verluste erlitten wurden. Es könnte Wochen dauern, bis wir genau wissen, wie schlimm dieser Zyklon war." Wegen Schutt und beschädigter Straßen dauerten Fahrten in die Katastrophenregion um ein Vielfaches länger als normalerweise.

Größter Mangrovenwald der Welt zerstört

Dem Wirbelsturm ist auch der größte Mangrovenwald der Welt zum Opfer gefallen. Der Zyklon richtete in den Sunderbans im Ganges-Delta, die zum Welterbe der Menschheit gehören und seltene Tiere wie Tiger und Flussdelfine beherbergen, nach Einschätzung von Experten eine Umweltkatastrophe an.

Tausende wilde Tiere sind möglicherweise ertrunken, zahlreiche Vogelnester wurden zerstört und Mangroven entwurzelt. Mangrovenwälder stellen einen natürlichen Schutz der Küsten vor Stürmen dar - "Sidr" mit seinen Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern war jedoch zu stark, um ihm standzuhalten.

Internationale Hilfe angelaufen

Unterdessen ist die internationale Hilfe angelaufen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte Bangladesch mehrere Millionen Dollar aus dem Nothilfefonds zu - je nach den Erfordernissen des Landes.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) begann mit der Verteilung erster Notrationen. Insgesamt seien genügend energiereiche Kekse ins Katastrophengebiet gebracht worden, um 400.000 Menschen für drei Tage ernähren zu können, teilte das WFP mit.

Aus vergangenen Katastrophen gelernt

Oxfa-Chefin Blackwell sagte, seit dem letzten verheerenden Zyklon in Bangladesch im Jahr 1991 hätten die Regierung und Hilfsorganisationen die Vorkehrungen für solche Naturkatastrophen deutlich verbessert. Das zeige sich an der nun weitaus geringeren Opferzahl. Bei dem Sturm 1991 waren knapp 140.000 Menschen ums Leben gekommen. Bangladesch, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, wird immer wieder von Zyklonen heimgesucht. Im Jahr 1970 starben in der Region bei dem bisher schlimmsten Zyklon rund eine halbe Million Menschen.

(Ag./Red.)

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10 Kommentare
Gast: Ph.Gudenus
18.11.2007 17:29
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10.000 Mädchen, aus diesem Staate,

hätten schon vorher nach Ö evakuiert gehört!

Früher war es schon schrecklich...

September 1970
Eine durch einen Wirbelsturm ausgelöste verheerende Überschwemmung fordert nach offiziellen Angaben in Ostpakistan rund 300.000 Todesopfer (inoffiziell ist von etwa 500.000 die Rede).
(Ostpakistan besteht zu etwa vier Fünftel aus einem durchschnittlich zehn Meter über dem Meeresspiegel liegenden Küstentiefland, das einen Anteil von 95% am rund 106.000 Quadratkilometer großen Ganges-Brahmaputra-Delta hat. Von April bis Oktober führen Schmelzwasser aus dem Himalaya bzw. starke Monsunregenfälle regelmäßig zur Überflutung weiter Landesteile. Zur Katastrophe werden diese jährlichen „normalen“ Überflutungen, die fruchtbaren Humus anschwemmen, wenn Wirbelstürme über dem Golf von Bengalen landeinwärts fegen und riesige Flutwellen vor sich herschieben.)

Herbst 1991
Die schwerste Flutkatastrophe seit 1970, ausgelöst durch einen verheerenden Hurrikan, fordert nach offiziellen Angaben rund 140.000 Menschenleben (inoffiziell wird von fast 500.000 gesprochen).

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Was ist die Ursache

Für alle, die noch nicht erkannt haben, dass wir mitten im Klimawandel sind, auch wenn, Gott sei dank, heuer wieder die Schneeflocken tanzen.
Die von den Umweltkatastrophen betroffen sind haben einen Bruchteil an Treibhausgasen verursacht, die wie wir in der sogenannten ersten Welt ausstoßen.
Daher sollten wir alle versuchen jeglichen Energieverbrauch einzuschränken. Wenn wir Energie sinnvoll einsetzen (z.B. ohne Standby) kann das ohne größeren Komfortverlust einhergehen.
Zum Thema Strom, kann ich nur empfehlen auf einen sauberen Stromanbieter zu wählen. Näheres unter www.global2000.at /Energie/ wechseln... Ein Preisvergleich macht deutlich, dass Naturstrom in den meisten Bundesländern sogar preisgünstiger ist, als beim üblichen Anbieter.


Antworten vx
17.11.2007 16:33
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Re: Was ist die Ursache

'Das bitterarme Bangladesch wird immer wieder von katastrophalen Zyklonen heimgesucht. 1970 starben in der Region bei dem bisher tödlichsten Zyklon rund eine halbe Million Menschen. 1991 kamen bei einem Zyklon 140.000 Menschen ums Leben.'

aus: Bangladesch: Über 1000 Tote bei Zyklon Sidr
16.11.2007 | 18:10 | (Die Presse)

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Re: Re: Was ist die Ursache

Und in noch viel früheren Zeiten gab es dort sicher noch grauslichere Zyklone,aber es gab noch keine Menschen dort.

Noah von der Arche am Berg der Freude

warum

schickt nur die EU hilfsgüter und nicht die schwerreichen islambrüder?

aber zuerst füttern wir sie dann kommen sie zu uns und machen terror

tolle EU

Antworten Insider
17.11.2007 23:50
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Re: warum

Die reichen Islambrüder kommen nicht zu uns. Die schicken uns eher ihre Habenichtse. Was die finanzielle Hilfe für Bangladesch betrifft, so wären sie dazu in erster Linie aufgerufen, weil sie damit Glaubensbrüdern helfen könnten. Bangladesch ist, nachdem die Hindus größtenteils flüchten mußten, mehr oder weniger islamisch. Solidarität in Notsituationen scheint in diesen Kreisen keine allzu große Bedeutung haben.

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Re: warum

Genau!

Und wieder hat Allah seine GLÄUBIGE Schafherde nicht geschützt!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Re: Re: warum

aaah, sie schon wieder.
sie blödeln wohl in einer art sexueller erregung in den foren der online zeitungen herum und belästigen zeitgenossen, ein, sozusagen, online foren stalker mit grüngutmenschen tarnkappe.

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Re: Re: Re: warum

Was wollen Sie als MITTELALTERLICHER Kreuzritter-Pater von sexueller Erregung wissen?

Für Sie gibt es ja nur christlich-religiöse Ekstase mit Keuschheit,Nicht-Bruder Bernhard!

Noah von der Arche am Berg der Freude