Slowakei: Uran um eine Million Dollar am Schwarzmarkt

28.11.2007 | 20:27 |   (DiePresse.com)

Eine Million Dollar verlangten drei Personen für ein Kilogramm radioaktives Material - laut slowakischen Medien angereichertes Uran. Die Polizei konnte die drei am Mittwoch verhaften.

AP (Ahn Young-joon) Radioaktiv

Die Polizei untersucht noch die Beschaffenheit des radioaktiven Materials, die slowakische Agentur SITA berichtet allerdings bereits, dass es sich um angereichertes Uran handelt. Die drei Personen hätten für ein Kilogramm eine Million Dollar (680.000 Euro) verlangt, teilte die Polizei in Bratislava am Mittwoch mit. Zwei der Verdächtigen seien im Osten der Slowakei und ein weiterer in Ungarn festgenommen worden.

Material für Bomben?

Angereichertes Uran kann nur für Atomkraftwerke verwendet werden, für Atombomben muss es hoch angereichert werden. Allerdings können auch geringe Mengen radioaktives Material für so genannte "schmutzige Bomben" benutzt werden, die mit konventionellen Sprengstoff große Teile einer Stadt verstrahlen können.

Schmuggel aus ehemaliger Sowjetunion

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) sagte, dass seit 1995 1.250 Fälle von Schmuggel oder anderen Verbrechen in Bezug auf radioaktives Material bekannt geworden seien. Oft stammt das Material aus der ehemaligen Sowjetunion.

Beim bisher größten entdeckten Schmuggel fand die Polizei 1994 in St. Petersburg 2,97 Kilogramm hoch angereichertes Uran. Der jüngste derartige Zwischenfall war im März 2006, als die deutschen Behörden 47,5 Gramm hoch angereichertes Uran auf einem Schrottplatz fanden.

(Ag./Red.)


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2 Kommentare
 
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Von hw am 29.11.2007 um 02:57

strahlung

atomkraftwerke können auch *große teile einer stadt verstrahlen*.

Von Gast: AEIOU am 29.11.2007 um 01:14

Warum die Erregung.

Einige der ersten Türken-Gastarbeiter haben Quecksilber mitgebracht. In der Hoffnung einen Abnehmer zu finden. Sie waren überzeugt, damit einen schönen Batzen dafür kassieren zu können. Da dem nicht so war. Wurde es entsorgt. In die Kanalisation oder irgendwo in Flur und Feld. Der Schnittholzimport war nach Gerüchten, die aber schnell wieder aus den Medien verschwanden, verstrahlt. Ebenso Schrott, der angeblich bei uns verarbeitet wurde. Und was sonst halt so aus dem Osten "eingeführt" wurde. Die Pilze waren kriminell radioaktiv verseucht. Nix is gschegn. Also warum die Erregung jetzt?

 
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